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Was ist Employer Branding? Und wenn ja, wie viele? – Teil 1

Was ist Employer Branding – und wie Sie Video dafür nutzen

 

Zum Einstieg eine kleine Geschichte
Ein IT-Unternehmen mit 40 Angestellten sucht einen neuen Junior Netzwerk-Administrator. Das Unternehmen ist erfolgreich. Es kooperiert in einem zukunftsgerichteten Marktsegment mit einem der Weltmarktführer. Die Firma liegt in einem ruhigen Vorort einer Stadt mit großer Lebensqualität und einer Technischen Universität. Genug Berufseinsteiger sind also vorhanden.

Das Verhältnis unter den Kollegen ist sehr gut. Die Kicker-Mannschaft  nimmt erfolgreich an lokalen Turnieren teil. Mehrere Kollegen treffen sich seit Jahren regelmäßig zum FIFA-Training, um jedes Jahr aufs Neue in E-Sport-Turnieren Preise abzuräumen. Tolles Arbeitsklima, großartige Kollegen, branchenübliches Gehalt. Warum dauerte die Suche nach einem neuen Netzwerkadministrator dennoch 2 Jahre?

 

Konkurrenz um die besten Arbeitnehmer

Die schnelle Antwort: Weil qualifizierte Arbeitnehmer die Firma nicht kennen

Die lange Antwort: Im Einzugsgebiet gibt es einen der größten deutschen IT-Giganten. Hochqualifizierte Berufseinsteiger versuchen zuerst dort ihr Glück. Mindestens zehn weitere IT-Unternehmen mit internationalem Namen sitzen in der Nähe und machen offensiv Werbung – für das Unternehmen, aber inzwischen auch als Arbeitgeber-Marke. Die Wunschkandidaten unseres kleinen mittelständischen Unternehmens bewerben sich zuerst dort. Und werden oft genommen. Bewerber die sich dann vorstellen, sind meist von mehreren der Big Player abgelehnt worden.

Allgemein heißt das:
Unternehmen stehen heute nicht nur im Wettbewerb um Kunden, sondern auch um qualifizierte Arbeitnehmer. Deshalb müssen sie sich auch potentiellen Bewerbern gegenüber gezielt präsentieren. Besonders wichtig ist dies in Branchen mit Fachkräftemangel, in denen kleine und mittelständische Unternehmen bei qualifizierten Kandidaten gar nicht erst bekannt sind.

LinkedIn Talent Solution Deutschland Recruiting Trends 2016 Personalbeschaffung

Welche Prioritäten setzen Deutschlands Personaler bei der Personalbeschaffung? Quelle: Screenshot LinkedIn Talent Solution Deutschland Recruiting Trends 2016 https://business.linkedin.com/de-de/talent-solutions/ressourcen/job-trends/2016/recruitingtrends-deutschland

 

Die Lösung: Employer Branding

Hier setzt Employer Branding (zu deutsch: Arbeitgebermarkenbildung) an.

Was ist eigentlich Employer Branding?
Der Berufsverband Queb e. V. definiert Employer Branding wie folgt:

„Employer Branding hat zum Ziel, in den Wahrnehmungen zu einem Arbeitgeber eine unterscheidbare, authentische, glaubwürdige, konsistente und attraktive Arbeitgebermarke auszubilden, die positiv auf die Unternehmensmarke einzahlt.

Für uns heißt das, dass Sie als Unternehmer ihr Unternehmen nicht nur für die Kunden darstellen sollten, sondern auch positive Darstellung des Unternehmens für derzeitige zukünftige und sogar ehemalige Mitarbeiter das Ziel sein soll.“

 

Was ist eine „attraktive Arbeitgebermarke“?

Aus Sicht des Unternehmens  unterscheidet man zwischen harten und weichen Faktoren. Die harten Faktoren sind nur schwer oder nur über einen großen Zeitraum veränderbar. Dazu gehören der Standort, die Gehaltsstruktur oder die Branche. Ein Unternehmen im Mittelstand hat hier noch weniger Spielraum als ein Konzern. Sind die harten Faktoren für einen Kandidaten von großem Interesse, kann man ihn kurz- oder mittelfristig als kleines Unternehmen nicht dazu bewegen anzuheuern – außer man plündert die Porto-Kasse.

Die weichen Faktoren sind leichter zu ändern und unterliegen oft der Unternehmenskultur. Sie lassen sich in Unternehmen mit flachen Hierarchien schneller verändern. Hierzu gehören das Arbeitsklima, die Zusammensetzung des Teams, das Verhältnis zum Chef,  der Grad der Verantwortung des Einzelnen, aber auch Freizeit- und Gesundheitsangebote des Arbeitgebers.

Hier liegt die große Chance kleiner und mittelständischer Unternehmen. Auf Grund ihrer Struktur können sie schneller als ein großer Konzern Änderungen in diesen Bereichen herbeiführen. Solche Veränderungen können kurzfristig erfolgen – auf direkte Nachfrage des Wunschkandidaten – oder strategisch angelegt sein, um sich als wertvolle Arbeitgebermarke zu präsentieren. Diese Veränderungen sind es, mit denen Sie offensiv kommunizieren können. Heben Sie sich so von den Mitbewerbern um gute Arbeitskräfte ab. Und machen Sie sich und ihre Vorteile bekannt: bei Arbeitnehmern und bei Kunden gleichermaßen.

Employer Branding: Die harten und weichen Faktoren, die ein Unternehmen ausmachen

Faktoren, die ein Unternehmen für Bewerber interessant machen können. Die harten Faktoren sind dabei im Rahmen des Aufbaus einer Arbeitgebermarke nur schwer zu verändern, da sie sehr stark vom Unternehmensziel abhängen. Die weichen Faktoren sind jedoch veränderbar, sie hängen vornehmlich von der Unternehmenskultur ab.

Von den fünf in einer LinkedIn-Studie meistgenannten Gründen für den Arbeitgeberwechsel, gehören 3 zu den weichen Faktoren, die sich relativ leicht ändern lassen. Und der allgemein wichtigste Faktor „Arbeitsplatzsicherheit“ ist für 51% der jungen Berufsein- und -aufsteiger der Millenial-Generation nicht mehr von Bedeutung. Hier liegt die Chance für die Entwicklung einer erfolgreichen Arbeitgebermarke – auch bei kleineren und Mittelständischen Betrieben.

LinkedIn Infografik Wieviel Wert hat Ihr Employer Brand? Wechselgründe

Quelle: Screenshot [Infografik] „Wieviel Wert hat Ihr Employer Brand?“ LinkedIn Germany GmbH http://de.slideshare.net/linkedindach/infografik-wieviel-wert-hat-ihr-employer-brand

LinkedIn Infografik Wieviel Wert hat Ihr Employer Brand Ausnahme Millenials

Millenials bilden hier eine Ausnahme: Mehr als die Hälfte sehen Jobunsicherheit nicht als negativen Faktor Quelle: Screenshot [Infografik] „Wieviel Wert hat Ihr Employer Brand?“ LinkedIn Germany GmbH http://de.slideshare.net/linkedindach/infografik-wieviel-wert-hat-ihr-employer-brand

 

Erst die Pflicht – dann die Kür

Um erfolgreich Arbeitgeber-Marketing betreiben zu können, müssen Sie Ihre Arbeitgeber-Marke entwickeln. Erst dann können Sie ein Employer-Branding betreiben.

Wenn dann alle Weichen gestellt sind, können Sie damit beginnen, die frohe Botschaft zu verkünden. Zu diesem Zweck haben wir unsere 6-teilige Blog-Serie erstellt. Diese Serie erklärt Schritt für Schritt, welche Kommunikationsstrategien helfen, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden, an sich zu binden und langfristig zu halten.

LinkedIn Talent Solution Deutschland Recruiting Trends 2016 Employer Branding

Wie wichtig ist Employer Branding und eine gute Arbeitgebermarke für Unternehmen. Wo wird Employer Branding betrieben. Quelle: Screenshot LinkedIn Talent Solution Deutschland Recruiting Trends 2016 https://business.linkedin.com/de-de/talent-solutions/ressourcen/job-trends/2016/recruitingtrends-deutschland

 

Employer Branding mit Video

Warum stellen wir Video in den Mittelpunkt? Die Antwort ist scheint offensichtlich zu sein: weil wir Video produzieren. Ist aber nicht der wahre Grund!

Wir glauben, dass Video das beste Mittel ist, um Menschen davon zu überzeugen, eine wichtige und emotionale Entscheidung für einen neuen Arbeitsplatz zu treffen. Video ist emotional, Video wird gern geteilt, Video ist authentisch, Video kann überall eingesetzt werden.

Aus unserer Sicht ist Employer Branding eine Aufgabe des gesamten Unternehmens. Ein Blog-Beitrag oder ein Foto werden von nur einer Person erstellt, der präsentierte Mitarbeiter ist darin bestenfalls ein Objekt. Im Video kann eine große Anzahl von Mitarbeitern auftreten. Sie können aktiv zu Wort kommen, am Projekt mitarbeiten, mitgestalten. Der Aufwand ist dabei steuerbar. Vom spontanen Auftritt in einem Handy-Video, der nur wenig Arbeitszeit beansprucht, bis hin zum Engagement in einer großen Produktion.

Video bietet auf allen Ebenen der Entstehung und Verbreitung eine Möglichkeit der Teilnahme Ihrer Mitarbeiter. Der Wunschkandidat kann Ihre Unternehmenskultur, das Team, und den zukünftigen Vorgesetzten schon vorab kennen und lieben lernen. Sie können Bewerber vom ersten Kontakt an mit ihrer Marke auf eine Reise mitnehmen, die den Wunsch, dazu zu gehören, steigert. Alle aktuellen Mitarbeiter können ebenso an dieser Reise teilnehmen und teilhaben. Solche Videos werden dann auch gern geteilt und verbreitet. In den Sozialen Medien oder auch ganz altmodisch per Email.

Wie kann das aussehen:

  • Den Standort hervorheben: Wer weiß schon, wie schön es in der ländlichen Region ist,  in der Ihr Unternehmen den Standort hat.
  • Der Bewerber möchte die künftigen Kollegen kennen lernen? Dann lassen Sie sie zu Wort kommen. Ein kurzes Interview mit dem künftigen Vorgesetzten schafft Vertrauen.
  • Sie gehen jedes Jahr mit Ihren Mitarbeitern Weihnachtsbäume schlagen? Zeigen Sie authentisch, wie die Stimmung in der Firma ist.
  • Die Familien Ihrer Mitarbeiter liegen Ihnen am Herzen? Zeigen Sie flexible Arbeitszeitmodelle.
  • Begleiten Sie ein Projekt durch alle Phasen hindurch mit der Kamera. Auch die schwierigen, ganz offen. Und zeigen Sie, wie die Aufgaben gelöst werden. In den Herausforderungen und den Erfolgserlebnissen kann oft die Motivation für einen Arbeitsplatzwechsel liegen.

Wie man Erfolge im Employer Branding messen kann

  • Steigerung der Bekanntheit bei Zielgruppen und Wunscharbeitnehmern
  • Steigerung der Anzahl der Bewerbungen und Steigerung des Anteils der Bewerbungen von Wunscharbeitnehmern für eine Stelle
  • Verringerung der Vakanzdauer von Stellen
  • Verringerung der Fluktuation, besonders der Wunscharbeitnehmer
  • Geringerer Krankenstand und vermehrte Teilnahme an freiwilligen Arbeitnehmeraktivitäten

 

Erfolgsmeldung

Das mittelständische Unternehmen hat schließlich doch jemanden gefunden. Durchaus klassisch, über eine Empfehlung eines Mitarbeiters. Der neue Kollege und der Mitarbeiter haben sich beim Kickern kennen gelernt. Und der Chef lobt jetzt für jede Empfehlung, die zu einer Einstellung führt, einen Gaming-Laptop aus.

 

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"Was ist Employer Branding und wenn ja wie viele."

 

Die Themen unserer Reihe „Was ist Employer Branding und wenn ja wie viele.“

  1. Was ist Employer Branding – und wie Sie Video dafür nutzen
  1. Recruiting –  Der Arbeitnehmer als begehrter Kunde
  1. Moderne HR – mit Werkzeugen und Know-How zum Erfolg
  1. Retention – Wie Sie Ihre Mitarbeiter langfristig binden: Interne Kommunikation
  1. Onboarding – Der schnellste Weg Ihre Mitarbeiter effektiv einzusetzen
  1. Employee Advocacy – So werden Ihre Mitarbeiter Markenbotschafter

 

Foto: Ausschnitt aus unserem Recruiting-Video für die Deutsche Bahn AG

Content Marketing - Ein langes und komplexes Spiel

Nahaufnahme: Unser Content Marketing

Die W&V liefert derzeit die Arena für eine spannende Grundsatzdebatte: Was ist Content Marketing?

Letzte Woche durfte sich die Branche an einem Schlagabtausch zwischen Thomas Strerath (Jung von Matt)  und Thomas Knüwer (Kpunktnull) erfreuen. Mittlerweile haben auch Matthias Schrader (SinnerSchrader) und Karsten Lohmeyer (The Digitale) sich geäußert.

Die Lektüre hat bei uns eine spannende Diskussion angeregt. Ist die Definition von Content Marketing eine Frage der Perspektive? Eine Frage der jeweiligen Ausrichtung?

Wenn ja, was heißt es für uns Content Marketing zu machen? Warum funktioniert Content Marketing für unsere Kunden? Und wie erklären wir es ihnen?

Unsere Definition des Begriffs „Content Marketing“ ist die von Joe Pulizzi:

„Content Marketing ist eine strategische Marketingmethode, die sich auf die Kreation und Verbreitung wertvoller, relevanter und konsistenter Inhalte konzentriert. Ziel ist eine klar definierte Zielgruppe zu gewinnen, zu halten und letztendlich eine profitable Kundenaktion zu erzeugen.“

Eine ziemlich eindeutige Definition. Eigentlich. – Interessant ist, wie man die Worte relevant und wertvoll definiert. Was bedeutet Konsistenz und was ist eigentlich Content?

Warum machen wir Content Marketing?

Klassische Werbung wird von Kunden als störend und negativ empfunden. Mit klassischer Werbung meinen wir Werbespots, Banner, Popups. Alles was stört um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Werbung wird geblockt, ignoriert oder gleich vermieden, indem Kanäle wie Netflix gewählt werden, die ganz auf Werbung verzichten. In unserer digitalen Welt ist Interaktion der neue Weg zum Kunden. Content Marketing erreicht das, indem es dem Kunden Inhalte anbietet, die ihn unterhalten, informieren, oder ihm helfen.

Was ist „Content“ im Content Marketing?

Das Wort Content wird in der Branche benutzt, wie ein Begriff für etwas ganz spezifisches: Ein Produkt, an dem unsere Kunden interessiert sind. In der täglichen Kommunikation braucht es dafür eine gemeinsame Sprache. Sieht man genauer hin, ist aber nicht klar, was Content eigentlich ist. Werbung sei kein Content, heißt es, das Know-how eines Unternehmens sei Content, den es zu kuratieren gilt, ein Video sei Content, oder ein Text. Content ist überall, heißt es. Man müsse ihn nur finden. Ist  denn schon eine Idee Content?

Es ist also wichtig den „Begriff“ Content und das englische Wort „content“ (=Inhalt) voneinander zu trennen. Der Duden sagt:

Inhalt: Substantiv – etwas was in etwas ausgedrückt, dargestellt wird etwas, was etwas geistig ausfüllt; Sinn gebender geistiger Gehalt.

Inhalt ist die Botschaft, die wir verbreiten. Eine Idee, eine Tatsache, eine Geschichte. Ohne Inhalt gibt es keine Werbung, keine E-Mails, keinen Beitrag im Social Web oder was auch immer wir brauchen um all die Medien und Kanäle zu befüllen. Aus unserer Sicht ist also eine Idee oder das Know-how eines Unternehmens tatsächlich Inhalt. Doch damit daraus Content im Sinne von Content Marketing wird, muss Inhalt aufbereitet werden. Durch Produktion wird aus Inhalt ein Content-Piece.

Wann ist Content relevant?

relevant: Adjektiv – in einem bestimmten Zusammenhang bedeutsam, [ge]wichtig. (Duden)

Aus unserer Sicht ist ein gut gemachter Spot relevant, genauso wie eine Anleitung zum Reifenwechsel, ein Interview mit Nicole Kidman und der Terminkalender zur Ankündigung der nächsten Messeauftritte. Es kommt eben ganz darauf an, wen man fragt.

Branded Entertainment gehört deshalb genauso zu Content Marketing wie How-to’s, Termin-Updates über Twitter und zum Download angebotene Bedienungsanleitungen.
Mit dem Wort „Relevanz“ beschreiben wir den Nutzen eines Angebots für den Rezipienten.

Was macht Content wertvoll?

wertvoll: Adjektiv – von hohem [materiellem, künstlerischem oder ideellem] Wert, kostbar sehr gut zu verwenden, nützlich und hilfreich. (Duden)

Wir beschreiben mit dem Wort „wertvoll“ den emotionalen Wert eines Content-Piece. Eine Emotion kann Freude darüber sein, dass ein Problem gelöst wurde, Spaß an einer humorvollen Geschichte, Respekt vor einer außerordentlichen Leistung oder Ergriffenheit durch ein tragisches Ereignis. Mit wertvollem Content identifiziert sich der Kunde, teilt ihn, interagiert mit ihm und er wird sich an ihn erinnern.

Was bedeutet Konsistenz?

Konsistenz: Substantiv – Grad und Art des Zusammenhalts, konsistente Beschaffenheit; strenger gedanklicher Zusammenhang. (Duden)

Wir sind davon überzeugt, dass Konsistenz vor allem Berechenbarkeit garantiert. Der Nutzer soll lernen, sich in der Welt der Marke zurecht zu finden. Das gilt für die Gestaltung von Content und ebenso für dessen Wiedererkennbarkeit. Und es gilt für die Platzierung von Content. Der Kunde soll an der gleichen Stelle immer wieder gleichwertigen Content finden.

Hier also unsere Auslegung der Definition von Content Marketing:

 

1. Content Marketing ist Storytelling

Storytelling ist für uns Handwerk und Garant für Konsistenz. Es hält die Content Marketing Strategie langfristig zusammen. Dazu muss man drei Ebenen des Storytellings unterscheiden.

Ebene eins gibt einem Content-Piece Struktur. Wie Akte einem Theaterstück. Genau genommen handelt es sich nicht um Storytelling selbst, sondern um die Technik des Storytellings. Handwerk das Journalisten genauso beherrschen, wie Drehbuchautoren, Comedians oder Speaker bei einer Konferenz. Stichworte wie Plot, Textart und sogar Formatierung gehören in diese Ebene.

Ebene zwei wird allgemein als Brand Story bezeichnet. Dieser Begriff ist sehr irreführend. Mit Brand Story ist die Erfahrung mit der Marke gemeint, keine Geschichte, die erzählt wird. Brand Story definiert ihre Anmutung der Marke und das Gefühl, das sich beim Nutzer einstellt, wenn er mit dem Produkt in Kontakt kommt. Für uns stellt die Brand Story den Rahmen für Konsistenz des produzierten Contents dar.

Ebene drei des Storytellings zeichnet Content Marketing besonders aus. Storytelling verbindet einzelne Content-Pieces erst miteinander. Es baut die so dringend benötigte dauerhafte Bindung zwischen Marke und Kunde auf, denn es kreiert Vertrautheit und Erwartung. Begibt sich der Kunde in die Markenwelt und bewegt er sich von der einen Content-Einheiten zur nächsten, nimmt er das Wissen und den Eindruck aus Content-Piece A mit auf seinen Weg zu Piece B. Die Auseinandersetzung mit dem Erfahrenen und dem zu Erwartenden ist Storytelling, wenn Content konsistent und wertvoll ist.

Es gilt: Gutes Content Marketing erzählt eine Geschichte. Großartiges Content Marketing IST die Geschichte.

2. Content Marketing arbeitet mit Content, der produziert werden muss

Es ist ein Irrtum, dass schon genug Content da ist, wie manche sagen. Inhalte gibt es massenhaft in jedem Unternehmen und jeder Organisation, Content aber grundsätzlich nicht. Content muss produziert werden. Content zu produzieren ist ein komplexer Kreationsprozess. Auch wenn es nur um einen Text oder ein kurzes Video geht.

Ob es sich um ein journalistisches oder fiktionales Format handelt, macht aus unserer Sicht keinen Unterschied. Content Marketing muss den Nutzer durch den ganzen Kaufprozess führen. Von Attention bis Retention. Kreative Spots haben dort genauso Platz wie gut recherchierte Reportagen und How-to’s.

3. Content Marketing ist Selbstkontrolle

Das Internet spült uns unaufhörlich Daten zu. Das macht Content Marketing überprüfbar und verpflichtet uns zur Selbstkontrolle. Aber: Nicht alle Daten sind gleich wertvoll, nicht jeder Test liefert die richtigen Daten.
Natürlich muss überprüft werden, ob Content Marketing sein Ziel erreicht und Leads generiert. Für uns stellen die Daten aber vor allem Stellschrauben dar, um Storytelling, Gestaltung, Promotion und Kanäle zu optimieren. Zielgruppen kennen zu lernen ist ein Prozess, der andauernd fortgeführt werden muss. Datenerhebung nach wissenschaftlichen Grundsätzen und mit kreativen Testverfahren bestimmt die Wahl der Kennziffern, die relevant sind.

4. Content Marketing ist nicht Omnipräsenz

Soziale Medien sind für Content Marketing unumgänglich. Content Marketing funktioniert in weiten Teilen im Internet, doch es müssen nicht alle Kanäle genutzt werden. Wir sind davon überzeugt: Qualität schlägt Quantität, bei gleich großem Budget. Wir gehen sogar noch weiter: Ein schlechtes Content-Piece kann die Arbeit von Monaten kaputt machen. Entscheidend ist die richtige Plattform zu finden unabhängig von ihrer Größe oder Bekanntheit.

Noch ein Wort zum Thema „Internet“. Digitale Kommunikation ist messbare Kommunikation und ermöglicht damit überhaupt erst eine Content Marketing Strategie. Aus unserer Sicht ist Content Marketing aber nicht ausschließlich auf das Internet angewiesen. So lange für einen Kanal konkrete und überprüfbare Aussagen über das Nutzungsverhalten der Rezipienten gemacht werden können, eignet er sich für Content Marketing. Kino und Out-Of-Home sind gute Beispiele dafür.

5. Content Marketing ist nicht kostenlos

Content-Produktion und Datenanalyse müssen kontinuierlich erfolgen. Sicherlich braucht es nicht ständige große Investitionen, wie in wechselnde Werbekampagnen, doch auch Content Marketing kommt ohne Attentiongrabber nicht aus. Sie sollen zwar keine Kaufaktionen auslösen, trotzdem aber Aufmerksamkeit für die Präsenz der Marke schaffen.
Content Marketing ersetzt Groß-Investitionen durch kontinuierliche Ausgaben, die gleichermaßen in die Budgettöpfe von Werbung, PR, Kundenservice und Human Resources greifen.

Und Content Marketing kommt nicht ohne Budget für Google, Facebook und Co aus. Warum? Weil auch guter Content so gut wie möglich vertrieben und beworben sein muss. Dazu gehört auch, die Reichweite durch Ads zu erhöhen. Entscheidend ist, hinter Ads guten Content zu stellen, sonst ist die Promotion von Content genauso nervig wie Werbung. Richtig eingesetzt werden Ad-Kampagnen immer weniger wichtig, je weiter der Kaufprozess voran schreitet. Aber Aufmerksamkeit bekommt nur, wer auf sich aufmerksam macht.

6. Content Marketing ist kreativ

Als Content Marketer konkurrieren wir mit Medienproduzenten und anderen Internet-Usern um die Aufmerksamkeit unserer Zielgruppen. Das kann nur funktionieren, wenn wir unsere Inhalte so aufbereiten, dass sie auffallen und im Gedächtnis haften bleiben.

Content richtig zu gestalten und zu verbreiten braucht neben Kompetenz in Journalismus und Storytelling eine Kreativ-Strategie. Gerade ein ständig präsentes Digitalangebot muss sexy sein und bleiben. Denn was bilden wir uns ein? Das Rezipienten einen Unterschied machen zwischen den Anbietern von Content? Sicher nicht. Schon gar nicht, wenn Institutionen dahinter stehen denen Finanzkraft unterstellt wird. Selbst User-Generated-Content unterliegt mittlerweile harscher Kritik. Die Qualitätsstandards setzten die Zielgruppe, das Medium und der Kanal. Beim Thema Kreativität kann Content Marketing viel von Werbung und klassischen Medien lernen, auch in der Produktion und besonders hinsichtlich des Production Value.

Gut umgesetzt braucht ein Content-Piece dann auch keine Ads mehr um gesehen und geteilt zu werden. Sogar die offensichtliche Präsenz von Logos ist möglich.

 

Content Marketing kann auch ohne große Budgets erfolgreich sein und funktioniert sogar für unsere kleinsten Kunden:
Vor vier Jahren kam der Förderverein Freibad Wilhelmshöhe zu uns. Das Freibad im Kasseler Stadtteil Wilhelmshöhe stand kurz vor dem Aus. Die Stadt hatte die Anlage verkommen lassen und das beliebte Schwimmbad sollte geschlossen werden. Das Totschlagargument: Für eine Renovierung sei kein Geld da. Das Schwimmbad befindet sich außerdem auf einem Grundstück, das attraktives Bauland abgeben hätte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Kein Sprint, ein Marathonlauf. Es musste eine Marketingmethode her, die die Mitglieder langfristig aufrechterhalten konnten. Eine Methode, die Anwohner, Aktivisten, Politiker und Entscheider aus der Wirtschaft gleichermaßen ansprechen würde.
Die Lösung: Eine neue Website, Facebook, Vorträge und Veranstaltungen. Diese Kanäle befüllt der Förderverein seit 2012 mit wertvollem, relevanten und konsistenten Inhalten. Mit Erfolg. Das Schwimmbad ist gerettet und wird in diesem Jahr nun endlich renoviert.

Unser Beitrag zur Rettungsaktion ist ein Film, den wir mit einfachsten Mitteln hergestellt haben. Er sollte Aufmerksamkeit schaffen und die Badbesucher an die Marke binden. So schließt er die Lücke zwischen Informationen, politischen Positionen und den Emotionen der Anwohner. Das Medium Film als Emotionsträger war die richtige Wahl.

 

Im Grunde ist Content Marketing keine neue Disziplin. Vielmehr kombiniert es die Kompetenzen vieler verschiedener Medienschaffender miteinander. Wir sollten Fachkompetenz auf dem Gebiet unserer Kunden und Kreativität miteinander verbinden und lang erprobtes Handwerk aus Journalismus, Fiction und Medientechnologie voll ausnutzen. Anstatt also verzweifelt zu versuchen uns voneinander abzugrenzen, sollten wir voneinander lernen.

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Chauvet Höhlen das Instagram der Steinzeit: Pferde – Thomas T. - Etologic horse study, Chauvet´s Cave Uploaded by FunkMonk, CC BY-SA 2.0, https-::commons.wikimedia.org:w:index.php?curid=16624436

Instagram: 6 Tipps für den schnellen Einstieg

Kennen Sie die Chauvet-Höhlen in Frankreich? Dort verbergen sich die ältesten bekannten von Menschen gemalten Bilder. Obwohl sie zwischen 20,000 und 35,000 Jahre alt sind verstehen wir sie. Sie erzählen Geschichten von Gefahren durch wilde Tiere und vom Überlebenskampf unserer Vorfahren.

Heute haben wir Instagram. Die einfach zu nutzende Handy-App hat mittlerweile 300 Millionen Nutzer. Prominente, Unternehmen, Künstler und Hobbyfotografen aller Art.

Wir sind jetzt auch dabei. Genauer gesagt ich bin jetzt auch dabei und ich liebe es! Heute möchte ich meine persönliche Strategie teilen, mit der ich organisch eine Follower-Basis aufbaue. Und natürlich Beispiele zeigen, warum ich Instagram so toll finde.

IMG_20160207_212753IMG_20160206_184909IMG_20160206_183121Koenigsfilm jetzt auch auf Instagram: #mobilephotography

Diese vier Fotos aus unserer Instagram-Galerie habe ich mit meinem Handy gemacht und mit einer App bearbeitet. Meine aktuellen Lieblings-Apps sind Snapseed (Android/IPhone) und PhotoDirector (Android/IPhone).

Instagram gibt Unternehmen ein Gesicht und bietet die Möglichkeit Produkte attraktiv in Szene zu setzten. @generalelectric oder @starbucks zeigen, wie es geht.

Wir bei Koenigsfilm leben von Bildern und den Geschichten, die wir damit erzählen. Schöne Bilder und Geschichten sind unser Produkt. Wir denken in Bildern. Und das zu beschreiben, ist oft schwierig. Wir nutzen daher Instagram um die Welt um uns herum so einzufangen, wie wir in Bildern denken.

Instagram ist eine nie versiegende Quelle für Inspiration und den kreativen Austausch mit Gleichgesinnten. Jenseits von Katzenbildern und Selfies beherbergt Instagram eine Vielzahl von talentierten Fotografen, die hier ihre Kunst mit uns teilen.

Wenn Sie also eine spannende Dienstleistung oder ein Produkt zu vermarkten haben, dann ran an die Kamera und los geht’s!

1. Persönlich auf Instagram: auch als Unternehmen

Auch wenn @koefisocial zu Koenigfilm gehört war es uns wichtig das Instagram-Konto so persönlich wie möglich zu gestalten. Scheuen auch Sie sich nicht Ihren Namen mit anzugeben und seien Sie kreativ mit den 150 Zeichen, die für die Biografie zur Verfügung stehen. Besucher, die Ihre Galerie betrachten sollen sofort wissen wessen Foto ihnen gerade so gut gefällt.

2. Qualität zeichnet aus

„Amateure zeigen all ihre Fotos, Profis nur ihre Besten.“ Kevin Kuster (@kevinkuster)


Eine Regel der man folgen sollte. Wer auf Instagram gesehen werden will muss ein Mindestmaß an Qualität mitbringen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Fotos scharf sind, Linien wie der Horizont gerade, und Fotos nicht über- oder unterbelichtet sind. Die Bildgestaltung ist natürlich vollkommen frei.

3. Der #Hashtag-Wahnsinn

Reichweite ist auf Instagram gleichbedeutend mit kleinen roten Herzchen. Likes. Yeah, als hätten wir es gewusst! Erst durch Hashtags werden Fotos in Instagram suchbar und damit sichtbar für die Community.

Instagram liebt Hashtags. Anders als in Twitter kann man davon nie genug haben. Zu jedem Bild können bis zu 30 Hashtags hinzugefügt werden. Und das lohnt sich. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Hashtags gleichbedeutend sind mit vielen Likes. Wichtig ist nur, dass die Hashtags für das Bild relevant sind.

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Beschreibende #hashtags

Da Hashtags die einzige Möglichkeit sind ein Bild zu finden, sollten sie seinen Inhalt beschreiben. Das Bild oben habe ich mit #tasmania  #beach #flotsam #lowtide #sky und #branch getagged.

Story- #hashtags

Diese Art Hashtags nenne ich so, weil sie eine Emotion beschreiben, die ich mit dem Foto verbinde oder dessen Geschichte erzählen.  #ileftmyheart steht für die schönen Erinnerungen, die ich an diesen Ort habe und impliziert die Geschichte eines schönen Urlaubs, #naturelover macht das Foto für alle auffindbar, die auf der Suche nach schönen Landschaftsfotos sind.

Feature Accounts oder die kryptische #Hahstags

Wissen Sie auf Anhieb was #rsa_main #jj_forum_1465 oder #gloomgrabber bedeuten? Keine Sorge, da sind sie nicht alleine! Neben Prominenten und großen Marken gibt es eine weitere Gruppe von Meinungsbildnern in Instagram: Feature Accounts. Diese Accounts werden von Instagram Usern betrieben, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Dienst nach talentierten Fotografen zu durchforsten und deren Bilder auf ihren Konten zu präsentieren. Indem man ein Foto mit einem von diesen Gruppen ausgerufenen Hashtag markiert, macht man sie auf sich aufmerksam und kann sogar an täglich wechselnden Wettbewerben teilnehmen.

4. Der richtige #Hashtag

Instagram hilft dabei Hashtags ausfindig zu machen. Bildbeschreibende Hashtags können ganz einfach gefunden werden, indem man beginnt sie in der App einzutippen. Tippt man zum Beispiel #bea macht Instagram den Vorschlag #beach und zeigt gleich noch an, von wie vielen Usern der Hashtag verwendet wurde. Beliebte Hashtags sind gut, manchmal lohnt es sich aber einen weniger frequentieren Hashtag zu benutzen, da das eigene Foto dort nicht so schnell von den Beiträgen andere verdeckt wird.

Story-Hashtags und die beliebten Feature-Hashtags findet man am besten indem man von den alten Hasen lernt. Es lohnt sich gewissenhaft die Beschreibungen von Fotos durch zu gehen, die gefallen. Folgt man dann dem Link eines Hashtags kann man heraus finden, was andere Nutzer damit markiert haben. Beim Lesen der Bildbeschreibungen der Feature Accounts erschließt sich schnell, wie man an ihren Wettbewerben teilnehmen kann.

5. Caption – Die Bildbeschreibung

In Instagram geht es um Bilder, doch manchmal auch um ein bisschen Text. Viele Nutzer fügen ihren Fotos schöne Worte hinzu, manche erzählen die Geschichte der Bild-Entstehung, andere schreiben sogar Gedichte. Lesen lohnt sich, auch wegen der kreativen Hashtags. Denn Hashtags zu erfinden, ist auch erlaubt.

6. Kontinuität – Die eigene Sprache finden

south pier – by @jameasons –

south pier – by @jameasons – James

Nutzer werden in der Regel auf Sie aufmerksam, weil ihnen ein bestimmtes Foto gefällt. Versuchen Sie deshalb schnell, einen Stil zu finden, den Sie und Ihre Follower mögen. Besonders zu Beginn ist es wichtig, ein wenig zu experimentieren. Finden Sie heraus, welche Art Bild diejenigen Nutzer anzieht, die Sie sich für Ihre Galerie wünschen. Wie ein solcher Stil aussehen kann, lernt man am besten von erfahrenen Instagramern.

Bonus: Unsere Favoriten

Ich bin erst seit zwei Wochen in Instagram unterwegs und habe schon eine Menge spannender Galerien gefunden. Zwei davon, die unseren Followern gehören, möchte ich gerne mit Ihnen teilen. Gefunden habe ich Sie auf der Suche nach Fotos, die Geschichten erzählen.

 

good night – by @jameasons – James

good night – by @jameasons – James

@jameasons fängt Menschen, Orte und Stimmungen ein und gibt Ihnen einen ganz eigenen Look. Mir gefällt, dass er seine Motive nicht künstlich inszeniert. #streetphotography bedeutet, wie ein Dokumentarfilmer auf  Lauer zu liegen und auf den perfekten Moment zu warten. Das Leben liefert die besten Motive. Außerdem hat James ein Auge für Farbe und Licht. Highlights, die das Look and Feel seiner Bilder  besonders interessant machen.

Mein zweiter Favorit: @infamous.sevens. Eine weitere eindrucksvolle Galerie mit #streetfotography und #architecture. Er gibt seinen Bildern eine einzigartige Stimmung. Durch interessante Perspektiven lässt er alltägliche Orte besonders aussehen und Licht ist immer Teil der Geschichte und ein Farbenfest.

Statten Sie den beiden einen Besuch ab und folgen Sie ihnen. Es lohnt sich! Fotos sind nicht weit entfernt vom bewegten Bild. Auch in Ihrem nächsten Video lassen sich Geschichten mit Licht und Schatten, Gesichtern und Orten erzählen.

Nur nette Menschen

Instagram ist eine freundliche und höfliche Community. Bedanken Sie sich für Kommentare anderer Nutzer. Folgen Sie treuen und engagierten Followern zurück. Bleiben Sie immer freundlich, wenn Sie das Bild eines andern Nutzers kommentieren. So bleibt die Instagram-Erfahrung eine Bereicherung des Tages.

Sind Sie bereit Ihre Geschichte auf der Höhlenwand des Internets zu erzählen? Dann Treffen wir uns doch in Instagram @koefisocial! Wenn Sie jetzt noch Fragen haben zu Bildauswahl und Gestaltung, Hashtags, Netiquette und all den anderen Dingen rund um Instagram, freue ich mich, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen.

 

Übrigens! Instagram ermöglicht es seit dieser Woche mit mehr als nur einem Account eingeloggt zu sein. Es gibt jetzt also keine Ausreden mehr 😉

Noch Fragen? Ruft an oder hinterlasst einen Kommentar.

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Quelle Beitragsbild: Chauvet Hölen: Pferde – Thomas T. – Etologic horse study, Chauvet´s Cave Uploaded by FunkMonk, CC BY-SA 2.0, https-::commons.wikimedia.org:w:index.php?curid=16624436

 

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CoSchedule – Schnell und einfach Content planen

Der Markt ist überflutet von mehr oder weniger nützlichen Werkzeugen, mit denen man das eigene Content Marketing in den Griff bekommen kann.
Selten sind diese Werkzeug genau auf den eigenen Bedarf zugeschnitten.
Sind sie es dann doch, ist der Preis meist exorbitant und kann nicht von einem kleinen Unternehmen gestemmt werden.
Deshalb war unsere Freude groß, als wir vor einem Monat das Planungstool CoSchedule entdeckt haben.

Schneller Einstieg in CoSchedule

CoSchedule macht es einem sehr leicht die WebApp zu nutzen. Mit einem kleinen Quiz auf der Landing Page wird ermittelt, welches Paket für den Nutzer am sinnvollsten ist.
Dann kann es gleich los gehen, ohne Kreditkarteneinsatz, 14 Tage lang – kostenlos.
CoSchedule begleitet den User mit cleveren How-To’s, einem Tutorium, und einem sehr ausgiebigem Email-Workshop mit einer Vielzahl von Lektionen und Arbeitsblättern. Man lernt eine Content Marketing Strategie zu erstellen und diese Strategie mit CoSchedule zu planen und durchzuführen. Die Blog-Posts zu den Themen Social Media und Blogging sind aktuell und sehr interessant.
Herausragend ist auch der Kundenservice. Der Support reagiert sehr schnell auf Anfragen und Anregungen und ist kompetent.
Ebenso schnell: die Installation des WordPress PlugIns. Dieses PlugIn ist die wahre Stärke von CoSchedule. Content kann aus der WebApp direkt auf WordPress gestellt werden. Umgekehrt kann aus WordPress heraus direkt die Ausspielung auf den Social-Media-Kanälen erledigt werden.

CoSchedules Social Queue wird nahtlos in WordPress integriert

So sieht das PlugIn von CoSchedule in WordPress aus. Unter jedem Blogpost lässt sich die Ausspielung des Blogs direkt planen. Auch Tasks an die Team-Mitglieder, wie zum Beispiel „Bitte Bilder einfügen“, oder „Bitte gegenlesen“, können direkt von hier vergeben werden.

Erstellen eines Kalendereintrags

In der klassischen Kalenderansicht kann per Klick ein neuer Eintrag vorgenommen werden. Dabei gibt es 6 Optionen:

  1. Note: Der kurze Notiz-Eintrag ist nur für den Ersteller sichtbar, kann aber auch öffentlich gemacht werden.
  2. Task: Aufgaben erstellen für den Ersteller oder die Team-Mitglieder – unabhängig von einem geplanten Beitrag.
  3. Event: Herkömmlicher Kalendereintrag. Bei uns oft Platzhalter für den Content- oder Social Media Eintrag den wir später zu diesem Event erstellen.
  4. Social Media Post: Ein einzelner Post in einem der zuvor festgelegten Social Media Kanäle. Derzeit sind das Facebook, Twitter, Tumblr, LinkedIn und Google+.
    Besonders schön: Es gibt die Option, einen alten WordPress Beitrag automatisch in das Tool zu laden und erneut auszuspielen.
  5. WordPress: Legt ein neues WordPress-Projekt an. Dieses Projekt kann dann direkt in WordPress bearbeitet werden. Die Ausspielung auf den Social Media Kanälen ist dabei sowohl von WordPress, als auch aus der WebApp von CoSchedule möglich.
  6. Content: Hier lassen sich Bilder, Videos, Evernotes, Texte und GoogleDocs sammeln, um daraus einen Blogeintrag zu erstellen, oder Social Media Posts zu schreiben. Die Erstellung eines Blogeintrags in WordPress ist dabei mit einem Knopfdruck erledigt.
So einfach erstellt man in CoSchedule einen neuen Eintrag

Die sechs Möglichkeiten einen Kalendereintrag zu erstellen: Blogeintrag für WordPress, Nachricht für Social Media, Sammlung von Inhalten, Ereignis, Notiz und Aufgabe.

Die „Social Queue“ und der „Social Helper“

Inhalte müssen immer auch in den Sozialen Medien verbreitet werden. CoSchedule hat deswegen die „Social Queue“ direkt in die Content-Maske integriert.
Über die „Social Queue“ lässt sich die Ausspielung aller Inhalte in die Sozialen Medien präzise planen. Dabei stehen zwei Modi zur Verfügung: Das Planen relativ zum Veröffentlichungsdatum und das Planen nach konkreten Daten. Vorteil der ersten Variante: Verschiebt man den Beitrag, wird automatisch die Ausspielung an das neue Veröffentlichungsdatum angepasst.
Viele Inhalte werden mehrmals ausgespielt. Hierfür gibt es den „Social Helper“: Hier lassen sich Textbausteine erstellen, die über ein Drop-Down Menu in die verschiedenen Beiträge eingefügt werden können. Das spart Zeit und sorgt für Konsistenz.
Die vorgegebenen Social Helper Title{title},Permalink{permalink} & Excerpt{excerpt} werden von CoSchedule dabei schon sinnvoll in die Masken der einzelnen Post eingepflegt.

 

Social Helper und die Social Queue vereinfachen die Planung

Die „Social Queue“ und die „Social Helpers“ machen die Planung von Beiträgen für die Sozialen Medien schnell und einfach.

Teamarbeit

Der gesamte Prozess von der Idee bis zur Verbreitung des Beitrages kann aus der WebApp heraus gesteuert werden. Im „Team Marketing Abo“, das wir nutzen, kann man mit 5 Team-Mitgliedern an einem Kalender arbeiten. Hierbei lassen sich von allen Mitgliedern Aufgaben (Tasks)  für die anderen erstellen. Diese werden auf Wunsch per Email-Alert versandt und sind prominent auf dem Dashboard des Nutzers sichtbar. Besonders Praktisch: Für sich wiederholende Aufgaben kann man eine Vorlage anlegen.
Kollektives Arbeiten und Abnahmezyklen werden einem so sehr einfach gemacht und die notwendigen Schritte sind neuen Team-Mitgliedern schnell erklärt.

Zusammenarbeit wird mit der Teamfunktion in CoSchedule leicht gemacht

Die Team-Funktionen ermöglichen das Vergeben von Aufgaben an andere Team-Mitglieder.

Workflow in CoSchedule

Startet man eine neue Kampagne, kann jeder im Team jederzeit relevante Inhalte in den Content Tab der Kampagne einspeisen. Der Projektverantwortliche kann über die Tasks verschiedene Arbeiten koordinieren und zeitgerecht einfordern. Vom ersten Moment ist eine Planung des Kampagnen-Starts und der Ausspielung in den verschiedenen Social Media Kanälen übersichtlich darstellbar.

Auf diese Weise stellt man von Anfang an sicher, dass alle Bilder, Video und Texte rechtzeitig vorhanden sind und direkt nach der Abnahme durch den Redakteur komplett eingepflegt werden können. Am Tag der Ausspielung ist keine Aktion mehr notwendig.
Durch die übersichtliche und vollständige Sammlung aller Inhalte, lassen sie sich  sinnvoll auf Kanäle verteilen und vor allem: wieder verwerten.

 

Ausblick: Was fehlt?
  • Toll für englische Blogger ist der „Headline-Analyzer“. Wir würden uns wünschen, dass dieser auch in einer deutschen Version erscheint.
  • Neben GoogleDocs wäre natürlich auch eine Einbindung andere Dokumente wünschenswert. Insbesondere die Produkte einer kleine Firma aus Redmond, Washington würden wir uns wünschen.
  • Bisher nur für Google Chrome gibt es ein AddOn, das ähnlich wie Buffer fremden Content in den Kalender einfügt. Großartig für die Content-Kuration. Hoffentlich auch bald für Mozilla Firefox und andere Browser verfügbar.
  • Beiträge für die Sozial Media Kanäle lassen sich nicht per Drag&Drop erneut ausspielen.
  • Wünschenswert wäre die Möglichkeit, ein Programm für die „Social Queue“ als Vorlage zu speichern, um sicher zu stellen, dass die Beiträge zuverlässig auf die selbe Art vertrieben werden.

Wanna know more? Listen to the man himself – Garrett Moon von CoSchedule:

Ausprobieren: CoSchedule: Editorial Calender für WordPress

Fragen zur WebApp und deren Bedienung?
Kommentiert und wir helfen gerne weiter.

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