Regisseur

Filmjobs hinter der Kamera – Regisseur – Der, der den Kopf hinhält

Johannes Duncker ist ein gebildeter und behutsamer Mann. Er wählt – wenn möglich – die Differenzierung. Johannes Duncker ist Regisseur und leitet das Kölner Kurzfilmfestival. Ich treffe ihn in unserer Redaktion in Düsseldorf. Dort arbeitet er gerade am Drehbuch für einen Imagefilm einer großen deutschen Bank. Der Film muss das Briefing abbilden und besondere, überraschende Momente enthalten. Das ist das, was ihn und uns verbindet: das Wissen um die Macht des Unvorhersehbaren im Film.

Gespräch mit einem Regisseur

Holger Koenig: Unvorhersehbares! Das gehört zu Deinem Beruf als Regisseur, richtig?

Johannes Duncker: Ich sage lieber Filmemacher. Das klingt bodenständiger und umschreibt fast besser die handwerkliche Komponente des Berufs. Was ich generell schön finde am Beruf eines Regisseurs: Dass man mit vielen Themenfeldern in Berührung kommt, dass man je nach Film immer wieder einen neuen Fokus hat, und sich auch innerhalb der Arbeit mit den unterschiedlichen Departments arrangieren muss. Ein Regisseur beschäftigt sich parallel mit Kameraarbeit, Kostüm, Buch, Schauspielern, Locations.
HK: Wen rufst Du an, wenn du einen Auftrag bekommst?
Johannes Duncker: Den Drehbuchautoren, um zu erfahren, was hinter seiner Idee steckt. Dann überlegt man zusammen mit der Produktion, wie man diese Idee umsetzen kann. Danach beginnt man mit den Heads of Department zu sprechen. Für mich ganz wichtig: die Zusammenarbeit mit dem Kameramann. Da mache ich die wenigsten Kompromisse bei der Zusammenstellung des Teams. Letzten Endes besteht das Drehbuch nur aus Worten auf einem Papier. Die Kunst des Regisseurs ist es, diese Worte, diese Ideen mit einem fähigen Team umsetzen in einzelne Bilder, in einzelne Schnitte, in einen Film. Man muss die Fäden in der Hand behalten und gleichzeitig ist es auch wichtig, den Spezialisten zuzuhören – Beleuchter, VFX-Artists, Kostümbildner, Komponisten, Szenenbildner. Das sind ja Leute mit immenser Berufserfahrung. Das hört sich erstmal etwas unübersichtlich an, aber man muss sagen: Je mehr Input von Kreativen, desto besser der Film – vorausgesetzt, einer – und zwar der Regisseur – führt und hält den Kopf hin, wenn es scheiße wird. Klar, je größer das Projekt, desto höher ist dann natürlich auch der Druck.

Schleiles Heim - Koenigsfilm - 14-02-1013

HK: Darauf ist man aber doch als Filmemacher eingestellt, oder?
Johannes Duncker: Du weisst aber nie, woher die Überraschung kommt. Manchmal hat der Schauspieler einen schlechten Tag. Oder im Hintergrund fährt ein Zug durchs Bild, der eigentlich nicht da sein sollte. Oder es gibt technische Probleme. Aber da sind natürlich auch immer schöne Momente, ich nenne sie „Lucky Accidents“. Wenn sich etwas Unvorhergesehenes auf einmal positiv für den Film verwenden lässt. Dann muss man schnell genug schalten.
HK: Da ist es wieder, das Unvorhersehbare… Sind Magic Moments beim Drehen Glückssache?
Johannes Duncker: Diese Momente gibt es und die lassen sich auch generieren – bei Schauspielern hat man das oft, dass jemand eine kleine Sache macht und man denkt sich: genau so. Auf einmal ist ein Quäntchen mehr da, etwas, dass in der Probe noch nicht geschah. Da hat man durchaus das Gefühl, dass etwas Magisches passiert. Man muss aber konzentriert genug sein, um das wahr zu nehmen.
HK: Das würden nicht alle Regisseure sagen, wie wichtig das Team ist …
Johannes Duncker: Die Selbstvermarktung spielt natürlich eine Rolle. Da geht es dann auch um Wiedererkennbarkeit. Der Zuschauer soll erkennen: Okay, das ist ein Film von Wes Anderson! Und das möglichst nach einer Minute oder zwei. An der Kinokasse ziehen die großen Namen der Stars und Regisseure.
HK: Woran erkennt man Deine Filme?
Johannes Duncker: Ich glaube, ich konzentriere mich stark auf das Visuelle. Das klingt erstmal banal und selbstverständlich, ist aber komplexer als der Laie denkt. Für mich ist das Bild sehr wichtig, die genaue Überlegung, wie die Kamera erzählen kann, wie das Bild erzählen kann, wie man ohne Dialog eine Story erzählen kann. Ich glaube, dass das etwas ist, was zur Zeit zu wenig Beachtung findet, weil es natürlich viel einfacher ist, über Dialoge zu erzählen. Das Erzählen über Bilder ist sehr mächtig, deswegen eine große Kunst und die ist nicht so einfach zu meistern.

Die Kunst, mit großen Bildern zu erzählen

HK: Das sollte Film doch eigentlich können: Mit Bildern erzählen und Dialog zur Unterstützung verwenden. Sonst wäre es ja bebildertes Radio…
Johannes Duncker: Auf jeden Fall glaube ich, dass vor der Einführung des Tonfilms die Kunst des bildlichen Erzählens auf einem anderen Niveau war. Der Ton hat natürlich andere Vorteile gebracht und der Dialog erst recht. Und dadurch ist es eben auch möglich, dass man heute Netflix guckt und nebenbei den Social-Media-Verpflichtungen nachgeht und gleichzeitig auf dem Tablet noch eine zweite Serie guckt. Eine Situation also, in der man mehr über den Ton wahrnimmt. Was geschwächt wird dadurch, ist die Bereitschaft, sich auf eine Kunst einzulassen, die über große Bilder erzählt.
HK: Du lässt dich aber nicht davon beeindrucken und erzählst weiterhin lieber mit Bildern.
Johannes Duncker: Klar, auf jeden Fall. Ich glaube, dass es dafür genug Platz gibt und die Zuschauer genau das sehen wollen: große Bilder. Dann wollen sie sich gar nicht mehr mit dem Second Screen beschäftigen. Natürlich nutzen wir alle Möglichkeiten des Sound-Designs, der Komposition und des Dialogs. Die unterstützen das Bild erheblich. Egal, ob zurückhaltend oder orchestral. Stanley Kubrick ist ein Regisseur, der das einfach beherrscht hat, jemand, der es geschafft hat, Geschichten zu erzählen mit großer Tiefe. „2001“ habe ich zum ersten Mal als billige Raubkopie gesehen und war trotzdem total beeindruckt. Ich dachte: ‚Ich weiß nicht, was ich da gerade gesehen habe, aber es war grandios.’

Oder Wes Anderson, auch ein Bilderzähler. Da habe ich einfach Spaß dran. Manchmal sind das einfach nur schöne Bilder, manchmal wiederholt er sich auch, macht aber nichts. Oder jemand wie David Fincher: Wenn man seine Filme sieht, hat man den Eindruck, alles läuft wie ein Uhrwerk, sehr präzise, alles am richtigen Platz – das finde ich beeindruckend.

Wen ich auf jeden Fall auch noch nennen muss, sind die Coen Brüder. Die schaffen eine tolle Balance von absurder Unterhaltung, einzigartigen Bildern und besonderen Figuren. Das Visuelle ist wichtig, interessante Figuren aber auch. Das Kino ist ganz groß darin, von interessanten Charakteren zu erzählen, die man kennenlernen will, wie „A serious man“.

Mehr Mut für Filmkunst im Content Marketing

HK: Wie kann man das rüberziehen in den Film im Content Marketing?
Johannes Duncker: Auch da geht es nicht mehr nur darum, sein Produkt oder das Unternehmen zu zeigen. Man muss Geschichten erzählen, die die Leute fesseln, mitnehmen, die so gut sind, dass sie weiterempfohlen werden. Und das funktioniert nur, wenn man interessante Geschichten, besondere Figuren und faszinierende Bilder hat. Insofern gibt es keinen Unterschied zum Kino. Man muss es nur verstehen.
HK: Kriegt man die Freiheiten als Autor und Regisseur?
Johannes Duncker: Ja, wenn man es schafft, von Anfang an zu vermitteln, wie der Film aussehen kann. Kunden, die ungeübt sind in der Herstellung von Filmen, kann man durchaus vermitteln, warum eine Film-Idee funktioniert und warum eine andere nicht.
HK: Stichwort: „Chronologisch erzählen“. Im Spielfilm üblich, es nicht zu tun, in Industrieproduktionen ist den Auftraggebern schwer zu vermitteln, welche Faszination des Unvorhersehbare für die Zuschauer hat, dass man es erschaffen muss, für einen erfolgreichen Film.
Johannes Duncker: Ich glaube, dass da manchmal einfach der Mut fehlt zu sagen: Vielleicht versteht es mal einer nicht, aber das ist nicht so schlimm. Solange das Interesse geweckt ist, sich weiter mit dem Inhalt und der Botschaft zu beschäftigen, ist schon alles gewonnen! Die Zuschauer sind geübte Filmkonsumenten. Die merken, wenn ein Film gut ist oder wenn ihnen irgendetwas untergeschoben werden soll. Dann sind sie weg. Das Unvorhersehbare macht den Unterschied.
HK: Was war denn der unvorhersehbarste Film, den Du gemacht hast?
Johannes Duncker: Ein Kurzfilm, den ich gemacht habe, der heißt: „When Namibia was a city“. Ein Film über einen türkischen Familienvater in Berlin, der mit seiner Rolle als Ernährer der Familie zu kämpfen hat, weil er im Ruhestand zuhause sitzt und die Frau arbeiten geht. Wir waren damit zum Beispiel auf den Hofer Filmtagen, ein alteingesessenes Festival in Deutschland, wir waren in Rio und haben in Istanbul einen Preis gewonnen. Der Film ist eine Mischung aus Dokumentation und Spielfilm. Wenn Du ganz wenig Geld hast, dann ist es natürlich schwierig, manche Dinge perfekt zu erzählen. Da konnten wir keine Location mieten und mussten den Film in der Wohnung des Hauptdarstellers drehen.

HK: Qualität im Film ist also abhängig vom Budget?
Johannes Duncker: Würde ich nicht so hundertprozentig unterschreiben. Eine gewisse Beschränkung der Mittel kann Kreativität auch fördern. Wenn mir jemand sagt: Erzähl mir einen Film, der in nur einem Raum spielt, mit zwei Menschen, und da muss eine Geige drin vorkommen, dann fängt es bei mir an zu rattern. Aber in der konkreten Ausführung muss man dann für alle Departments das nötige Budget haben. Egal, ob Fiction oder Non-Fiction. Für den Bayerischen Rundfunk habe ich das Buch für den Film „Zeitraum“ geschrieben und Regie geführt. In ein Haus in Potsdam konnten wir einen künstlichen Flur einbauen und hatten die Möglichkeit, das Haus, in dem der Film spielt, komplett nach unseren Vorstellungen auszustatten. Dafür braucht man Budget, der Film sieht dann aber auch nach was aus. Von daher: Es stimmt doch: Qualität im Film braucht Budget, Filmleute sind Spezialisten und werden auch so bezahlt.

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HK: Würdest Du jemandem abraten, der Regisseur werden will?
Johannes Duncker: Nein. Auf keinen Fall. Aber man muss bereit sein, sich auf ein gewisses Leben einzustellen. Man arbeitet eben von Projekt zu Projekt. Das kann sehr viel Freude bereiten, etwas zu erschaffen und gleichzeitig frustrierend, immer wieder von vorn zu beginnen.
HK: Deine Wahl ist auch klar, wenn Du dich für Geld oder Ruhm entscheiden solltest?
Johannes Duncker:… lange Stille … Kommt das eine nicht automatisch mit dem anderen? War das nicht irgendwie so? … wieder Stille … Ich glaube, dann doch lieber Ruhm.

Out-Take:
HK: Wir spielen „Drei Fragen, drei Sätze“. Auf jede Frage kannst Du mit einem Satz antworten. Türkisch für Westfalen? JD: Ich weiß nicht, was ich Dir darauf sagen soll. HK: Aber Du bist doch in Westfalen geboren, oder? JD: Ich bin in Westfalen geboren, ja! HK: Und Du bist doch dann umgezogen, in die Türkei, hast dort gelebt und bist dort zur Schule gegangen. JD: Ja, richtig, genau! HK: Das hätte jetzt eine Vorlage sein können, ein kleiner Einstieg in Deinen Lebenslauf. JD: Das habe ich gecheckt, aber was soll ich in einem Satz dazu sagen? HK: Und zu Eskimofrosch? JD: Das habe ich auch gecheckt, wegen meines Films. HK: Was ist das für ein Film? JD: Das war der zweite Film, den ich gemacht habe, in Istanbul, mit Freunden vor der Kamera. Es geht darum, dass man etwas Unvorhersehbares macht, indem man einfach zwei Worte miteinander kombiniert, die noch nie vorher jemand in dieser Kombination gesagt hat, wie zum Beispiel: Eskimofrosch.

Mehr Filmjobs hinter der Kamera bei uns im Blog: VFX-Artist, Komponist, Kameramann

filmjobs hinter der kamera vfx

Filmjobs hinter der Kamera – VFX – Der Herr der Effekte

Nach ein paar Minuten Gespräch über VFX in unserer Redaktion sagt er:

„Deswegen packe ich manchmal meine Kamera ein, oder meine Drohne und denk mir dann irgendwie schöne Bilder aus.“

Und schöne Bilder braucht Heinrich Maas. Damit er tun kann, was er am besten kann: Er ist Compositing Artist und VFX Supervisor. Mit Heinrich kann man wunderbar zusammen arbeiten und – über seinen Job reden.

Gespräch mit einem VFX-Supervisor

Heinrich Maas, geboren in Kasachstan, ausgebildet in Berlin, lebt in Frankfurt und arbeitet für internationale Filmproduktionen ebenso wie für viele „Tatort“-Folgen. Das erwähnt er aber nur, wenn man ihn etwas drängt. Deswegen beginnt unser Gespräch mit einer Frage in diese Richtung, die er aber überraschend anders beantwortet: Was war denn Dein schönstes Projekt?

Heinrich Maas: Das Schönste für mich, also das, was am meisten Spaß macht, ist nicht unbedingt das, was am Ende dabei herauskommt. Viel wichtiger ist das Umfeld, sind die Arbeitsbedingungen und die Kollegen. „Cloud Atlas“ ist das Projekt, das mir bisher am meisten Spaß gemacht hat. Der Kunde war sehr anspruchsvoll, wollte hohe Qualität, auch in den Details. Das macht wirklich Spaß, wenn man so gefordert wird. Ich war von Beginn an dabei als Lead Compositing Artist. Wir haben insgesamt 50 Shots bekommen, die wir bearbeiten mussten. Mein Job war die Compositer anzuleiten und auch die 3D-Abteilung ein wenig zu führen.

Details, die man sieht, aber nicht entdeckt

Holger Koenig: 50 Shots klingt nach ’ner Menge Arbeit. Was waren das denn für Aufgaben?
Heinrich Maas: Das Interessante daran war die Bandbreite. Das fing an mit Maskenretusche. Wenn irgendetwas am Set nicht geklappt hat, haben wir das gefixt. Dazu kamen Matte Paintings, die wir hergestellt und eingebaut haben, plus 3D-animierte futuristische oder altertümliche Waffen, die wir eingebaut haben. Also es war sehr umfangreich, sehr abwechslungsreich. Deswegen auch das schönste Projekt bisher.

HK: Du sagst, Du warst von Beginn an dabei. Wie groß ist dann der Einfluss des Lead Compositing Artist auf den Film?
Heinrich Maas: Bei so einem Filmprojekt bespricht man, wie man die Szenen im Drehbuch lösen kann. Daraufhin werden ein Storyboard erstellt und ein Animatic und dann wird gefilmt. Die Filmsequenzen sind das Grundmaterial. Die Compositing Crew baut dann die Animationen ein, oder was auch immer gewünscht ist. Viele Dinge, die kleinen wichtigen Details, an denen wir arbeiten, entdeckt man gar nicht als Zuschauer im Kino, obwohl man sie sieht.
HK: Da gibt’s ’ne wunderbare Lösung. Wir schauen mal in Dein Showreel …

Die extrem Kreativen in der Filmproduktion

HK: Ein Drehbuch ist eben nur ein Drehbuch. Hast Du Spielräume, wenn die kreative Arbeit beginnt? Ist es möglich, dass Du eine futuristische Waffe zum Beispiel anders baust, als sie mal besprochen war?
Heinrich Maas: Das kommt sehr häufig vor. Das kommt sogar in den meisten Fällen vor, dass man den kreativen Prozess des Drehbuchautors oder des Regisseurs mit beeinflussen kann. Wir VFX-Artists sind ja auch die extrem Kreativen bei einem Film und man kann wirklich mitbestimmen. Bei großen Produktionen, wie von Warner Brothers oder Universal, da hat man nicht sehr viel Freiheit, aber bei kleineren, bei deutschen Produktionen, wie ARD-Produktionen oder so, da hat man wirklich sehr viel Freiheit. Auch wenn man schon über das Drehbuch hinaus ist und dann anfängt, an dem Material herumzubasteln und selber merkt, das macht so keinen Sinn oder das sieht anders vielleicht besser aus. Dann kann man das vorschlagen. In den meisten Fällen wird das sogar gut angenommen und so umgesetzt.

HK: Ist das für Dich ein wichtiger Aspekt des Berufes?
Heinrich Maas: Nein, nicht wirklich. Es ist ebenso eine Herausforderung, etwas exakt so umzusetzen, wie der Regisseur sich das vorstellt. In Projekten, an denen nichts zu rütteln ist und man genau nach Plan umsetzen muss, lernt man viel und kann das wiederum für die stärker kreativ orientierten Projekte nutzen. Aber, wie gesagt, die Mischung macht’s.

filmjobs hinter der kamera vfx

Heinrich Maas: So sieht der Arbeitsplatz eines VFX-Artists aus

Projekte, die Heinrich besonders Spaß gemacht haben

Cloud Atlas

HK: Du hast „Cloud Atlas“ erwähnt als ein Projekt, das Dir am meisten Spaß gemacht hat. Welches war denn das Schwierigste, eines, dass Dich wirklich an die Grenzen Deines Könnens gebracht hat?
Heinrich Maas: Schwierig sind wirklich die Projekte für die größeren Studios. Und da geht’s immer um die Feinheiten. 80% des Ziels erreicht man immer in 50% der Zeit, die man zur Verfügung hat. Und dann braucht man für die letzten 20% – für die Schleiferei sozusagen – nochmal 50% der Zeit. Es geht dann um solche Sachen, wie dass der Grain stimmen muss. Wirklich: man gibt etwas ab, das sieht perfekt aus, man guckt sich das auf der Leinwand 5x an, es sieht gut aus und dann kommt der VFX-Supervisor des Projektes und sagt: „Ne! Das geht nicht, da sind drei Grain-Punkte, die bewegen sich langsamer als die anderen!“ Das sind immer diese Kleinigkeiten, die mich an Grenzen bringen, also dann muss man nochmal ran: Grain selber basteln und genau anpassen an den gefilmten Grain. Ich glaube, es gab wenige Projekte, die mich nicht an irgendwelche Grenzen gebracht haben. Und wenn ein Projekt mich nicht an meine Grenzen bringt, dann war es nicht erfolgreich, dann war es zu einfach. Das spricht sich rum. Ich kriege Projekte aus Los Angeles, die sonst wirklich nichts mit Deutschland zu tun haben. Die werden nicht hier produziert und die Leute in der Produktion wissen teilweise nicht mal, wo Deutschland liegt. Aber sie kommen trotzdem zu mir und wollen mit mir arbeiten, weil die Qualität gut ist und der Preis besser als bei einem VFX-Studio in L.A.

Märchenfilme: Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

HK: Wenn Du mal angeben müsstest, welches Projekt würdest Du da erwähnen als herausragend für Dich?
Heinrich Maas: Das ist schwierig, das gibt es nicht wirklich. Ich finde teilweise kleine Projekte wirklich herausragend. Sehr gerne habe ich an den Märchenfilmen für die ARD gearbeitet. Mit denen würde ich angeben, weil da am meisten Herzblut hineingeflossen ist. Ich glaube, ich habe schon zehn Stück mittlerweile gemacht: „Der Gestiefelte Kater“ war der erste Film aus der Reihe, an dem ich mitgewirkt habe, dann gab es „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ und „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“, es waren viele. Uns ist es geglückt, den Produzenten zu vermitteln, wie wichtig VFX ist, wie sehr VFX die Geschichte aufwerten kann und ich glaube, das ist so ein herausragender Punkt in meiner Arbeit, dass man einer ganzen Branche etwas vermitteln kann. Wie zum Beispiel bei „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“, da haben wir so einen Monstergeist gebaut in 3D und den animiert und mit ganz vielen leuchtenden Partikeln ausgestattet. Die Geschichte würde sonst nicht funktionieren, die könnte man nicht am Set lösen. Es gibt auch Szenen mit fliegenden Feuerbällen und Supereffekten, die man einfach am Set nicht umsetzen kann.

 Ohne VFX kommen viele Filme nicht mehr aus – ohne Film kommt Heinrich nicht mehr aus.

Heinrichs Traumprojekt

HK: Dein Traumprojekt. Was wolltest Du schon immer mal machen und dazu ist es bisher noch nicht gekommen?

Heinrich Maas: Muss es so etwas geben? Also es gibt viele Kollegen von mir, die sagen: ich wollte schon immer mal an einem Marvel-Film mitarbeiten. Die großen Projekte sind eigentlich super spannend und ich gucke mir die auch sehr gerne an. Aber: Ich sehe da nur Effekte, ich sehe da gar keine Geschichte mehr. Das ist die Arbeit eines großen Teams, damit werden die Aufgaben aber auch immer spezieller. Als Artist dazusitzen und ein halbes Jahr lang nur die Hand eines Charakters für den kompletten Film zu bearbeiten, da hätte ich auch keine Lust drauf. Deswegen ein Traumprojekt gibt es nicht, ich arbeite wirklich lieber an kleineren Projekten.

HK: Gibt es den Moment am Ende des Tages, in dem Du sagst: So, jetzt ist genug, jetzt muss ich mich aus der virtuellen Welt wieder in die reale begeben?
Heinrich Maas: Nein, leider ist es so, dass ich tatsächlich nach getaner Arbeit weitermache, weil ich immer mehr dazu lernen möchte. Aktuell habe ich angefangen, Virtual Reality zu machen. Deswegen packe ich manchmal meine Kamera ein, oder meine Drohne und denk mir dann irgendwelche schönen Bilder aus. Hier bei uns auf dem Dorf gibt es den Naturschutzbund, da filme ich oft und mache daraus einen schönen Film für irgendwelche Wettbewerbe. Das ist für mich der Ausgleich zur Arbeit: einen eigenen Film zu produzieren.

filmjobs hinter der kamera vfx

Heinrich Maas

 

Mehr Filmjobs hinter der Kamera bei uns im Blog: Regisseur, Komponist, Kameramann

bildbearbeitung für instagram

Bildbearbeitung für Instagram: Tipps & Tricks!

Letzte Woche in meinem Post So machen Sie die besten Fotos für Instagram habe ich darüber gesprochen, worauf ich achte, wenn ich Fotos für Instagram mache. Der zweite Schritt zum Erfolg ist die Bildbearbeitung für Instagram. Ich benutze dafür ausschließlich mein Handy. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Der Handyscreen ist der Ort, an dem das Foto am Ende betrachtet wird.
  2. Ich habe meine Tools für spontane Posts immer dabei.
  3. Handy-Apps sind intuitiv und erfordern keine Bildbearbeitungskenntnisse.

Meine Tipps zur Bildbearbeitung für Instagram

Zur Erinnerung: alle Fotos in meinem persönlichen Kanal @tonivisual und in unserem Koenigsfilm Kanal @koefisocial mache ich zu je ca. 50% mit meinem Handy (Samsung Galaxy s6) und einer Spiegelreflexkamera (Canon EOS 700D).
Zur Bearbeitung benutze ich VSCO (Android/iPhone), Snapseed (Android/iPhone), Android Nutzern könnten außerdem HandyPhoto und Aviary gefallen. iPhone-Nutzer sollten außerdem Mextures oder Superimpose eine Chance geben. Ausführliche technische Tutorials zur Bildbearbeitung für Instagram mit dem iPhone finden Sie hier.

 

Finden Sie Ihren Stil und bleiben Sie dabei!

Fiona aus Australien @talesofthetide teilt Impressionen aus ihrer Heimat in ihrem wunderschönen Feed.

Fiona aus Australien @talesofthetide teilt Impressionen aus ihrer Heimat in ihrem wunderschönen Feed.

Ein gutes Foto ist noch keine Garantie für neue Abonnenten. Entscheidend ist die Wirkung Ihrer gesamten Galerie, bei Instagram „Feed“ genannt. Die erfolgreichsten Instagram-Kanäle haben einen konsistenten Look und ein wiederkehrendes Thema.

Schöne Beispiele sind @niphisi, @talesofthetide und @lillalivetandme. Einer meiner Lieblingskanäle @javrri erreicht den Effekt, indem er Umgebungen und Protagonisten in seinen Fotos wiederkehren lässt. Alle bearbeiten ihre Fotos, sodass sie sich harmonisch nebeneinander einreihen.

Tipp: @javrri ist außerdem ein schönes Beispiel, wie man mit Instagram Geschichten erzählen kann!

Natürlich sind Ihrer Kreativität bei der Bearbeitung keine Grenzen gesetzt. Meine persönliche Erfahrung zeigt: weniger ist mehr.
Ich vermeide es, die Sättigung eines Fotos zu verändern. Schwarzweiß-Fotos nehme ich entweder direkt mit der Handy-Kamera auf oder ich benutze einen der vielen Filter in meinen Apps.
VSCO bietet neben unzähligen Filtern auch die Möglichkeit, Farbebenen hinzuzufügen, eine Funktion, mit der ich Fotos gerne einen monotoneren Look gebe. Interessant ist auch der Temperaturregler der Apps. Entscheiden Sie sich möglichst für eine Richtung. Allein dadurch lässt sich ein einheitlicher Look für Ihre Galerie erzielen.

 

 

Verstärken Sie den besten Teil Ihres Fotos

 

Originalfoto, Kornblumenfeld Canon 700d/18-135mm, unbearbeitet

Originalfoto, Kornblumenfeld Canon 700d/18-135mm, unbearbeitet

 

Instagrampost @tonivisual, bearbeitet in VSCO und Instagram

Instagram-Post @tonivisual, bearbeitet in VSCO und Instagram

 

Dieses Bild ist mein bisher erfolgreichster Instagram-Post. Besonders beliebt bei meinen Mit-Instagramern ist der goldene Schimmer, den die untergehende Sonne zaubert. Um ihn zu fotografieren, musste ich einen überbelichteten Himmel in Kauf nehmen und wollte das Foto zunächst gar nicht für Instagram verwenden. Doch für Instagram müssen Fotos nicht unbedingt technisch perfekt sein. Die App VSCO und die Bearbeitungstools von Instagram selbst haben in diesem Fall geholfen.

1. Filterauswahl: In diesem Fall habe ich einen Filter gewählt, der das Leuchten um die Blumen besinders verstärkt.

1. Filterauswahl:
In diesem Fall habe ich einen Filter gewählt, der das Leuchten um die Blumen besonders verstärkt.

2. Feinabstimmung - Hier bearbeite ich meist nur: Belichtung: +1 Kontrast: +1 Schärfe: +12 Helligkeit schützen: +6 Temperatur: +1

2. Feinabstimmung – Hier bearbeite ich meist nur:
Belichtung: +1
Kontrast: +1
Schärfe: +12
Helligkeit schützen: +6
Temperatur: +1

3. Farbe: Ein besonders effektive Methode Bildern einen einheitlichen Instagram-Look zu geben. Ich nutze am liebsten VSCO, aber andere Apps und IG selbst bieten diese Funktion auch an. Farbe: +4, um den goldenen Schimmer noch etwas wärmer erscheinen zu lassen. Schattenfarbe Blau: +2, um alle dunklen Bereich im Foto an die Blüten anzgleichen. Lichtfarbe Cremeweiß: +2 um den goldenen Schimmer auf den zu hellen Himmel zu übertragen.

3. Farbe:
Ein besonders effektive Methode, Bildern einen einheitlichen Instagram-Look zu geben. Ich nutze am liebsten VSCO, aber andere Apps und IG selbst bieten diese Funktion auch an.
Farbe: +4, um den goldenen Schimmer noch etwas wärmer erscheinen zu lassen.
Schattenfarbe Blau: +2, um alle dunklen Bereiche im Foto an die Blüten anzgleichen.
Lichtfarbe Cremeweiß: +2, um den goldenen Schimmer auf den zu hellen Himmel zu übertragen.

Nach dem Import in Instagram das Bild zuschneiden. ich mache dies gern erst in Instagram, da ich dort am ehesten einen Eindruck bekomme, wie das Bild meinen Abonnenten angezeigt wird.

Nach dem Import in Instagram schneide ich das Bild zu. Ich mache dies gerne erst in Instagram, da ich dort am ehesten einen Eindruck bekomme, wie das Bild meinen Abonnenten angezeigt wird.

Manchmal nutze ich zusätzlich zu meinen Apps noch Instagram selbst um meine Fotos zu bearbeiten. In diesem Fall hilft der Crema-Filter und die Feinabstimmung das Leuchten noch zu verstärken und den zu Hellen Himmel in eine schöne farbige Fläche zu verwandeln.

Manchmal nutze ich zusätzlich zu meinen Apps noch Instagram selbst, um meine Fotos zu bearbeiten. In diesem Fall hilft der Crema-Filter, um durch die Feinabstimmung das Leuchten zu verstärken und den zu hellen Himmel in eine schöne farbige Fläche zu verwandeln.

 

Tipp: Auch Instagram lässt sich zur reinen Fotobearbeitung nutzen. Stellen Sie bei Ihrem Handy einfach den Flugmodus ein, bevor Sie „Senden“ drücken und aktivieren Sie im Benutzermenü den Punkt „Originalfoto speichern“

 

Lassen Sie sich von der Community inspirieren

Instagram selbst ist eine nie versiegende Quelle für neue Ideen und Techniken. Viele Instagramer sind gerne bereit, ihre Tricks zu teilen. Anlässlich dieses Blogposts habe ich meine Mit-Instagramer gebeten, ihre Ideen zum Thema Bildbearbeitung für Instagram zu teilen. Vielen Dank, ihr Lieben, für die zahlreichen Antworten!

Hier eine kleine Auswahl dessen, was sie erzählt haben:

  • · @findinghalffull
    I love editing, although I don’t usually get too fancy with it. I rarely use filters or editing apps besides the ones included on my phone. But I enjoy the process of playing around with a photo and making subtle tweaks, like straightening it, cropping and adjusting the brightness and contrast. When I’m lucky, little changes make the original photo much better, or at least post-worthy. I get excited when I can take a photo that seemed pretty blah at first glance and turn it into something I want to share and that people respond to.

 

  • · squids_eye
    Hi I’m a big editing fan using VSCO and Mextures. I usually don’t edit within IG. When I start editing I might have an idea how I want the image to look but I’m easily led down another path . Good luck with your blog I’d be really interested to read it

 

  • · @francimetalli
    Hi Antonia! I love editing using apps like snapseed, picsart, IG filters, sometimes VSCO sometimes none. I do not have a project, I like to play around and then publish it when I like it. It is a recent interest for me, I take pictures just with my mobile and I know I still have to learn a lot. The gallery is not exactly planned, it’s mostly what catches my eye or something from my trips.

 

  • · 81kristen0013
    Good morning Toni! I tend to edit as little as possible for both of the accounts I manage. If I do editing, it is in IG. The functions I use are- brightness, straightening, cropping, & zoom. For the @81kristen0013– I have no rhyme or reason what I post, its what catches my eye. For @chathamarboretum-I post mostly trees & flowers that are on-campus, with the occasional wildlife & human model. I try to add educational tidbits or identifying tips when possible.

 

  • · patyjjm
    I love editing, I like playing around with lights and colours. Editing allows you to give a personal touch to each photo, especially if it goes to Instagram. I love cohesive feeds on IG but is hard to stick to one. For the past couple of months I tried out few styles on Instagram, but only this week I decided to go for a specific theme, which will be a sort of Frida Kahlo inspired ( I cannot disclose more details but my new theme is due to new projects coming up). I always edit in my cell phone. My favourite app until yesterday was VSCO for three main reasons: their filters are the best, it is easy to batch, the grid allow(ed) you to visualize your IG feed. Other tools I sporadically use are: snapSeed, Afterlight, ColorStory, oohh and just yesterday I found out about  Unum (I am already in love with her grid features). Regardless of the app I use, I always customize the filters, settings etc, and never use IG for editing, neither lightroom nor photoshop.
Eine schönes Beispiel, das @patyjjm mir für diesen Blog zur Verfügung gestellt hat. Das Ergebnis finden Sie in ihrem Instagram-Feed.

Eine schönes Beispiel, das @patyjjm mir für diesen Blog zur Verfügung gestellt hat. Das Ergebnis finden Sie in ihrem Instagram-Feed.

 

Hier eine Auflistung aller vorgestellten Apps für die Bildbearbeitung für Instagram:

 

Ich möchte nochmal allen lieben Instagramern danken, die mir erlaubt haben, ihre Tipps und Tricks für die Bildbearbeitung für Instagram zu teilen: @talesofthetide, @findinghalffull, @squids_eye, @francimetalli, @81kristen0013, @chathamarboretum und @patyjjm! Thank you so much! 😀

 

 

 

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die besten fotos für instagram

So machen Sie die besten Fotos für Instagram

Anfang Februar habe ich von unserem Einstieg bei Instagram berichtet und Maßnahmen geteilt, mit denen wir unserem Kanal den nötigen Schwung zum Start gegeben haben. Dazu gehörte: Gestaltung des Kanals, Hashtags, Bildbeschreibung, Gesamteindruck der Galerie und natürlich Fotos.

Instagram ist eine Plattform, um Bilder und deren Inhalt mit Hilfe von Nachbearbeitung, Hashtags und Bildbeschreibungen zu inszenieren. Das Foto ist dabei natürlich das Herz eines jeden Posts.

Deshalb zeige ich Ihnen jetzt, wie Sie die besten Fotos für Instagram machen.

Übrigens: alle Fotos in meinem persönlichen Kanal @tonivisual und in unserem kleineren Koenigsfilm Kanal @koefisocial mache ich zu je ca. 50% mit meinem Handy (Samsung Galaxy s6) und einer Spiegelreflexkamera (Canon EOS 700D). Zur Bearbeitung benutze ich ausschließlich Apps und Instagram selbst.

 

  1. Machen Sie Ihre Kamera zu einem festen Begleiter

Nehmen Sie ihre Kamera mit, egal, wohin Sie gehen. Zumindest die Kamera im Handy hat jeder immer dabei. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, sogar meine Spiegelreflexkamera immer dabei zu haben. Verpackt in einer schicken Tasche fällt sie niemandem auf. (z.B. http://shootbags.com/)
Ich musste zunächst auch Hemmungen abbauen, bei jeder Gelegenheit meine Kamera zu zücken und einfach drauf zu halten. Aber Sie und Ihre Kamera lernen sich so viel besser kennen! Wo war noch schnell der Button, um das Seitenverhältnis anzupassen? Wie bringe ich das Handy dazu, doch nicht überzubelichten? Wenn das richtige Motiv auftaucht, sind Sie vorbereitet.

  1. Viele, viele Fotos machen!

Ja, ich weiß! Sie denken jetzt sofort an den letzten Abend mit der Familie und an die Urlaubsfotos der Tante….die 1346 Urlaubsfotos!

Keine Sorge! Hier ein Tipp von @jjcommunity CEO Kevin Kuster (@kevinkuster): „Amateure zeigen all ihre Fotos, Profis nur ihre Besten!“

Ein Mantra, das man nicht oft genug wiederholen kann. Ihr Fotoblick ist wie ein Muskel, der trainiert werden kann! Machen Sie nie nur ein Foto von etwas. Wechseln Sie Perspektiven, die Entfernung zum Objekt und die Position des Objekts im Bild. Ich mache oft bis zu 20 Fotos von einem Objekt und wähle die besten Fotos für Instagram aus, bei denen mir Licht, Komposition, Schärfe und Farben am besten gefallen.

 

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Hier stimmt die Schärfe noch nicht hunderprozentig.

 

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Und hier ein Versuch, bei dem der Bildausschnitt noch nicht stimmt.

 

Hier das fertig bearbeitete Bild, das ich schließlich auf Instagram gepostet habe:

 

Um die besten Fotos für Instagram zu erstellen, versuche ich, mehrmals an einen Ort zurückzukehren. Das kann für Sie ein Baum am Wegrand sein, an dem Sie täglich mit dem Hund vorbeigehen.

Für mich war dieser Ort ein Mohnblumenfeld, das ich vor ca. zwei Wochen neben der Autobahn auf dem Weg zur Arbeit entdeckt habe. Die besten Fotos für Instagram entstehen durch viel Übung und Geduld.

 

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Eine Variation des Mohnblumenfeldes an einem bedeckten Tag.

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Das Mohnblumenfeld an einem sehr verregneten Tag.

Das Mohnblumenfeld bei einem Sonnenuntergang:

 

  1. Vertrauen Sie auf Ihr Auge, bevor Sie die Kamera benutzen

Die Instagram-Community liebt Details, die uns täglich über den Weg laufen, besondere Beobachtungen im Alltag, die in uns eine Emotion hervorrufen, sei es Belustigung, Staunen oder Freude. Interessante Kombinationen von Details und Begebenheiten auf der Straße können spannend und anregend sein.  Mit etwas Übung und Ausdauer lassen sich diese schön in Szene setzen. Und manchmal entstehen dabei durch Zufall die interessantesten Fotos.

Dieses Foto illustriert eine solche Zufallsbegebenheit besonders schön: Die Fotografin Rachel Nyssen wollte ursprünglich nur das Kaninchen fotografieren und die Frau ist ihr im wahrsten Sinne des Wortes ins Bild gelaufen. Erst beim Sortieren der Bilder entdeckte @rachelnyssen die Komik dahinter. 


Dieses Bild lebt von der zufälligen Spannung zwischen dem Motiv auf der Werbetafel und einem Obdachlosen, der gerade vorbei läuft.

 

  1. Schlechtes Wetter ist schön!

Instagram ist kein Katalog. Bilder, die unter nicht idealen Bedingungen entstanden sind, gewähren einen Einblick in die Geschichte dahinter. Nasswerden und Frieren lohnt sich da manchmal! Natürliches Licht ist an graueren Tagen besser für Fotos geeignet, da es nicht so starke Schatten wirft wie direktes Sonnenlicht. Gerade Handy-Kameras mögen keine starken Kontraste zwischen Hell und Dunkel.

Manche Instagramer widmen sogar ihren ganzen Kanal dem Regen.

 

5. Komposition

Ein Kapitel, über das manch einer sicherlich Seiten schreiben könnte.
Mit seinem quadratischen Format stellt Instagram ganz eigene Anforderung an den Fotografen. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, Fotos im Porträtformat (4:5) oder im Querformat zu posten, das Vorschaubild wird jedoch weiterhin als Quadrat angezeigt, von daher sind die besten Fotos für Instagram tatsächlich Bilder, die vor dem Posten auf Quadratformat geschnitten werden. Natürlich hält uns das nicht davon ab, andere Fotoformate zu benutzen, dennoch lohnt es sich, das quadratische Format immer zu berücksichtigen. Das winzige Vorschaubild ist es, das die Aufmerksamkeit des Betrachters zu unserer Galerie zieht.

Tipp: Instagram wählt bei nicht quadratischen Fotos immer die Bildmitte für die Vorschau.

Auch bei der Motivauswahl und der späteren Bearbeitung spielt das kleine Vorschaubild eine Rolle. Der Inhalt des Bildes muss leicht zu erfassen sein. Eine einheitliche Farbgebung sorgt zusätzlich dafür, dass das gesamte Quadrat zum Blickfang wird.

Für die besten Fotos für Instagram behalten Sie Folgendes immer im Hinterkopf:

Weniger ist mehr.

 

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