Unsere Praktikantin Johanna am Filmset

Abenteuer Filmset – Das erste Mal beim Filmdreh!

Unsere Praktikantin Johanna Thomé ist zum ersten Mal auf einem Filmset dabei und wird direkt ins kalte Wasser geschmissen. Sie berichtet hier von ihren Erfahrungen.

Die ersten Momente am Filmset sind wie eine unscharfe Kameraeinstellung. Personen wischen durch das Bild, alle stehen sich im Weg und es stellt sich partout kein Fokus ein. Bis dann der Moment kommt, in dem alles wie am Schnürchen läuft. Und all das wird dirigiert von einem Mann, bei dem alle Fäden zusammenlaufen – wie Paris oder Rom, wo alle Wege hinführen.

Holger führt Regie

 

Opfer müssen sein

Wir sind beim Niedersächsischen Studieninstitut NSI Hannover und drehen einen Film zum Thema Brandschutz. Es  ist mein erstes Mal an einem Filmset. Ich reise mit als Setrunnerin und Regieassistentin. Damit stehe ich ganz unten in der Nahrungskette und meine Aufgabe ist es, den kreativen Filmemachern den Rücken freizuhalten – komme, was wolle. Auch wenn ich dafür eine Stunde lang mit nur einem Schuh herumlaufe oder ein Feuerwehrauto zum Halten bringen muss.

Weil ich zwei Rollen gleichzeitig erfülle, muss ich den Ausdruck „sich für den Job zweiteilen“ wörtlich nehmen: In einer Sekunde halte ich den Monitor für den Regisseur und blocke den Verkehr, in der nächsten Sekunde muss ich Getränke für das Team holen und Komparsen für die folgende Szene vorbereiten. Jetzt muss ich auch noch den Komparsen erklären, wie man möglichst natürlich in einer Gruppe steht und wartet. Dabei bin ich laut meiner Familie die schlechteste Schauspielerin der Welt.

Unsere Praktikantin Johanna mit nur einem Schuh unterwegs auf dem Filmset von NSI

Besser als die Profis

Unser Problem heute: Die Komparsen stehen uns nur bis 14 Uhr zur Verfügung und erhalten außerdem zwischendurch ihre Prüfungsergebnisse. Die Komparsen sind eine unerfahrene Schülergruppe, aber zum allgemeinen Erstaunen streichen wir einen One-Taker nach dem anderen ein: in ihrer gespielten Panik rennen sie Stühle um und sich gegenseitig über den Haufen, beklagen sich nicht einmal über Stürze. Sie prallen alle wie fensterblinde Schwalben gegen die geschlossene Brandschutztür und schreien wie am Spieß, als sie den künstlichen Qualm entdecken. Sie sind besser als jeder Profi. Der blonde Jochen wird der Einfachheit halber Buddy genannt, weil er einfühlsam den Rollstuhlfahrer im Chaos beschützt. Denn Chaos brauchen wir für den Film. Und Tim wirk plötzlich ganz natürlich, als ihm die Rolle zugeteilt wird, einen im Smartphone vertieften Schüler zu spielen.

Komparssen betrachten am Filmset ihre Arbeit

Problem? – Gelöst!

Die Einstellung: eine 180° Kamerafahrt um einen der Schüler herum, kurzfristig entschieden, keine Zeit dafür Schienen für den Dolly aufzubauen. Uns bleibt nichts Anderes übrig, als uns einen Rollstuhl auszuleihen. Wir platzieren darauf den Kameramann mit Kamera und die Einstellung gelingt tatsächlich. Wir haben nur eine halbe Stunde Zeit für die Einstellung, unser Regisseur Holger Koenig bereitet parallel die Schüler auf die nächste Szene vor: „Ihr seid richtig gut, was One-Taker betrifft; jetzt nochmal einen und dann haben wir es.“ Das ist doch Motivation pur. Dann ist Drehschluss für die Schüler und alle klatschen. Top Leistung.

 

Schwitzen – auch ohne Feuer

Die Feuerwehr Hannover trifft am Filmset ein: sie fährt mit Leiterwagen und Löschzug vor, beeindruckend ist die Drehleiter. Die Männer sind gekleidet in dicker Feuerwehrmanngarnitur. Im Nachhinein bin ich überrascht, dass keiner von ihnen einen Hitzeschlag erlitten hat, obwohl ich den ganzen Nachmittag ihre von Schweiß geperlten Stirnen im Auge behalte. Wir drehen die Szene, in der die Feuerwehr in die Straße einfährt und punktgenau, wie für die Einstellung abgesprochen, vor dem Gebäude hält. Zusammen mit Martinshorn und dem Feueralarm des Gebäudes klingt es, als stünde der Weltuntergang bevor. Die Feuerwehrmänner halten tapfer den ganzen Nachmittag durch, während wir sie bitten, unterschiedliche Aktionen zu wiederholen und zu wiederholen und zu wiederholen, damit wir noch mehr Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln machen können.

Freiwillige Feuerwehr Hannover am Filmset für den Brandschutzfilm der NSI

Um Punkt 17:59 Uhr sind wir fertig. Wie vom Kunden gewünscht. Und dann gewinnen wir auch noch das Spiel gegen Nordirland.

Ein perfekter, wenn auch intensiver Tag.

 

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Der Klang des Gotthard hat sich mit dem Gotthard Basistunnel verändert

Der Klang des Gotthard

 

Liebeserklärung an einen Tunnel

Die Kette quietscht. „Heute Ruhetag“ verkündet das Schild am Hotel in Arth-Goldau. Ruhetag! Heute! Am Tag der Eröffnung. Über den Hintereingang geht’s dann doch in die Gaststube. Ob ich auch käme wegen des Gotthard, fragt mich die Wirtin. Der Enthusiasmus meiner Antwort steht in krassem Gegensatz zu ihrer Unaufgeregtheit. Man könnte den Eindruck haben, „die Dütsche“ begeistern sich mehr für das Projekt als die Schweizer selbst, zumindest hier im Kanton Schwyz. Aber das ist ein Irrtum.

Am nächsten Morgen taucht der Regen den Weg zum Bahnhof in einen Spraynebel. Gleich geht es los, gleich steige ich in den Zug, gleich fahren wir nach Süden, durch den Gotthard Basistunnel.
Was soll schon sein? 20 Minuten bei Dunkelheit durch eine Röhre fahren, was ist daran faszinierend? Die Geschwindigkeit? Die Machbarkeit?

 Altdorf

Der Klang der Röhre

Im Zug um mich herum befinden sich Menschen, die am Bau des Tunnels beteiligt waren. Sie alle waren schon drin, kennen den Staub dort und diesen sphärischen Ton. Ja, wirklich, der Gotthard hat einen eigenen Klang. Den konnte man während des Ausbaus hören, wenn man sich weit weg genug von Maschinen und Menschen der Transtec Gotthard bewegte. Wenn niemand sich regte, baute er sich der Ton langsam auf: ein kontinuierliches, bassiges Vibrieren der Luft. Man hörte in diesem Klang die Ewigkeit des Gesteins und erfuhr in diesem Moment, dass der Tunnel ein Nichts ist, im Vergleich zum Berg. Dann spürte man die Größe des Projektes und die eigene Bedeutungslosigkeit.

 

Der Klang des Zuges

Der Klang des Tunnels ist heute anders. Laute Gespräche, Lachen und Fachsimpeln füllen die Luft im Großraumwagen der SBB. Unser Zug nähert sich dem Nordportal. Dort gibt es einen Fahrbahnwechsel: vom Schottergleis auf eine, wie sie es nennen, Feste Fahrbahn. Diese Fahrbahn ist ein Schienenband von Weltklasse, in Beton gegossen, so genau wie kein anderes. Gleich fährt der Zug in die Röhre. Gibt’s dann einen Knall? Nein. Spürt man Druck bei der Einfahrt? Nein. Statt dessen ertönt Applaus von Frauen und Männer um mich herum, die stolz sind auf ihren Beitrag zum Gelingen. Neben mir sitzen Experten für Telekommunikation und messen die Stärke des Mobilfunknetzes. Sie wollen den Beweis erneut haben, obwohl die Funktion schon viele Male überprüft wurde. So sind die Leute hier, sie leben ihren Beruf. Ich sende ein Video-Tweet mit LTE-Geschwindigkeit aus einem Zug mit Hochgeschwindigkeit in die digitale Welt. Beeindruckend.

Der Klang des Projektes

Der Klang des Gotthard ist heute hypnotisch, wenn man sich von der Aufregung der Passagiere entfernt. Genauso wie das Bild, das man sieht. Danke Simon Geisler für das Wort. Die Lichtstreifen rühren von runden Lampen der Notbeleuchtung, verwischt durch die Geschwindigkeit des Zuges. Der wird dann langsamer, wir erreichen Bodio, alles aussteigen, fertig. Mein erster Gedanke: „So schnell? Und dafür der ganze Aufwand? Dafür Milliarden und 17 Jahre Bauzeit?“ Exakt. Dafür. Für unglaublichen Fahrkomfort, als ob der Zug schwebt.
Der Kontrast: Während ich diesen Blog schreibe, schraubt sich der Interregio weiter zum Gotthard-Scheiteltunnel hoch, in jeder Kurve rutscht mein Notebook zur Seite.
Und soviel Aufwand für Geschwindigkeit und Naturschutz. Der Klang des Gotthards ist eben auch der ungeheure Lärm von Güterzügen und 40-Tonnern auf der Straße. Die werden, jedenfalls zum größten Teil, in den Tunnel verbannt.

 

Der Klang des Dankes

Diejenigen, die um mich herum im Festzelt sitzen, schätzen Ernsthaftigkeit wenn es um ihre Arbeit geht. 2000 Planer, Ingenieure, Monteure und Projektverantwortliche haben die vergangenen Jahre mit und im Tunnel verbracht. Ihre Aufgabe war, so genau wie möglich zu arbeiten, damit nichts Unvorhergesehenes geschieht, bei Tempo 250 in der Röhre. Sie sind dabei bescheiden geblieben und freuen sich, als ein Gerücht die Runde macht: Die Doris kommt! Gemeint ist Doris Leuthard, Bundesrätin für Verkehr, die Schweizer Verkehrs-Ministerin. Sie war gestern schon am Gotthard, begleitete die Staatsgäste bei der offiziellen Eröffnung. Jetzt bedankt sie sich: schnörkellos, authentisch, in Schwyzerdütsch. Und dann hört man einen neuen Klang am Gotthard: Standing ovations für eine Ministerin, von Menschen, die Danke sagen fürs Dankesagen.

Der Klang des Gotthard

Der Klang des Gotthard, das sind auch die Wasserfälle direkt am Bahnhof von Biasca. Wer in Zukunft schnell von Mailand nach Zürich fahren will, wird ihn verpassen. Ebenso das Schleifgeräusch der Waggonräder auf den Schienen der Wendetunnel, wenn sich der Zug bei Giornico mühsam in die Höhe schraubt. Das muss man mögen wie das Kratzen von Vinyl-Schallplatten, in Zukunft nur noch ein Genuss für Liebhaber. Ich werde ihn vermissen und freue mich gleichzeitig auf die  schnelle Verbindung nach Mailand. Bald von Zürich aus in gut zweieinhalb Stunden. Ein neuer, cooler Klang.

 

Gotthard-Basistunnel_Südportal

Behind the Scenes – Koenigsfilm im Gotthard Basistunnel

Heute wird der Gotthard Basistunnel eröffnet.

Unser international mit Awards ausgezeichnete Film „Mission Millimeter“ erzählt die Geschichte von zwei Bauleitern am Gotthard Basistunnel. Ihre heikelste Aufgabe war der Einbau von Hochgeschwindigkeitsweichen in die engen Tunnelröhren unter enormem Zeitdruck. Regisseur Martn Bondzio und Produzent Holger Koenig beschreiben was hinter den Kulissen geschah, um diesen Film unter extrem ungewöhnlichen Bedingungen herstellen zu können.

Wie kommt die Weiche in den Tunnel?
Eine von vielen Fragen, die Regisseur Martn Bondzio im Film „Mission Millimeter“ dokumentieren durfte.
Zur Eröffnung des #Gottardo2016 erzählt er von den ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen und spannenden Erlebnissen im längsten Eisenbahntunnel der Welt.

 

 


Ein besonderer Film für ein besonderes Projekt:
Holger Koenig – Produzent von „Mission Millimeter“- mit einem ganz persönlichen Rückblick auf die Dreharbeiten im Gotthard Basistunnel.

Die Belohnung für all die Mühen kommt morgen: Holger Koenig darf um 11:30Uhr als einer der ersten durch den heute eröffneten Gotthard Basistunnel mitfahren.
Von diesem einmaligen Erlebnis erzählt er am Freitag. Hier im Blog.

 

 

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Gotthard Basistunnel Beton-Shuttle

7 Jahre Filmproduktion im Basistunnel – Die Gotthard-Chronik Teil 2

Teil 2: Millimeter-Männer und Sonnenbrand im Tunnel

Am 1. Juni wird der Gotthard Basistunnel eröffnet. Dieses Jahrhundertprojekt hat mein Leben in den vergangenen 7 Jahren mitbestimmt. So, wie es das Leben von Tausenden anderer Menschen täglich geprägt hat – als Planer, Bauherren, Ingenieure, Projektleiter, Monteure und Filmproduzenten. Deshalb wage ich es, meine persönlichen Erfahrungen zu berichten, in Momentaufnahmen.

10. Dezember 2010

Wir trauen unseren Augen nicht: Ein schwarzer Adler kilometertief im Gotthard Basistunnel. Auf der Brust rot-weiss-rot gestreift, flattert er kontinuierlich im Wind. Die Kolonne der Monteure aus Österreich arbeitet im Gleisbau und hat stolz das Wappen gehisst. Sie sind die ersten vorn im Tunnel, arbeiten dort, wo es nur nackten Beton gibt. Heute weht ihnen und uns eine steife Brise entgegen. Die riesigen Ventilatoren, die für die Frischluftzufuhr sorgen, drehen besonders schnell. „Bewetterung“ ist der Fachausdruck dafür, „das nervt“ ist unsere Einschätzung dazu. Wir schützen uns mit Fleece-Jacken vor der Zugluft, abends haben wir allerdings einen Sonnenbrand im Gesicht. Die Luft ist voll kleiner Staubpartikel, die durch die Bewetterung beschleunigt durch die Röhre fliegen. Das Bombardement hinterlässt seine Spuren auf unserer Haut und überall auf der Technik. Es ist sehr, sehr warm im Tunnel, hervorgerufen durch den Druck von 2000 Metern Gestein über uns. 40 Grad herrschen normalerweise in den Tunnelröhren. Ohne Bewetterung könnte hier niemand arbeiten, aber selbst mit Tunnel-Klimaanlage fällt die Temperatur nie unter 25 Grad, dazu kommt die staubtrockene Luft. Ein paar Liter Trinkwasser pro Mann nehmen wir mit auf jede Schicht. Zu unserer Sicherheits-Ausrüstung gehören nicht nur Helm – ja, auch für den Kameramann – Sicherheitsschuhe und Baustellenbekleidung. Jeder von uns trägt auch einen Sender mit sich. So sehen die Männer in der Leitstelle genau, wer sich wo im Tunnel bewegt. Für den Notfall hat man uns auch den Selbstretter erklärt, den wir in einem Rucksack mitschleppen und der die Antwort auf die Frage ist: Was tun, wenn 20 Kilometer entfernt vom Tunnelausgang ein Brand entsteht…

23. Juni 2012

Überhaupt: Dieser Berg und dieser Tunnel verlangen jeden Tag 100% Konzentration und – das liest sich jetzt wirklich sperrig, muss aber so eingeleitet werden – Demut vor den Regeln. Niemals oben auf den Kopf der Schiene treten – man knickt schnell um und hat den Fuss in Gips. Schon passiert. Niemals mit dem Handy am Ohr Baustellen-Gleise überqueren – Loks sind leiser als man denkt. Schon gesehen. Und: Dieser Berg verlangt Einfühlungsvermögen und Demut von den Mitarbeitern und Ingenieuren, die jetzt hier leben. Kleine Schweizer Orte verwandeln sich rasend schnell in eine multinationale Gemeinde. Manche Deutsche leben inzwischen so lange in der Nähe der Baustelle am Basistunnel, dass sie sich eine Rückkehr nicht vorstellen wollen. Schweizerwerden kann man wahrscheinlich nicht ganz bewältigen, aber es gibt Möglichkeiten …

6. März 2013

Die Millimeter-Männer haben heute Zeit zu reden. Manche von Ihnen sehen wir in vielen Schichten im Basistunnel, aber kennen gelernt haben wir sie noch nicht. Das soll sich jetzt ändern. Georg Jaffke und Sebastian Reimann sorgen im Tunnel dafür, dass das Gleis so liegt, wie die Ingenieure es geplant haben. 57 Kilometer in jeder der zwei Röhren, mit einer Abweichung im Zehntelmillimeter Bereich, fest eingegossen in Beton. Wenn sich später herausstellt, dass etwa nicht stimmt, gibt es nur eins: Raus mit dem Zeug und nochmal beginnen. Was Jaffke und Reimann hier bauen nennt sich Feste Fahrbahn. Was sie in 4 Wochen vor sich haben ist noch viel komplizierter: Sie müssen Hochgeschwindigkeitsweichen in die enge Tunnelröhre einbauen, in drei Schichten, unter enormem Zeitdruck. Diesen Mega-Job sollen sie in einem Film erzählen. Ausgerechnet sie, die bescheidenen, stillen Bauleiter, die am liebsten nicht reden, sondern handeln! Aber der Projektleiter will es so. Er will die Story der Männer im Berg als Film…

18. Juni 2013

Die Sonne im Tessin brennt, die Halle ist gerammelt voll, mehrere Hundert Gäste feiern das Bergfest. Die Hälfte der Festen Fahrbahn ist gebaut, Qualität und Genauigkeit stimmen, die Stimmung ist ausgelassen, gleich hat der Film Premiere: Mission Millimeter. Ich bin nervös. Gedanken jagen mir durch den Kopf: „Vielleicht erzählen wir doch zu langsam? Finden Lederjacken-Monteure unsere Bilder gut? Was, wenn am Ende des Films erst Stille und dann verhalten-pflichtschuldiger Applaus kommen?“ Rückblende: Regisseur, Cutter und Producer ringen seit Tagen mit dem Material, den Erzählsträngen, den wunderschönen Einstellungen vom Weicheneinbau. Langsam schält sich der Film aus dem Material heraus. Aber nur langsam. Es ist harte Arbeit. Und da ist der Gotthard wieder im Spiel. Wenn man ernsthaft in ihm und mit ihm arbeitet, verlangt er alles ab. Langsam beginnen wir zu verstehen, warum der Berg für Schweizer immer der Anfang ist. Blende zurück in die Halle: In 18 Minuten weiß ich, wie die Männer den Film finden. Ich kenne jedes Bild, muss nicht auf den Screen schauen, blicke in die Gesichter der Zuschauer, versuche Reaktionen zu lesen. Und die kommen. Aber anders als gedacht. Ich sehe Männer „mit PiPi in den Augen“, wie sie es ausdrücken, Männer die ergriffen sind. Sie sind ergriffen von dem,was sie bis zu diesem Tag geleistet haben, worüber aber die wenigsten von ihnen nachdachten. Sie sind zu bescheiden, um stolz zu sein. Aber sie lassen sich von Bildern berühren, die wahr sind und gleichzeitig die Schönheit ihrer Arbeit zeigen.

28. Oktober 2015

Durch den Basistunnel jagen Testzüge mit 250 Km/h, die Feste Fahrbahn ist fertig gestellt. Schneller als geplant, günstiger als veranschlagt und mit einer großen Auszeichnung geehrt: Dem Deutschen Project Excellence Award 2015 für herausragende Projektsteuerung und vorbildliche Kommunikation mit „Gänsehaut-Effekt“. Ich freue mich, dass wir mit unseren Filmen dazu beitragen konnten. Der Gotthard hat uns Glück gebracht.

In Teil 1 der vergangenen Woche: Jagd auf den Betonzug, Ewige Dunkelheit, Die erste Schicht.

Koenigsfilm am Gotthard-Basistunnel

7 Jahre filmen im Tunnel – Die Gotthard-Chronik

Teil 1: Jagd auf den Betonzug und ewige Dunkelheit

Am 1. Juni wird der Gotthard Basistunnel eröffnet. Der längste Eisenbahntunnel der Welt hat Tausende von Menschen beschäftigt – als Planer, Bauherren, Ingenieure, Projektleiter, Monteure und auch als Filmemacher. Ohne Übertreibung: Der Gotthard hat mein Leben in den vergangenen 7 Jahren mitbestimmt. Deshalb wage ich es, meine Erfahrungen mit dem Gotthard zu berichten. Heute und in einer Woche mit dem zweiten Teil.

28. September 2009
Regentropfen werden zu silbernen Streifen, der Fahrtwind zieht sie horizontal über die Scheiben. Unser Zug hetzt über das Gleis, Ziel ist Paris. Im Bordbistro stapeln sich Lichtkoffer und Stativtaschen. Wir sind auf dem Weg zu einer Fabrikhalle. Von diesen Hallen gibt es Millionen auf der Welt, aber nur eine, in der etwas gebaut wird, was es vielleicht nie wieder geben wird: ein Betonzug. „Hört sich simpel an, ist es aber nicht!“ Mit diesem Satz leitet Projektleiter Detlef Obieray unser Meeting ein. Obieray ist Ingenieur. Ein offener, sympathischer, zielstrebiger Mann mit dem Glauben an Ziele und die Wirkung guter Kommunikation. Deswegen will er den Film. Man hat ihm davon abgeraten: zu kompliziert, bringt nichts, kostet nur Geld. Nach Fertigstellung des ersten Films werden sie uns anrufen und sagen: „Wir wollen genau das, was er hat!“ Obieray weiss: Ein best-practice-Film zu diesem Jahrhundertprojekt wirkt nach Außen und nach Innen. Am Tisch des Bordbistros im TGV auf dem Weg nach Paris bekritzeln wir Servietten, entwickeln, verwerfen, und uns beiden ist klar: Dieses Filmprojekt wird uns noch Jahre beschäftigen.

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Gelb, gelb, gelb. Wohin man sieht: gelbe Waggons. Und Schweiss. Und Schweissgeräte. Männer mit tätowierten Oberarmen, in Overalls, mit Schutzbrillen, und – alle tragen einen Helm. Daran kommt hier keiner vorbei. Auch nicht der Kameramann. Sie nennen es „Zero Harm“. Eine Kampagne, die Unfallrisiken minimieren soll. Wir stellen uns darauf ein, bauen für den Tonmeister einen Kopfhörer passgenau in den Helm ein. Hier also wird das Monstrum gefertigt – insgesamt 500 Meter lang, ein Betonwerk auf Rädern. In Einzelteilen steht er da. Unbegreiflich, wie diese Waggons eines Tages frischen Beton im Tunnel produzieren sollen. Für die Ingenieure von Balfour Beatty Rail und Alpine ist das keine Frage.

26. November 2009
Wir können das natürlich, schnell einen Dreh organisieren. Im November 2009 ist es allerdings sehr knapp. Wir müssen wieder nach Frankreich. In 24 Stunden werden die Waggons des Zuges auf die Chassis gesetzt, um sie dem drohenden Zugriff französischer Behörden auf den Hersteller zu entziehen.
Filmisch gesehen keine Riesenaufgabe, dokumentarisch aber ein must-have. Niemand von uns kann gut genug Französisch sprechen, um der Kran-Crew zu erklären, welche Bilder wir brauchen. Da die Herren sich aber ohnehin mit Zeichensprache verständigen, übernehmen wir das Vokabular. Zeigefinger zum Himmel, drehende Handbewegung: Anheben! Handflächen flach ausgestreckt und mehrfach überkreuzen: Stopp!

17. März 2010
Wir fühlen uns wie Tierfilmer. Wir liegen auf der Lauer. Leider nicht im Tarnzelt bei 25 Grad, sondern auf einer viel befahrenen Brücke in Basel. Es ist kalt. Wir wissen nicht, wann er kommt. Wir wissen nur: Hier muss er durch, hier gehts zum Zoll. Der Blick von der Brücke reicht bis in den SBB-Bahnhof. Dort gibt es eine Kurve, und wenn wir dort gelbe Waggons sehen – ist es eigentlich schon zu spät! Dann erst die Kamera starten und den Record-Knopf drücken, würde uns zu viel Zeit kosten. Wir haben nur eine Kamera dabei, die den Zug auf den vor uns liegenden 1000 Metern in unterschiedlichen Einstellungsgrößen filmt, damit wir schneiden können. Jetzt müssen wir tricksen. Zwei Mann warten im Café und erholen sich von der Kälte, der dritte bleibt an der Kamera. Wir filmen mit Picture Cache. Die Kamera nimmt permanent auf, speichert aber nur die letzten zwei Sekunden. Wenn wir den Zug sehen, müssen wir nur auslösen und haben die zwei Sekunden davor auch gesichert.

18. März 2010
Zum Glück gehört der Schweizer Güterverkehr zu den bestorganisierten Verkehrsunternehmen weltweit. Das muss auch so sein, sonst würde man den Verkehr nicht reibungslos über Rampen und durch Wendetunnel zum Gotthard-Scheitelpass hinaufbringen. Stimmt: Wir sind wieder Tierfilmer, diesmal aber mit einem Timeslot für den Zug ausgerüstet. Danke SBB Cargo! Ein Zeitfenster hilft aber nicht dabei, sich in Wassen zu orientieren. Der Ort ist berühmt für seine Tunnel und Schleifen, die die Gleise hier ziehen. Unser Kameramann hat zwar den perfekten Standort gefunden, fragt aber immer wieder: „Also nochmal: Wie kann der Zug nach Süden fahren, wenn er Richtung Norden aus dem Tunnel kommt?“ Er kann. Das Geheimnis sind Spiraltunnel im Berg, durch die der Zug Höhe gewinnt. Das Ansitzen hat sich dann gelohnt. Der Betonzug erreicht den nördlichen Aufstieg zum Gotthard-Pass, fährt hinauf. Kaum noch sichtbar in der letzten Einstellung. Drehschluss.

24. Juni 2010
Der Pilot kommt aus der Nähe von Thun. Er fährt so Auto wie er fliegt: schnell und präzise, pünktlich am Set. Er wird angemessen bezahlt, mit einigen Tausend Schweizer Franken am Tag. Dafür bleibt sein Fluggerät aber länger in der Luft als alle anderen. Und das brauchen wir heute, an diesem strahlend schönen Tag in Biasca, im Tessin. Wir filmen den Betonzug an seinem Einsatzort und wir fliegen um seine Dimensionen zu zeigen. Der Pilot bringt noch einen mit: den Fotografen. Und sie haben einen Oktokopter am Start, eine Drohne mit acht Propellern. Wir produzieren hier mit einem der ersten Drohneneinsätze in der deutschen Filmproduktion und haben sicherheitshalber noch eine zweite Kamera am Boden. Aber das Drohnenteam ist Weltklasse: Dionys und Davide fliegen inzwischen Live-Bilder bei Skirennen. Hier am Installationsplatz arbeiten sie sich mit jedem Anflug dichter heran an das perfekte Bild. Deswegen zählt jede Minute, die der Akku länger hält. Schaulustige kommen, Arbeiter, Ingenieure, alle beeindruckt vom Aufwand, mit dem wir versuchen, ihre Ideen und ihre Arbeit adäquat abzubilden.

10. Dezember 2010
Der Wecker klingelt, aber das hätte er sich sparen können. Ich bin schon wach. Wie immer vor wichtigen Drehtagen schlafe ich halbstundenweise. Heute Nacht müssen wir pünktlich raus. Endlich geht es los: Unsere erste Schicht im Gotthard Basistunnel. Es ist vier Uhr morgens, nur in drei Zimmern im Hotel Nazionale in Biasca brennt Licht. Wir werfen uns in die Kluft: baustellensicherheitsrotorangene Hose, gleiche Farbe fürs Polohemd, darüber Fleece-Jacke und darüber Shell mit Reflektorstreifen. Der Kameramann hasst sie. Fällt Licht im falschen Winkel darauf, sehen Arbeiter im Tunnel aus wie verirrte Zebras im Fernlicht. Dann noch den Helm greifen. Der Installationsplatz liegt dunkel im Tal. In seinem Restaurant nah bei den Arbeiterunterkünften ist Hochbetrieb. Die 25 Männer, die mit dem Zug gleich kilometerweit in den Tunnel fahren, frühstücken wie die Wrestler: Eier, Speck, Rührei, Brote, Milch, Joghurt und Liter von Kaffee. 12 Stunden harte Arbeit liegen vor ihnen. Wir greifen auch zu, Lunchpakete müssen mit, denn es gibt kein Zurück. Wer rein fährt bleibt im Berg, bis die Schicht zu Ende ist. Umgekehrt: „Schnell mal was aus dem Kamerawagen holen“ geht nicht. Der Gotthard ist ein strenger Lehrer. Was am Ende fehlte, war genug Trinkwasser.

Früher Abend: Der Personenwagen mit der Frühschicht erreicht den Tunnelausgang. Nichts tut sich. Es bleibt dunkel. Nein, es wird noch dunkler. Die Baubeleuchtung in der Röhre suggerierte wenigstens eine Idee von Tag. Aber der ist schon lange vorbei. Wir sind einigermaßen erschöpft, voller Adrenalin und können nicht runterfahren: Diskussion um den shot-of-the-day und die Learnings für morgen. Die Männer auf der Bank gegenüber haben schon abgeschaltet. Sobald der Personenwagen sie im Tunnel aufnimmt, beginnen viele zu schlafen, andere starren Löcher in die staubige Luft. Für uns ist es heute Abend nur mit Duschen nicht getan. Unser Equipment braucht Pflege. Der Staub ist Gift für die Elektronik. Das Hotelzimmer wird zur Werkstatt. Dann packen wir und bereit uns vor für Morgen: den nächsten Drehtag im Gotthard Basistunnel. Zwei liegen noch vor uns. Der Respekt für die Arbeiter, die das 10 Tage am Stück und über mehrere Jahre hinweg durchziehen, ist gewaltig.

In Teil 2 in der kommenden Woche: Die Millimeter-Männer, Schweizerwerden, Sonnenbrand im Tunnel, Die Gotthard-Umarmung, Excellence-Award.

Big Data

Hosen runter: Twitter-Analyse 2015

Learning by doing – Twitter-Analyse für @koefisocial

Auch Big Data fängt klein an. Im Januar 2015 starteten wir mit 139 Twitter-Followern. 365 Tage später waren es 2550.
Zeit für einen Rückblick, eine detaillierte Twitter-Analyse der 4350 Tweets und einen Ausblick was euch und uns 2016 erwartet. Überraschungen inklusive!

Twitter-Analyse Follower Entwicklung Koenigsfilm 2015

Entwicklung der Follower-Zahlen auf dem Account @KoefiSocial im Jahr 2015

 

Entwicklung der Follower-Zahlen

Das erste Quartal 2015 nutzten wir, um zunächst die Follower-Zahlen zu pushen. Unser Ziel: Möglichst nur „echte“ Follower gewinnen, keine Bots, keine Spammer, nur Leute, die sich für unsere Themen interessierten. Zweites Ziel: Einen möglichst hohen Prozentsatz deutschsprachiger Accounts zu erreichen. Die Arbeit begann im April mit einem Test. Neben Tweets auf Deutsch oder Englisch statteten wir einige Tweets (283) mit englischen Quellen und einem deutschen Kommentar aus. Wir wollten die deutsche Leserschaft für englischsprachige Inhalte gewinnen. Der erfolgreichste zweisprachige Beitrag laut unsere Twitter-Analyse war der hier:

Überraschendes Ergebnis: Die zweisprachigen Beiträge erzielten eine um 10% höhere Interaktionsrate als rein englischsprachige Beiträge. Allerdings war der redaktionelle  Mehraufwand beträchtlich. Das World Wide Web und Twitter sind primär englischsprachige Medien. Knapp 65% unserer Follower kommunizieren in Englisch. Überraschend ist der Anteil  deutschsprachiger Follower, die wir gewinnen konnten: 27,7 % . Verglichen mit dem Anteil der deutschen Accounts im Twitterverse (1,5 % im April 2014) haben wir unser Ziel mehr als erreicht. Wir wenden uns überproportional an deutsche Accounts, an potentielle Kunden.

Twitter-Analyse verwendete sprachen Social Bro

Sprache in der unsere Twitter-Follower kommunizieren

 

Themen

Die nackten Zahlen des Twitter-Analyse Tools sind zwar interessant, wir wollten aber mehr wissen: Welche Themen waren für unsere Follower von Bedeutung? Um dies analysieren zu können, kategorisierten wir alle Tweets mit Links nach Themenbereichen. Besonderes Augenmerk legten wir dabei auf einzelne Social Media Plattformen und unsere Kernthemen „Social Media“ und „Content Marketing“. Twitter-Analyse Koenigsfilm 2015  Überraschendes Ergebnis der Twitter-Analyse war die große Reichweite von Tweets zum Thema „SEO“ (Search Engine Optimization). Wir begannen erst im 2. Halbjahr SEO zum Inhalt unserer Kommunikation zu machen und trafen damit offensichtlich ein Interessenfeld unserer Follower. Mit Trend-Themen wie Meerkat, dem Wiedererwachen des Podcasts und dem Wearable-Wahnsinn zur Einführung der iWatch generierten wir auch respektabel viele Interaktionen. Eine Bestätigung dafür, im richtigen Teil des Twitterverse unterwegs zu sein. Als Themen der  Zukunft sehen wir das starke Interesse an aufstrebenden Plattformen wie Instagram, Snapchat und  Slideshare, dem LinkedIn-Ableger. Die Daten zeigen, dass wir uns hier engagieren müssen, um 2016 mitreden zu können.

 

Blog

Nach unserer Twitter-Analyse ist das erfolgreichste Thema im Koenigsfilm-Blog „Content Marketing“. Film- und Nerd-Themen fanden unsere Follower auch interessant, Beiträge zum Thema „Social Media“ wurden eher weniger beachtet. Was uns sehr freute: Der am meisten gelikete Tweet bezog sich auf eigenen Content, einen unsere Blogbeiträge:

Impressionen

Die meisten Twitterer erreichen wir mit dem #ff (Follow Friday) und über paper.li. paper.li ist eine Plattform zur Veröffentlichung eines digitalen Magazins. In unserem Magazin zum Thema „Content Marketing“ stammen die Inhalte von Top-Twitterern, bei denen wir uns täglich für deren Beiträge bedanken:

#ff und paper.li haben einen Vorteil gemein: sie richten sich direkt an bestimmte Accounts. Sie werden deswegen stärker wahrgenommen und erzielen in unserer Twitter-Analyse die höchste Reichweite.

Hashtags#

Um ein bessere Bild bezüglich der thematischen Verwendung von Hashtags zu bekommen, betrachteten wir nur Tweets mit Link.

Die meisten Impressionen erreichten die Hashtags #IoT (Internet of things), #Webdesign, #best, #TheDarkening (Skandal auf Reddit) und #confused. Die meisten Interaktionen erzielten die Hashtags #theDarkening, #pmf15, #corporateblogs, #cinematography und #aprilsfool. Die höchste Interaktionsrate hatten die Hashtags #aprilsfool, #because, #TFB (Team Follow Back), #help, #MGWV.

Schlussfolgerung aus dieser Analyse: Hashtags mit spezifischem – am besten tagesaktuellem Kontext – funktionieren am besten.  Wenn wir unseren gesamten Datensatz ansehen, scheinen kurze Hashtags wie #IoT, #CEO und #SEO mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Dagegen verlieren generische Hashtags wie #socialmedia und #contentmarketing.

Take-away der Twitter-Analyse
  • Zweisprachige Tweets erzielen eine 10% höhere Interaktionsrate
  • SEO war das wichtigste Thema 2015
  • Unser Blog ist auf dem richtigen Weg
  • #ff und paper.li sind effiziente Maßnahmen um die Reichweite zu erhöhen
  • Spezifische und kurze Hashtags sind erfolgreich
Was 2016 kommt

Wir werden persönlicher mit unseren Followern kommunizieren, Beziehungen vertiefen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit erörtern –Twitter ist kein Selbstzweck.

 

Dies ist nur ein Ausschnitt der Daten, die wir erhoben haben. Falls es Fragen zur Erhebung, Analyse oder weiteren Ergebnissen gibt, beantworte ich sie gerne. In den Kommentaren, per DM @koefisocial oder Email.

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Bild zu unserer neuen Website

Willkommen auf unserer neuen Website!

Eine neue Website ist wie ein neues Leben. Die Liste der Änderungen hatte ich Anfang April schnell geschrieben: analog, auf einen Notizblock, zehn Punkte, schnell erledigt an Gleis 15 am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Ich ahnte, welche Lawine damit ausgelöst war und dachte: „Egal, machen!“ Eine Woche später saßen wir vor den ersten Layout-Scribbles. Die waren gerade so „Ooh Keh“ und im Raum breitete sich dieses Gefühl aus, das man hat, wenn man weiß: „Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu!“ Ursprünglich wollten wir Layout und Inhalte nur anpassen. Blöd, dass mit jedem kleinen Tuning klar wurde: „Da musst Du ganz bei Null anfangen, so wird das nix!“ Wir mussten uns kurz und heftig schütteln, und dann ging’s los! Ende Mai stimmte dann die Richtung, aber ich musste trotzdem schwer schlucken. Vor uns lag eine Wüste aus Blindtext und die Gewissheit: „Da müssen wir jetzt durch!“ Wir lieben Projekte, die Stehvermögen verlangen und kontinuierliche Verbesserung, Überprüfung und wieder Anpassung. Das wird sich auch nicht ändern, wenn wir heute live gehen. Aber einmal durchatmen ist erlaubt 😉
Und jetzt viel Spaß auf unserer neuen Website!

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Willkommen- Wir machen auch Social Media und Content Marketing

Warum machen die jetzt auch Social Media und Content Marketing?

Zunächst einmal: Willkommen auf unserer neuen Website. Schön, dass Sie da sind. Wenn Sie uns kennen und sich hier schon etwas umgesehen haben, werden Sie sich vielleicht die Frage gestellt haben: Warum machen die jetzt auch Social Media und Content Marketing?

Ganz einfach! Weil wir das immer schon gemacht haben. Jetzt geben wir unserer täglichen Arbeit auch den verdienten Namen.

Filmemacher sind vor allem eins: Geschichtenerzähler. Gute Ideen zu haben, ist dabei nur eine Seite der Medaille. Das Handwerk eines Filmemachers besteht aus Dramaturgie, Charakterentwicklung und dem richtigen Umgang mit Bildern. Doch der beste kreative Geschichtenerzähler ist nichts ohne das solide Fundament einer strategischen Herangehensweise. Wir wollen, dass unsere Ideen Ihre Kunden erreichen und Erfolg haben. Gerade als Produzenten von Unternehmensfilmen sind wir ständig mit der Frage nach der Wirksamkeit konfrontiert. Stellen Sie sich unsere Verwunderung vor, wenn wir unseren Film dann versteckt in einem Downloadbereich finden. Jeder Wirksamkeit beraubt!

Also haben wir Strategie und Promotion zu unserem Alltag gemacht, damit unsere Filme und unsere Kunden das erreichen, was sie sich vorgenommen haben. Ganz selbstverständlich stellen wir uns bei jedem neuen Projekt drei Fragen:
Ihre Zuschauer – wer sind die und was gucken die sich so an?
Ihre Mitbewerber – was senden die den ganzen Tag?
Sie – Wer sind Sie eigentlich? Was macht Sie einzigartig? Welche Geschichten können Sie erzählen?

Diese Informationen sind das Fundament, auf dem wir das Storytelling für Ihren Film aufbauen. Social Media ist der direkte Weg zu Ihren Zuschauern. Die richtige Promotion erhöht Ihre Reichweite um ein Vielfaches. Und natürlich kann man Ihre Social Media-Aktivitäten auch erst so richtig mit Video beleben.

Sie in Ihrem Content Marketing zu unterstützen, liegt im Kern unserer Kompetenz als Geschichtenerzähler. Mit Social Media verbinden wir Sie und Ihre Geschichten mit Ihren Zuschauern.

Rufen Sie uns an! Wir freuen uns auf Ihre Projekte.

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