Podcasts verweilen in Deutschland noch in einem Dornröschenschlaf

Podcasts richtig produzieren

Das Dornröschen der B2B-Kommunikation

Gleich zu Beginn: Danke an Jeff Julian von squareddigital. Jeff ist freundlich, open-minded, begeistert von seiner Arbeit und immer bereit, sein Studio zu erklären. Er ist Profi – egal auf welcher Seite der Kamera und zeigte mir auf der CMWorld 2016 in Cleveland sein öffentliches Studio.

 

Natürlich können Sie sich sofort ins Video stürzen, viel Spaß, aber… da gibt’s noch ein paar kleine Dinge, die nützlich sein könnten, bevor neues Equipment angeschafft wird. Zunächst die Zahlen. Egal ob Audio- oder Videopodcasts: die Nachfrage steigt. Ein Indiz dafür, dass digitale Mediennutzung spannend sein kann, ohne live sein zu müssen. Das Podcast-Angebot steigt, der englischsprachige Markt wächst deutlich, der deutschsprachige zieht nach. Der amerikanische Podcast-Hörer ist zwischen 18 und 34 Jahre alt und besser gebildet als der Durchschnitt, schreibt der Branchendienst KressPro in seinem Magazin (7/2016, S.49). Diese Beschreibung entspricht den Untersuchungen in Deutschland. Hier stieg die Nutzung von Podcasts von 2014 auf 2015 sprunghaft an (ARD/ZDF Online Studie).

 

Entsprechend dem amerikanischen Content Marketing Credo „Get rich in your niche“ gibt es inzwischen außer Unterhaltung viele Special-Interest-Angebote. Technisch gesehen ist der Start eines Podcasts kein Hexenwerk, sehr verführerisch also unbedacht einzusteigen. Aber, warnt Podcast-Host und Content Marketing Experte Joe Pulizzi:

„Podcasting isn’t for beginners. You need to have an audience first!“ – Joe Pulizzi

 

Wer sichtbar sein will, muss nicht nur eine „audience“ haben, sondern Qualität bieten, inhaltlich, wie technisch. Einen Audiopodcast in mittelmäßiger Tonqualität hält der User eben nur eine begrenzte Zeit aus. Deswegen: Nicht am Equipment sparen. Natürlich kann man sich zusammen vor das Mikrofon oder die Kamera setzen „und mal loslegen“. Die Resonanz wird enttäuschend sein. Podcasting braucht Vorbereitungs- und Produktionszeit, sowie Zeit für die Kommunikation mit Usern. Darin wiederum liegt auch die Stärke der Podcasts: Sie gehen in die Tiefe des Themas, User nehmen sich die Zeit zuzuhören und zuzusehen.

„Podcasting is an extremely intimate way to interact with your audience“, sagt Robert Rose, Podcast-Partner von Pulizzi.

 

Insofern scheinen Podcasts also wie gemacht für die B2B-Kommunikation. Die Technik ist beherrschbar, Investitionen klein, Themen vorhanden, warum also dieser Dornröschen-Schlaf? Weil nur durchdachte Formate zum Erfolg führen und eine Produktionsweise, die … ach, das soll er selbst erzählen: Jeff Julian.

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