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Podcasts verweilen in Deutschland noch in einem Dornröschenschlaf

Podcasts richtig produzieren

Das Dornröschen der B2B-Kommunikation

Gleich zu Beginn: Danke an Jeff Julian von squareddigital. Jeff ist freundlich, open-minded, begeistert von seiner Arbeit und immer bereit, sein Studio zu erklären. Er ist Profi – egal auf welcher Seite der Kamera und zeigte mir auf der CMWorld 2016 in Cleveland sein öffentliches Studio.

 

Natürlich können Sie sich sofort ins Video stürzen, viel Spaß, aber… da gibt’s noch ein paar kleine Dinge, die nützlich sein könnten, bevor neues Equipment angeschafft wird. Zunächst die Zahlen. Egal ob Audio- oder Videopodcasts: die Nachfrage steigt. Ein Indiz dafür, dass digitale Mediennutzung spannend sein kann, ohne live sein zu müssen. Das Podcast-Angebot steigt, der englischsprachige Markt wächst deutlich, der deutschsprachige zieht nach. Der amerikanische Podcast-Hörer ist zwischen 18 und 34 Jahre alt und besser gebildet als der Durchschnitt, schreibt der Branchendienst KressPro in seinem Magazin (7/2016, S.49). Diese Beschreibung entspricht den Untersuchungen in Deutschland. Hier stieg die Nutzung von Podcasts von 2014 auf 2015 sprunghaft an (ARD/ZDF Online Studie).

 

Entsprechend dem amerikanischen Content Marketing Credo „Get rich in your niche“ gibt es inzwischen außer Unterhaltung viele Special-Interest-Angebote. Technisch gesehen ist der Start eines Podcasts kein Hexenwerk, sehr verführerisch also unbedacht einzusteigen. Aber, warnt Podcast-Host und Content Marketing Experte Joe Pulizzi:

„Podcasting isn’t for beginners. You need to have an audience first!“ – Joe Pulizzi

 

Wer sichtbar sein will, muss nicht nur eine „audience“ haben, sondern Qualität bieten, inhaltlich, wie technisch. Einen Audiopodcast in mittelmäßiger Tonqualität hält der User eben nur eine begrenzte Zeit aus. Deswegen: Nicht am Equipment sparen. Natürlich kann man sich zusammen vor das Mikrofon oder die Kamera setzen „und mal loslegen“. Die Resonanz wird enttäuschend sein. Podcasting braucht Vorbereitungs- und Produktionszeit, sowie Zeit für die Kommunikation mit Usern. Darin wiederum liegt auch die Stärke der Podcasts: Sie gehen in die Tiefe des Themas, User nehmen sich die Zeit zuzuhören und zuzusehen.

„Podcasting is an extremely intimate way to interact with your audience“, sagt Robert Rose, Podcast-Partner von Pulizzi.

 

Insofern scheinen Podcasts also wie gemacht für die B2B-Kommunikation. Die Technik ist beherrschbar, Investitionen klein, Themen vorhanden, warum also dieser Dornröschen-Schlaf? Weil nur durchdachte Formate zum Erfolg führen und eine Produktionsweise, die … ach, das soll er selbst erzählen: Jeff Julian.

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Interne Kommunikation im Employer Branding fördert die Bindung der Mitarbeiter

Wahre Schönheit kommt von innen – Interne HR-Kommunikation

Teil 4 unserer Reihe „Was ist Employer Branding? Und wenn ja, wie viele?“

 

Ein Gastbeitrag von Werner Idstein, Profilwerkstatt Darmstadt

Employer Branding fördert die Mitarbeiterbindung

In den letzten Jahren ist für es viele Unternehmen – besonders auch für mittelständische – selbstverständlich geworden, eine Arbeitgebermarke zu kreieren. Im Wettbewerb um die besten oder, genauer gesagt, um die richtigen Mitarbeiter brauchen Unternehmen eine klare Positionierung als Arbeitgeber.

Mitarbeiter sind wertvoll

Die Furcht vor dem demografischen Schreckgespenst lässt manche Unternehmen übersehen, wie wichtig es ist, Mitarbeiter, die bereits an Bord sind, auch im Unternehmen zu halten. Denn in Deutschland herrscht unter Fachkräften annähernd Vollbeschäftigung. Die günstige Situation am Arbeitsmarkt scheint die Deutschen zu beflügeln: Jeder Vierte plant im Jahr 2016 einen Jobwechsel. Das ergab eine Studie der Online-Jobbörse StepStone mit dem Marktforschungsinstitut TNS im Oktober 2015. Weitere 28 Prozent behalten interessante Stellenausschreibungen im Blick, obwohl sie keine konkreten Wechselabsichten haben.
Was droht da an Verlusten! Wertvolle Kundenkontakte und funktionierende Teamstrukturen bleiben auf der Strecke. Das bestehende Wissen langjähriger Mitarbeiter, das sich oft auch gar nicht dokumentieren lässt, geht verloren – all das ist fast unschätzbar. Abschätzungen für die finanziellen Auswirkungen von Fluktuation hingegen gibt es vielfältige. Die Kosten bewegen sich je nach Unternehmen und Situation zwischen drei und zehn Monatsgehältern. Enthalten sind in diesen Berechnungen die Kosten des scheidenden Mitarbeiters (Urlaub, Entlassungsformalitäten, Minderleistung), Kosten der Neubesetzung, Schulungs- und Einarbeitungskosten sowie Ausgaben durch Doppelbelastung.
Damit ist Fluktuation ein erheblicher Kostenfaktor in Unternehmen. Sie zu senken, rechtfertigt beinahe schon jedes Mitarbeiterbindungsprogramm. Und als solches kann Employer Branding wirken. Bei der Neubesetzung oder Schaffung von Stellen unterstützt Kommunikation unzweifelhaft die Kandidatensuche. Reine Recruiting-Kommunikation ist aber nur ein Teilaspekt, internes Employer Branding (Employee Branding) gewinnt an Bedeutung: Es stärkt intern das bestehendes Fundament, bewahrt klares Profil, entwickelt die Positionierung des Unternehmens weiter und beugt Abwanderungstendenzen vor.

Mitarbeiter haben Mehrwert

Deshalb gelten die aktuellen Mitarbeiter als eine der wichtigsten Zielgruppen für Employer Reputation. Und dabei geht es nicht nur um Bindung. Tatsächlich spielen Mitarbeiter als authentische Botschafter des Unternehmens eine unschätzbare Rolle für die Unternehmensreputation in der öffentlichen Wahrnehmung. Das ist die Aufgabe von Employer Branding. Es setzt auf den Markenwerten eines Unternehmens auf und addiert für Mitarbeiter relevante Aspekte hinzu. Die Arbeitgebermarke ist quasi die Übersetzung der Unternehmenspositionierung auf die Belange der Zielgruppen. Damit lässt sich ein unverwechselbares Bild des Unternehmens als Arbeitgeber in deren Köpfe projizieren.
Werte und Kultur des eigenen Unternehmens müssen also erkannt und glaubhaft vermittelt werden. Es gilt herauszustellen, was ein Unternehmen im Innersten ausmacht: Werte, Selbstverständnis und Identität. Und das funktioniert in der Außendarstellung nur unter Mitwirkung der Mitarbeiter. Tatsächlich reden Mitarbeiter natürlich über ihren Arbeitsplatz, ihren Arbeitgeber und dessen Produkte in der Öffentlichkeit. Damit dies im Sinne des Unternehmens am besten positiv geschieht, muss in der Kommunikation vertrauensvoll, offen, authentisch und wahrheitsgetreu agiert werden.

Interne Kommunikation und Content Marketing

Daraus ergeben sich Aufgaben für die interne Kommunikation im Verbund mit Employer Branding. Ob persönliche Kommunikation, gedruckte Information, soziale Medien, Bewegtbild oder elektronische Publikationen: Auch die interne Kommunikation muss sich selbstverständlich dorthin bewegen, wo ihre Zielgruppe sich medial aufhält. Mit dem Konzept des Content Marketing – bestehend aus strategischer Themenplanung, intelligenter Vernetzung unterschiedlichster Medien, zielgruppengerecht aufbereiteten Botschaften und der medialen Orchestrierung von  Kommunikationszielen – verfügen wir über das Instrumentarium, um diese kommunikativen Aufgaben zu lösen. Unternehmenseigene Medien helfen dabei, Mitarbeiter zu Botschaftern zu machen, die den guten Ruf des Unternehmens in die Welt tragen. Voraussetzung für ihren Erfolg ist die perfekte Verzahnung von Inhalten und Kanälen. Kaskadierung und Orchestrierung dürfen keine Schlagworte bleiben. Die Methoden des Content Marketing sorgen für inhaltliche Abstimmung und zeitliche Abfolge, die Kongruenz von Botschaften intern wie extern und die Übereinstimmung von direkter persönlicher Kommunikation und von institutionalisierter mediengestützter Kommunikation.

Dann wird Employer Branding erfolgreich gelingen.

Der Autor Werner Idstein ist Direktor Content Marketing bei der Profilwerkstatt GmbH in München
Der studierte Physiker und Wissenschaftsjournalist verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Interne Kommunikation und im Corporate Publishing. In Verlagen und Agenturen war er unter anderem als Chefredakteur und Geschäftsführer für zahlreiche Mitarbeiter- und Kundenmedien verantwortlich.
Als Direktor Content Marketing bei der Profilwerkstatt kümmert sich Werner Idstein vor allem um die Konzeption neuer Publikationen und Medien sowie die Beratung rund um die strategische Ausrichtung der Kommunikation von Unternehmen.

 

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"Was ist Employer Branding und wenn ja wie viele."

Die Themen unserer Reihe „Was ist Employer Branding und wenn ja wie viele.“

  1. Was ist Employer Branding – und wie Sie Video dafür nutzen
  1. Recruiting –  Der Arbeitnehmer als begehrter Kunde
  1. Moderne HR – mit Werkzeugen und Know-How zum Erfolg
  1. Retention – Wie Sie Ihre Mitarbeiter langfristig binden: Interne Kommunikation
  1. Onboarding – Der schnellste Weg Ihre Mitarbeiter effektiv einzusetzen
  1. Employee Advocacy – So werden Ihre Mitarbeiter Markenbotschafter

Foto: Ausschnitt aus unserem Recruiting-Video für die Deutsche Bahn AG

Moderne HR brauch Technik

Moderne HR-Kommunikation – Mit Werkzeugen und Know-How zum Erfolg

Teil 3 unserer Serie „Was ist Employer Branding? Und wenn ja, wie viele?“

Bevor wir in den nächsten drei Folgen der Blog-Serie „Employer Branding“ zeigen, wie Sie Mitarbeiter halten und zu Markenbotschaftern machen, stellen wir Werkzeuge vor, die für jede moderne HR -Abteilung wertvoll sind.
Wie wichtig und komplex Employer Branding ist, zeigt die Anzahl der teilweise sehr spezialisierten Software-Pakete, die dem Unternehmer oder HR-Manager die Arbeit erleichtern sollen. Wir stellen exemplarisch drei Tools vor die Zeit und Geld sparen. Diese Anwendungen stehen dabei stellvertretend für hunderte mit ähnlichen Funktionen.
LaunchPad und DynamicSignal sind Anwendungsprogramme, spezialisiert auf HR. Scompler ist eine Content-Marketing-Suite, mit der man auch das Employer Branding strategisch planen und durchführen kann. Abschließend stellen wir mit Oculus Rift und Augmented Reality zwei zukunftsweisende Technologien vor, die schon Anwendung im Recruiting finden und unserer Meinung einen festen Platz in der modernen HR haben werden.

 

Software für moderne HR-Kommunikation

 

Mit Mitarbeitern mit arbeiten

Eine der wichtigsten Ressourcen für Ihr Employer Branding ist die Kommunikation Ihrer Mitarbeiter (mehr dazu in Teil 6 der Blog-Serie). Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass Informationen geteilt werden, die das Unternehmen schlecht aussehen lassen, oder die Konkurrenz aufwertet. Software Dynamic Signals will diese Effekte verhindern.
Dynamic Signals bietet eine in Ihr Unternehmen integrierte Informationsplattform, die jeder Mitarbeiter mit seinen Social-Media-Kanälen verbinden kann. Die Plattform ermöglicht es sowohl dem Marketing als auch der HR gezielt Informationen an alle Mitarbeiter  zu verteilen. Die Kontrolle über die Informationen liegt bei den einzelnen Abteilungen. Dadurch vermeiden Sie einerseits PR-Desaster, andererseits können Mitarbeiter sicher sein, die richtigen Informationen über das Unternehmen zu teilen. Sorgfältig ausgewählter Content verhindert, dass Mitarbeiter versehentlich Markenbotschafter der Konkurrenz werden. Die integrierten Analyse-Tools ermöglichen es zu messen, welche Beiträge und welche Mitarbeiter besonders zu Ihrem Kommunikationserfolg beitragen, auf allen Kanälen. Integrierte Gamification-Elemente helfen dabei, Ihre Mitarbeiter zu motivieren sich mit den Inhalten Ihres Unternehmens zu beschäftigen, und diese Inhalte auf ihren privaten Social-Media-Kanälen zu teilen.

 

Mit Video mehr sehen

LaunchPad ist eine Recruitment Tool, dass sich auf Video Interviews spezialisiert hat. Ziel: Kandidaten kennen zu lernen und die Ernsthaftigkeit der Bewerbung zu überprüfen, bevor Kosten entstehen. Dazu stehen verschiedene Module zur Verfügung: Voraufgezeichnete Videobotschaften des Unternehmens, die von den Kandidaten angesehen und per WebCam-Interface beantwortet werden, oder LiveVideo-Formate. Beide Video-Formate werden in der App von LauchPad aufgezeichnet und archiviert. Im Anschluss können alle Entscheidungsträger im Unternehmen auf die Videointerviews zugreifen. Vorbereitete Videointerviews haben zwei Vorteile: 1. Einer großen Anzahl von Kandidaten können die gleichen Fragen gestellt werden. 2. In der Analyse können Antworten und Lebenslauf abgeglichen werden (Es ist zum Beispiel ein großer Unterschied ob jemand schreibt, er beherrsche verhandlungssicheres Englisch oder ob man diese Fähigkeit schon im Videoverfahren testet). Wie viele andere Programme, die Employer Branding vereinfachen wollen, begleitet auch LaunchPad die moderne HR -Kommunikation, wenn die Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter schon gefallen ist.
Vorproduzierte Videos heißen die neuen Mitarbeiter im Unternehmen willkommen. Über das System kann die Schulung der Mitarbeiter durchgeführt werden oder verwaltet. Sogar an die letzte Station eines Mitarbeiters wurde gedacht: Ein persönliches Abschiedsvideo der Geschäftsleitung oder der Kollegen verstärkt die gute Erinnerung an das Unternehmen. Der ehemalige Mitarbeiter wird idealerweise zum Markenbotschafter und zum potentiellen Kunden.

Strategisches Content Marketing

Scompler ist eine App, die strategisches Content Marketing vereinfacht. Botschaften, Ziele, Ressourcen, Zielgruppe und KPIs werden zu Beginn eines Projektes festgelegt. Während der Erstellung von Inhalten erleichtert die App dem Team, sich immer wieder auf diese Standardparameter zu beziehen und die produzierten Texte, Bilder und Videos mit definierten Zielen abzugleichen.
Scompler lässt sich leicht dem eigenen strategischen und taktischen Bedarf anpassen, auch eine Definition strategischer Kommunikationsziele ist vorgesehen. Diese sehr prozessorientierte Herangehensweise hat viele Vorteile: Über das System kann jeder Mitarbeiter im Kreationsprozess von Inhalten einen Rückbezug auf die definieren Parameter herstellen. Die Teamfähigkeit der App stellt sicher, dass alle am Employer Branding und am Recruiting beteiligten Abteilungen in den Prozess eingebunden sind. Viele Unternehmensteile können sich am Employer Branding beteiligen, weil es eine einheitliche Sprache und ein immer präsentes Ziel gibt.

 

Technologie für moderne HR-Kommunikation

 

Augmented Reality

Einen sehr innovativen Weg im Recruiting ging die ASB Bank in Neuseeland.
Die Bank entwickelte 2014 eine Augmented Reality App. Dadurch erwacht die Print-Anzeige in Fachmagazinen zum Leben. In einem 3D-Video erzählt der Kommunikations-Manager über das Unternehmen und seine Vision. ASB in Neuseeland möchte mit Technologie und den passenden Mitarbeitern Ansprechpartner für Großunternehmen werden. Dazu passt diese Herangehensweise. Die Bank präsentiert sich technikaffin und sucht auf diese Weise passende Mitarbeiter. Sie verbindet damit geschickt die im Banken-Sektor noch immer verbreitete Print-Werbung in Fachzeitschriften und eine innovative Technologie. Neben dem visuellen Gag des aus der Zeitungsseite herausspringenden 3D-Videos, bietet die App viele Tipps zur Gestaltung von Anschreiben und Lebensläufen, und vor allem die Möglichkeit, sich direkt für offenen Stellen registrieren zu lassen.

 

 

Oculus Rift

Einen ähnlich innovativen Weg ging das australische Minen-Unternehmen Barminco. Ziel war hier jedoch nicht nur Recruiting, sondern auch Retention, also Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.
Problem für Barminco: Arbeitsplätze in Minen sind befinden sich an abgelegenen Orten und sind für Laien ein gefährlicher Arbeitsplatz. Besuche der Bewerber waren deshalb ausgeschlossen, neue Arbeitnehmer lernten die ungewohnte Arbeitsumgebung erst „on the Job“ kennen. Ergebnis: Rund ein Drittel der Minenneulinge gaben nach spätestens 3 Monaten auf. Konstant mussten deshalb neue Mitarbeiter gefunden werden.

Moderne HR bei Barminco mit VR und Oculus

Screenshot der VR-Simulation einer Barminco Mine in Oculus Rift. Quelle: Immersive Technologies & Barminco

In 2015 begann das Unternehmen mit der Virtual Reality- Brille Oculus Rift eine Simulation der Mine für Bewerber erlebbar zu machen. Der 5-minütige realistische Besuch der Mine wird mit Informationen angereichert und vermittelt potentiellen Mitarbeitern einen Einblick in die neue Arbeitsumgebung. Durch das virtuelle Erleben können sich Kandidaten ein realistisches Bild davon machen, ob sie mit den dunklen, engen Räumen klar kommen. Das Unternehmen kann Kandidaten aufgrund der Reaktion auf die Arbeitsverhältnisse auswählen. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie moderne HR -Kommunikation von richtig ausgewählter und eingesetzter Technik unterstützt werden kann.

 

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Die Themen unserer Reihe „Was ist Employer Branding und wenn ja wie viele.“

  1. Was ist Employer Branding – und wie Sie Video dafür nutzen
  1. Recruiting –  Der Arbeitnehmer als begehrter Kunde
  1. Moderne HR – mit Werkzeugen und Know-How zum Erfolg
  1. Retention – Wie Sie Ihre Mitarbeiter langfristig binden: Interne Kommunikation
  1. Onboarding – Der schnellste Weg Ihre Mitarbeiter effektiv einzusetzen
  1. Employee Advocacy – So werden Ihre Mitarbeiter Markenbotschafter

Foto: Ausschnitt aus unserem Recruiting-Video für die Deutsche Bahn AG

 

Content Marketing - Ein langes und komplexes Spiel

Nahaufnahme: Unser Content Marketing

Die W&V liefert derzeit die Arena für eine spannende Grundsatzdebatte: Was ist Content Marketing?

Letzte Woche durfte sich die Branche an einem Schlagabtausch zwischen Thomas Strerath (Jung von Matt)  und Thomas Knüwer (Kpunktnull) erfreuen. Mittlerweile haben auch Matthias Schrader (SinnerSchrader) und Karsten Lohmeyer (The Digitale) sich geäußert.

Die Lektüre hat bei uns eine spannende Diskussion angeregt. Ist die Definition von Content Marketing eine Frage der Perspektive? Eine Frage der jeweiligen Ausrichtung?

Wenn ja, was heißt es für uns Content Marketing zu machen? Warum funktioniert Content Marketing für unsere Kunden? Und wie erklären wir es ihnen?

Unsere Definition des Begriffs „Content Marketing“ ist die von Joe Pulizzi:

„Content Marketing ist eine strategische Marketingmethode, die sich auf die Kreation und Verbreitung wertvoller, relevanter und konsistenter Inhalte konzentriert. Ziel ist eine klar definierte Zielgruppe zu gewinnen, zu halten und letztendlich eine profitable Kundenaktion zu erzeugen.“

Eine ziemlich eindeutige Definition. Eigentlich. – Interessant ist, wie man die Worte relevant und wertvoll definiert. Was bedeutet Konsistenz und was ist eigentlich Content?

Warum machen wir Content Marketing?

Klassische Werbung wird von Kunden als störend und negativ empfunden. Mit klassischer Werbung meinen wir Werbespots, Banner, Popups. Alles was stört um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Werbung wird geblockt, ignoriert oder gleich vermieden, indem Kanäle wie Netflix gewählt werden, die ganz auf Werbung verzichten. In unserer digitalen Welt ist Interaktion der neue Weg zum Kunden. Content Marketing erreicht das, indem es dem Kunden Inhalte anbietet, die ihn unterhalten, informieren, oder ihm helfen.

Was ist „Content“ im Content Marketing?

Das Wort Content wird in der Branche benutzt, wie ein Begriff für etwas ganz spezifisches: Ein Produkt, an dem unsere Kunden interessiert sind. In der täglichen Kommunikation braucht es dafür eine gemeinsame Sprache. Sieht man genauer hin, ist aber nicht klar, was Content eigentlich ist. Werbung sei kein Content, heißt es, das Know-how eines Unternehmens sei Content, den es zu kuratieren gilt, ein Video sei Content, oder ein Text. Content ist überall, heißt es. Man müsse ihn nur finden. Ist  denn schon eine Idee Content?

Es ist also wichtig den „Begriff“ Content und das englische Wort „content“ (=Inhalt) voneinander zu trennen. Der Duden sagt:

Inhalt: Substantiv – etwas was in etwas ausgedrückt, dargestellt wird etwas, was etwas geistig ausfüllt; Sinn gebender geistiger Gehalt.

Inhalt ist die Botschaft, die wir verbreiten. Eine Idee, eine Tatsache, eine Geschichte. Ohne Inhalt gibt es keine Werbung, keine E-Mails, keinen Beitrag im Social Web oder was auch immer wir brauchen um all die Medien und Kanäle zu befüllen. Aus unserer Sicht ist also eine Idee oder das Know-how eines Unternehmens tatsächlich Inhalt. Doch damit daraus Content im Sinne von Content Marketing wird, muss Inhalt aufbereitet werden. Durch Produktion wird aus Inhalt ein Content-Piece.

Wann ist Content relevant?

relevant: Adjektiv – in einem bestimmten Zusammenhang bedeutsam, [ge]wichtig. (Duden)

Aus unserer Sicht ist ein gut gemachter Spot relevant, genauso wie eine Anleitung zum Reifenwechsel, ein Interview mit Nicole Kidman und der Terminkalender zur Ankündigung der nächsten Messeauftritte. Es kommt eben ganz darauf an, wen man fragt.

Branded Entertainment gehört deshalb genauso zu Content Marketing wie How-to’s, Termin-Updates über Twitter und zum Download angebotene Bedienungsanleitungen.
Mit dem Wort „Relevanz“ beschreiben wir den Nutzen eines Angebots für den Rezipienten.

Was macht Content wertvoll?

wertvoll: Adjektiv – von hohem [materiellem, künstlerischem oder ideellem] Wert, kostbar sehr gut zu verwenden, nützlich und hilfreich. (Duden)

Wir beschreiben mit dem Wort „wertvoll“ den emotionalen Wert eines Content-Piece. Eine Emotion kann Freude darüber sein, dass ein Problem gelöst wurde, Spaß an einer humorvollen Geschichte, Respekt vor einer außerordentlichen Leistung oder Ergriffenheit durch ein tragisches Ereignis. Mit wertvollem Content identifiziert sich der Kunde, teilt ihn, interagiert mit ihm und er wird sich an ihn erinnern.

Was bedeutet Konsistenz?

Konsistenz: Substantiv – Grad und Art des Zusammenhalts, konsistente Beschaffenheit; strenger gedanklicher Zusammenhang. (Duden)

Wir sind davon überzeugt, dass Konsistenz vor allem Berechenbarkeit garantiert. Der Nutzer soll lernen, sich in der Welt der Marke zurecht zu finden. Das gilt für die Gestaltung von Content und ebenso für dessen Wiedererkennbarkeit. Und es gilt für die Platzierung von Content. Der Kunde soll an der gleichen Stelle immer wieder gleichwertigen Content finden.

Hier also unsere Auslegung der Definition von Content Marketing:

 

1. Content Marketing ist Storytelling

Storytelling ist für uns Handwerk und Garant für Konsistenz. Es hält die Content Marketing Strategie langfristig zusammen. Dazu muss man drei Ebenen des Storytellings unterscheiden.

Ebene eins gibt einem Content-Piece Struktur. Wie Akte einem Theaterstück. Genau genommen handelt es sich nicht um Storytelling selbst, sondern um die Technik des Storytellings. Handwerk das Journalisten genauso beherrschen, wie Drehbuchautoren, Comedians oder Speaker bei einer Konferenz. Stichworte wie Plot, Textart und sogar Formatierung gehören in diese Ebene.

Ebene zwei wird allgemein als Brand Story bezeichnet. Dieser Begriff ist sehr irreführend. Mit Brand Story ist die Erfahrung mit der Marke gemeint, keine Geschichte, die erzählt wird. Brand Story definiert ihre Anmutung der Marke und das Gefühl, das sich beim Nutzer einstellt, wenn er mit dem Produkt in Kontakt kommt. Für uns stellt die Brand Story den Rahmen für Konsistenz des produzierten Contents dar.

Ebene drei des Storytellings zeichnet Content Marketing besonders aus. Storytelling verbindet einzelne Content-Pieces erst miteinander. Es baut die so dringend benötigte dauerhafte Bindung zwischen Marke und Kunde auf, denn es kreiert Vertrautheit und Erwartung. Begibt sich der Kunde in die Markenwelt und bewegt er sich von der einen Content-Einheiten zur nächsten, nimmt er das Wissen und den Eindruck aus Content-Piece A mit auf seinen Weg zu Piece B. Die Auseinandersetzung mit dem Erfahrenen und dem zu Erwartenden ist Storytelling, wenn Content konsistent und wertvoll ist.

Es gilt: Gutes Content Marketing erzählt eine Geschichte. Großartiges Content Marketing IST die Geschichte.

2. Content Marketing arbeitet mit Content, der produziert werden muss

Es ist ein Irrtum, dass schon genug Content da ist, wie manche sagen. Inhalte gibt es massenhaft in jedem Unternehmen und jeder Organisation, Content aber grundsätzlich nicht. Content muss produziert werden. Content zu produzieren ist ein komplexer Kreationsprozess. Auch wenn es nur um einen Text oder ein kurzes Video geht.

Ob es sich um ein journalistisches oder fiktionales Format handelt, macht aus unserer Sicht keinen Unterschied. Content Marketing muss den Nutzer durch den ganzen Kaufprozess führen. Von Attention bis Retention. Kreative Spots haben dort genauso Platz wie gut recherchierte Reportagen und How-to’s.

3. Content Marketing ist Selbstkontrolle

Das Internet spült uns unaufhörlich Daten zu. Das macht Content Marketing überprüfbar und verpflichtet uns zur Selbstkontrolle. Aber: Nicht alle Daten sind gleich wertvoll, nicht jeder Test liefert die richtigen Daten.
Natürlich muss überprüft werden, ob Content Marketing sein Ziel erreicht und Leads generiert. Für uns stellen die Daten aber vor allem Stellschrauben dar, um Storytelling, Gestaltung, Promotion und Kanäle zu optimieren. Zielgruppen kennen zu lernen ist ein Prozess, der andauernd fortgeführt werden muss. Datenerhebung nach wissenschaftlichen Grundsätzen und mit kreativen Testverfahren bestimmt die Wahl der Kennziffern, die relevant sind.

4. Content Marketing ist nicht Omnipräsenz

Soziale Medien sind für Content Marketing unumgänglich. Content Marketing funktioniert in weiten Teilen im Internet, doch es müssen nicht alle Kanäle genutzt werden. Wir sind davon überzeugt: Qualität schlägt Quantität, bei gleich großem Budget. Wir gehen sogar noch weiter: Ein schlechtes Content-Piece kann die Arbeit von Monaten kaputt machen. Entscheidend ist die richtige Plattform zu finden unabhängig von ihrer Größe oder Bekanntheit.

Noch ein Wort zum Thema „Internet“. Digitale Kommunikation ist messbare Kommunikation und ermöglicht damit überhaupt erst eine Content Marketing Strategie. Aus unserer Sicht ist Content Marketing aber nicht ausschließlich auf das Internet angewiesen. So lange für einen Kanal konkrete und überprüfbare Aussagen über das Nutzungsverhalten der Rezipienten gemacht werden können, eignet er sich für Content Marketing. Kino und Out-Of-Home sind gute Beispiele dafür.

5. Content Marketing ist nicht kostenlos

Content-Produktion und Datenanalyse müssen kontinuierlich erfolgen. Sicherlich braucht es nicht ständige große Investitionen, wie in wechselnde Werbekampagnen, doch auch Content Marketing kommt ohne Attentiongrabber nicht aus. Sie sollen zwar keine Kaufaktionen auslösen, trotzdem aber Aufmerksamkeit für die Präsenz der Marke schaffen.
Content Marketing ersetzt Groß-Investitionen durch kontinuierliche Ausgaben, die gleichermaßen in die Budgettöpfe von Werbung, PR, Kundenservice und Human Resources greifen.

Und Content Marketing kommt nicht ohne Budget für Google, Facebook und Co aus. Warum? Weil auch guter Content so gut wie möglich vertrieben und beworben sein muss. Dazu gehört auch, die Reichweite durch Ads zu erhöhen. Entscheidend ist, hinter Ads guten Content zu stellen, sonst ist die Promotion von Content genauso nervig wie Werbung. Richtig eingesetzt werden Ad-Kampagnen immer weniger wichtig, je weiter der Kaufprozess voran schreitet. Aber Aufmerksamkeit bekommt nur, wer auf sich aufmerksam macht.

6. Content Marketing ist kreativ

Als Content Marketer konkurrieren wir mit Medienproduzenten und anderen Internet-Usern um die Aufmerksamkeit unserer Zielgruppen. Das kann nur funktionieren, wenn wir unsere Inhalte so aufbereiten, dass sie auffallen und im Gedächtnis haften bleiben.

Content richtig zu gestalten und zu verbreiten braucht neben Kompetenz in Journalismus und Storytelling eine Kreativ-Strategie. Gerade ein ständig präsentes Digitalangebot muss sexy sein und bleiben. Denn was bilden wir uns ein? Das Rezipienten einen Unterschied machen zwischen den Anbietern von Content? Sicher nicht. Schon gar nicht, wenn Institutionen dahinter stehen denen Finanzkraft unterstellt wird. Selbst User-Generated-Content unterliegt mittlerweile harscher Kritik. Die Qualitätsstandards setzten die Zielgruppe, das Medium und der Kanal. Beim Thema Kreativität kann Content Marketing viel von Werbung und klassischen Medien lernen, auch in der Produktion und besonders hinsichtlich des Production Value.

Gut umgesetzt braucht ein Content-Piece dann auch keine Ads mehr um gesehen und geteilt zu werden. Sogar die offensichtliche Präsenz von Logos ist möglich.

 

Content Marketing kann auch ohne große Budgets erfolgreich sein und funktioniert sogar für unsere kleinsten Kunden:
Vor vier Jahren kam der Förderverein Freibad Wilhelmshöhe zu uns. Das Freibad im Kasseler Stadtteil Wilhelmshöhe stand kurz vor dem Aus. Die Stadt hatte die Anlage verkommen lassen und das beliebte Schwimmbad sollte geschlossen werden. Das Totschlagargument: Für eine Renovierung sei kein Geld da. Das Schwimmbad befindet sich außerdem auf einem Grundstück, das attraktives Bauland abgeben hätte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Kein Sprint, ein Marathonlauf. Es musste eine Marketingmethode her, die die Mitglieder langfristig aufrechterhalten konnten. Eine Methode, die Anwohner, Aktivisten, Politiker und Entscheider aus der Wirtschaft gleichermaßen ansprechen würde.
Die Lösung: Eine neue Website, Facebook, Vorträge und Veranstaltungen. Diese Kanäle befüllt der Förderverein seit 2012 mit wertvollem, relevanten und konsistenten Inhalten. Mit Erfolg. Das Schwimmbad ist gerettet und wird in diesem Jahr nun endlich renoviert.

Unser Beitrag zur Rettungsaktion ist ein Film, den wir mit einfachsten Mitteln hergestellt haben. Er sollte Aufmerksamkeit schaffen und die Badbesucher an die Marke binden. So schließt er die Lücke zwischen Informationen, politischen Positionen und den Emotionen der Anwohner. Das Medium Film als Emotionsträger war die richtige Wahl.

 

Im Grunde ist Content Marketing keine neue Disziplin. Vielmehr kombiniert es die Kompetenzen vieler verschiedener Medienschaffender miteinander. Wir sollten Fachkompetenz auf dem Gebiet unserer Kunden und Kreativität miteinander verbinden und lang erprobtes Handwerk aus Journalismus, Fiction und Medientechnologie voll ausnutzen. Anstatt also verzweifelt zu versuchen uns voneinander abzugrenzen, sollten wir voneinander lernen.

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CoSchedule – Schnell und einfach Content planen

Der Markt ist überflutet von mehr oder weniger nützlichen Werkzeugen, mit denen man das eigene Content Marketing in den Griff bekommen kann.
Selten sind diese Werkzeug genau auf den eigenen Bedarf zugeschnitten.
Sind sie es dann doch, ist der Preis meist exorbitant und kann nicht von einem kleinen Unternehmen gestemmt werden.
Deshalb war unsere Freude groß, als wir vor einem Monat das Planungstool CoSchedule entdeckt haben.

Schneller Einstieg in CoSchedule

CoSchedule macht es einem sehr leicht die WebApp zu nutzen. Mit einem kleinen Quiz auf der Landing Page wird ermittelt, welches Paket für den Nutzer am sinnvollsten ist.
Dann kann es gleich los gehen, ohne Kreditkarteneinsatz, 14 Tage lang – kostenlos.
CoSchedule begleitet den User mit cleveren How-To’s, einem Tutorium, und einem sehr ausgiebigem Email-Workshop mit einer Vielzahl von Lektionen und Arbeitsblättern. Man lernt eine Content Marketing Strategie zu erstellen und diese Strategie mit CoSchedule zu planen und durchzuführen. Die Blog-Posts zu den Themen Social Media und Blogging sind aktuell und sehr interessant.
Herausragend ist auch der Kundenservice. Der Support reagiert sehr schnell auf Anfragen und Anregungen und ist kompetent.
Ebenso schnell: die Installation des WordPress PlugIns. Dieses PlugIn ist die wahre Stärke von CoSchedule. Content kann aus der WebApp direkt auf WordPress gestellt werden. Umgekehrt kann aus WordPress heraus direkt die Ausspielung auf den Social-Media-Kanälen erledigt werden.

CoSchedules Social Queue wird nahtlos in WordPress integriert

So sieht das PlugIn von CoSchedule in WordPress aus. Unter jedem Blogpost lässt sich die Ausspielung des Blogs direkt planen. Auch Tasks an die Team-Mitglieder, wie zum Beispiel „Bitte Bilder einfügen“, oder „Bitte gegenlesen“, können direkt von hier vergeben werden.

Erstellen eines Kalendereintrags

In der klassischen Kalenderansicht kann per Klick ein neuer Eintrag vorgenommen werden. Dabei gibt es 6 Optionen:

  1. Note: Der kurze Notiz-Eintrag ist nur für den Ersteller sichtbar, kann aber auch öffentlich gemacht werden.
  2. Task: Aufgaben erstellen für den Ersteller oder die Team-Mitglieder – unabhängig von einem geplanten Beitrag.
  3. Event: Herkömmlicher Kalendereintrag. Bei uns oft Platzhalter für den Content- oder Social Media Eintrag den wir später zu diesem Event erstellen.
  4. Social Media Post: Ein einzelner Post in einem der zuvor festgelegten Social Media Kanäle. Derzeit sind das Facebook, Twitter, Tumblr, LinkedIn und Google+.
    Besonders schön: Es gibt die Option, einen alten WordPress Beitrag automatisch in das Tool zu laden und erneut auszuspielen.
  5. WordPress: Legt ein neues WordPress-Projekt an. Dieses Projekt kann dann direkt in WordPress bearbeitet werden. Die Ausspielung auf den Social Media Kanälen ist dabei sowohl von WordPress, als auch aus der WebApp von CoSchedule möglich.
  6. Content: Hier lassen sich Bilder, Videos, Evernotes, Texte und GoogleDocs sammeln, um daraus einen Blogeintrag zu erstellen, oder Social Media Posts zu schreiben. Die Erstellung eines Blogeintrags in WordPress ist dabei mit einem Knopfdruck erledigt.
So einfach erstellt man in CoSchedule einen neuen Eintrag

Die sechs Möglichkeiten einen Kalendereintrag zu erstellen: Blogeintrag für WordPress, Nachricht für Social Media, Sammlung von Inhalten, Ereignis, Notiz und Aufgabe.

Die „Social Queue“ und der „Social Helper“

Inhalte müssen immer auch in den Sozialen Medien verbreitet werden. CoSchedule hat deswegen die „Social Queue“ direkt in die Content-Maske integriert.
Über die „Social Queue“ lässt sich die Ausspielung aller Inhalte in die Sozialen Medien präzise planen. Dabei stehen zwei Modi zur Verfügung: Das Planen relativ zum Veröffentlichungsdatum und das Planen nach konkreten Daten. Vorteil der ersten Variante: Verschiebt man den Beitrag, wird automatisch die Ausspielung an das neue Veröffentlichungsdatum angepasst.
Viele Inhalte werden mehrmals ausgespielt. Hierfür gibt es den „Social Helper“: Hier lassen sich Textbausteine erstellen, die über ein Drop-Down Menu in die verschiedenen Beiträge eingefügt werden können. Das spart Zeit und sorgt für Konsistenz.
Die vorgegebenen Social Helper Title{title},Permalink{permalink} & Excerpt{excerpt} werden von CoSchedule dabei schon sinnvoll in die Masken der einzelnen Post eingepflegt.

 

Social Helper und die Social Queue vereinfachen die Planung

Die „Social Queue“ und die „Social Helpers“ machen die Planung von Beiträgen für die Sozialen Medien schnell und einfach.

Teamarbeit

Der gesamte Prozess von der Idee bis zur Verbreitung des Beitrages kann aus der WebApp heraus gesteuert werden. Im „Team Marketing Abo“, das wir nutzen, kann man mit 5 Team-Mitgliedern an einem Kalender arbeiten. Hierbei lassen sich von allen Mitgliedern Aufgaben (Tasks)  für die anderen erstellen. Diese werden auf Wunsch per Email-Alert versandt und sind prominent auf dem Dashboard des Nutzers sichtbar. Besonders Praktisch: Für sich wiederholende Aufgaben kann man eine Vorlage anlegen.
Kollektives Arbeiten und Abnahmezyklen werden einem so sehr einfach gemacht und die notwendigen Schritte sind neuen Team-Mitgliedern schnell erklärt.

Zusammenarbeit wird mit der Teamfunktion in CoSchedule leicht gemacht

Die Team-Funktionen ermöglichen das Vergeben von Aufgaben an andere Team-Mitglieder.

Workflow in CoSchedule

Startet man eine neue Kampagne, kann jeder im Team jederzeit relevante Inhalte in den Content Tab der Kampagne einspeisen. Der Projektverantwortliche kann über die Tasks verschiedene Arbeiten koordinieren und zeitgerecht einfordern. Vom ersten Moment ist eine Planung des Kampagnen-Starts und der Ausspielung in den verschiedenen Social Media Kanälen übersichtlich darstellbar.

Auf diese Weise stellt man von Anfang an sicher, dass alle Bilder, Video und Texte rechtzeitig vorhanden sind und direkt nach der Abnahme durch den Redakteur komplett eingepflegt werden können. Am Tag der Ausspielung ist keine Aktion mehr notwendig.
Durch die übersichtliche und vollständige Sammlung aller Inhalte, lassen sie sich  sinnvoll auf Kanäle verteilen und vor allem: wieder verwerten.

 

Ausblick: Was fehlt?
  • Toll für englische Blogger ist der „Headline-Analyzer“. Wir würden uns wünschen, dass dieser auch in einer deutschen Version erscheint.
  • Neben GoogleDocs wäre natürlich auch eine Einbindung andere Dokumente wünschenswert. Insbesondere die Produkte einer kleine Firma aus Redmond, Washington würden wir uns wünschen.
  • Bisher nur für Google Chrome gibt es ein AddOn, das ähnlich wie Buffer fremden Content in den Kalender einfügt. Großartig für die Content-Kuration. Hoffentlich auch bald für Mozilla Firefox und andere Browser verfügbar.
  • Beiträge für die Sozial Media Kanäle lassen sich nicht per Drag&Drop erneut ausspielen.
  • Wünschenswert wäre die Möglichkeit, ein Programm für die „Social Queue“ als Vorlage zu speichern, um sicher zu stellen, dass die Beiträge zuverlässig auf die selbe Art vertrieben werden.

Wanna know more? Listen to the man himself – Garrett Moon von CoSchedule:

Ausprobieren: CoSchedule: Editorial Calender für WordPress

Fragen zur WebApp und deren Bedienung?
Kommentiert und wir helfen gerne weiter.

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Das Produktionsbudget kann auf die Socialen Median einzahlen.

10 Tipps, wie Sie Ihr Produktionsbudget voll ausnutzen

Film ist toll. Aber seien wir mal ehrlich: Es ist auf den ersten Blick nicht gerade die billigste Art mit Kunden zu kommunizieren. Manchem bleibt beim Anblick des Produktionsbudgets schon mal die Luft weg. Wir zeigen Ihnen wie sie mit dem gleichen Zeitaufwand und dem selben Produktionsbudget mehr aus ihrem Drehtag herausholen – besonders für ihren Social Media Auftritt.

 

1. B-Roll für spätere Produktionen

B-Roll ist Material, dass Sie ohne Mehraufwand zusätzlich zum tatsächlich benötigten Filmmaterial produzieren. Stellen Sie Ihrem Interviewpartner ein paar Fragen mehr, da Sie ihn sowieso schon vor der Kamera haben. Oder lassen Sie Ihren Chef in zwei verschiedenen Outfits den Flur hinuntergehen. Ihre Produktionsfirma kann Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, Ihr Film-Set und die Anwesenheit ihrer Protagonisten effizient zu nutzen. Aber Achtung: Diese Rechnung geht nur auf, wenn die zusätzlichen Szenen null Mehraufwand bedeuten.

2. Fotos des Films für andere Medien

Oft nutzen unsere Kunden einzelne Fotos aus einem Film für Print oder ihre Website. Diese Fotos nennt man Stills. Sie aus Videomaterial zu erstellen führt zu sehr unbefriedigenden Ergebnissen, da Kamera und Bildinhalt immer in Bewegung sind. Das führt zu Bewegungsunschärfe. Meistens ist auch die Bildauflösung des Videos zu niedrig. Für kleines Geld können Sie eine gute Fotokamera ans Set bringen und Stills produzieren lassen. Bitten Sie den Kameramann Fotos der interessantesten Szenen zu machen. Er kennt den Bildausschnitt der Videokamera und versteht etwas von Bildern – auch unbewegten.

3. Exklusive Stockfotos

Haben Sie Ihren Darsteller oder Ihr Produkt perfekt für den Film in Szene gesetzt? Dann machen Sie auch gleich ein paar neutrale Fotos davon. Ihre Social Media oder die nächste spontane Grafik-Aktion werden es Ihnen danken. Nebenbei legen Sie sich einen Fundus exklusiver Fotos aus der Bildwelt Ihres Unternehmens an.

4. Videovarianten machen Ihren Film flexibel

Drehen Sie verschiedene Varianten Ihres Produkts. Zum Beispiel Versionen der selben Einstellung mit und ohne Logo, geöffnet, geschlossen, in der Hand Ihres Darstellers, und frei auf einem Tisch. So lassen sich Videoclips in zukünftige oder ältere Filme homogen einfügen. Außerdem können unterschiedliche Varianten Ihres Videos erstellt werden.

5. Der Blick hinter die Kulissen

Wenn Sie schon den Flur der Chefetage für einen ganzen Vormittag blockieren, dann lassen Sie Ihre Kollegen doch daran teilhaben. Fotografieren Sie die Filmcrew bei der Arbeit. Solche Set-Fotos bieten einen lockeren Blick hinter die Kulissen und liefern gleichzeitig eine schöne Geschichte für Ihre Social Media Kanäle. Sie gehen schließlich nicht jeden Tag unter die Filmproduzenten.

Mit geringem Mehraufwand kann das Team bei der Arbeit gezeigt werden. So verlängern Sie Ihr Produktionsbudget

Unser Team bei der Arbeit. Regie, Kamera und Licht richten die Szene für den Film Hoppe Sertos ein.

6. Interviews mit der Filmcrew

Für viele unserer Kunden ist eine Produktion immer noch eine besondere Sache. Wenn Sie Ihrer Community davon berichten wollen, interviewen Sie den Regisseur, Produzenten oder Kameramann. Sprechen Sie über Ihre gemeinsame kreative Arbeit und die Highlights der Produktion. Tipp: Smartphone bereithalten.

7. Keine Zeit verschwenden

Wer am Set seinen Film umplant – und das kommt vor – verschwendet wertvolle Zeit. Ihre Produktionsfirma wird vor Beginn der Dreharbeiten einen Drehplan und eine Shotlist erstellen, die alle wichtigen Einstellungen Ihres Films enthält. Storyboards oder Beispiele aus anderen Videos können bei der Abstimmung helfen. Bleiben Sie am Set bei Ihrer Entscheidung für das Storyboard und vertrauen Sie Ihrer Produktionsfirma. Man kann eine Szene auch „tot drehen“.

8. Kommunikation

Bereiten Sie alle Betroffenen rechtzeitig auf die Dreharbeiten vor. Wissen alle Mitarbeiter, dass Sie einen Film drehen wollen? Auch die Reinigungskraft mit dem lärmenden Staubsauger? Haben Sie den Schlüssel zum Drehort und wissen Sie, wo der Sicherungskasten ist? Störungen kosten Zeit und die Möglichkeit mehr „in den Kasten“ zu bekommen.

9. Content Marketing Strategie im Auge behalten

Ihr Video erfüllt eine Funktion innerhalb Ihrer Content Marketing Maßnahmen. Wo werden Sie es zeigen? Wer soll und wird es sehen, und welche Mitarbeiter nutzen es? Erstellen Sie eine Liste der Maßnahmen mit denen Sie Ihren neuen Video-Content promoten wollen. Ihre Produktionsfirma kann die Tipps 1-7 für Sie in den Drehtag einplanen.

10. Nutzen Sie Ihren ganzen Drehtag

In der Regel werden Produktionsteams nach Drehtag bezahlt. Besprechen Sie mit Ihrer Produktionsfirma, für wie viele Stunden das Team zur Verfügung steht. Wenn Sie Ihre Dreharbeiten nicht den ganzen Tag benötigen, planen Sie zusätzlich die hier beschriebenen Aktionen ein.

 

Mit diesen 10 Tipps nutzen Sie Ihr Produktionsbudget optimal aus. Gründlich voraus geplant und sorgfältig vorbereitet, liefert Ihnen Ihr Drehtag Material für weitere Videos, Geschichten und Bilder für Ihr Content Marketing.
Fragen zu Produktionsbudget, Produktionsplanung und Mehrfachverwertung von Filmen beantworten wir gerne.
Kommentieren Sie oder rufen Sie an.

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Content Marketing - Wem das Schaf den Weg weist

Content Marketing – Wem das Schaf den Weg weist

Was Content Marketing 2016 von seinen Agenturen fordert

Paradox: Der Beginn der Umwälzungen im Content Marketing liegt im Jahr des Schafes. Im Jahr der Ruhe, der Harmonie und Kreativität – glauben jedenfalls die Chinesen und dauert noch bis zum 7. Februar. Vielleicht stimmt das Ja(hr), denn: Kein radikaler Wandel im Content Marketing ohne die innere Beteiligung der Agenturen und Dienstleister, Mitarbeiter, Führungskräfte und Agenturchefs. Geheult wird schließlich genug: „Uihuihuih, was kommt da auf uns zu!“ Besser gewusst haben es schon viele: „Das habe ich doch schon immer prophezeit!“. Ursachen sind schnell erkannt: „Auslöser sind die Konsumenten“. Ich meine: Diese Haltungen sind konservativ, weil sie die eigene Grundausrichtung nicht in Frage stellen. Was gerade auf Dienstleisterseite im Content Marketing geschieht ist zwar keine Disruption, aber ein Wandel, dessen Radikalität alles in Frage stellt und der vor allem – von uns selbst ausgehen muss! Wenn nicht, ist es schnell zu spät. Bei uns war 2015 der Zeitpunkt mit dem Schaf gekommen, Zeit für eine persönliche Einschätzung.

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Content Promotion beherrschen

Dieses Jahr hatte schon im Vorfeld einen brutalen Aufschlag. Thema: Content Promotion. Wir mussten mit ansehen, wie Filmproduktionen nicht mehr die Reichweiten der Vorjahre erzielten, obwohl sie qualitativ besser waren. Der Wettbewerb um die Zuschauer hatte zunächst schleichend und unbemerkt leichte Erosionsspuren hinterlassen, dann exponentiell gesteigert zugenommen und schlechte Ergebnisse verursacht. Ein Klassiker: Erst merkst Du nichts, kurz danach hast Du ein blaues Auge.
Die Schlussfolgerung ist offensichtlich: Wer Content produziert, muss nicht nur für erfolgreiche  Distribution, sondern auch Promotion sorgen. Das können wir jetzt inhouse leisten, ebenso wie den Schritt danach: konvertieren.

Zum eigenen Kunden werden

Zu Beginn des vergangenen Jahres drängte sich bei uns eine Fragestellung in den Vordergrund: Wieviel Content Marketing benötigen wir selbst, um unsere Ziele zu erreichen? Die Schätzungen gingen weit auseinander, das Ergebnis unserer Researcher war eindeutig: reichlich. Plötzlich waren wir umgeben von neuen, hausinternen Projekten, die Geld kosten und deren ROI wir schon im Voraus so genau wie möglich berechnet haben wollten: neuer Webauftritt, Social Media, Blog. Mit der Entscheidung für diese Projekte wurden wir in der gleichen Sekunde unser eigener Customer, führten uns selbst durch die Journey und können uns nun guten Gewissens weiter empfehlen. Wir erfanden uns neu und bauten neu auf: Content war da, Strategie stand, Produktion lief und läuft kontinuierlich, und Performance sichern wir ab. Es entstand eine Kultur des permanenten Infragestellens. Die können wir jetzt moderieren, aufrechterhalten und jedem weiter empfehlen.

Tanker sein oder Katamaran

Die Welt des Content Marketing in Deutschland hat 2015 zunächst die Elefantenhochzeit von Burda Creative plus KircherBurkhardt gesehen, danach folgten sogar zwei Dinosaurierhochzeiten: Medienfabrik Gütersloh plus G&J CE, außerdem Edelmann plus Ergo. Unserem eigenen Geschäft als schneller, agiler Dienstleister soll diese Konzentration in Zukunft nicht schaden. Gegen Mitte des Jahres mussten wir uns deswegen erneut in Teilen abschaffen und neu erfinden. Unsere Welt ist digital, die Welt unserer Kunden ist es aber nicht nur. Das gesamte Spektrum des Content Marketing und Corporate Publishing decken wir jetzt zusammen mit unseren Partnern ab. Ich glaube die Zukunft der Agenturen liegt in der Entscheidung: Tanker sein oder Katamaran-Flotte, Big Player oder agiles Spezialistennetzwerk. Eindeutig, wer schneller ist. Wer besser ist, wird man sehen. Das hängt auch davon ab, ob die interneren Teams mitziehen, ob jeder Einzelne bereit ist, sich selbst neu zu erfinden.

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Den Feueraffen raus lassen

Am 8. Februar beginnt das Jahr des Feueraffen, geprägt von Ansporn, Siegeswillen und dem Anspruch, jede zwischenzeitliche Niederlage in einen Sieg zu verwandeln. Das glauben jedenfalls die Chinesen. Viel Erfolg also in 2016! Und gern schon ab dem 1. Januar.

4 Fragen die weiter bringen

Die Fragestellung für 2016 erscheint übersichtlich: Wo ist Deine schwächste Stelle? Was wäre, wenn Dich dort jemand angreift? Kannst Du Dich selbst dort angreifen? Bist Du bereit, Dich grundsätzlich in Frage zu stellen und neu zu erfinden?

Was glauben Sie? Was fordert Content Marketing von seinen Agenturen?
Schreiben Sie mir. Ich freue mich auf eine Diskussion.

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Film-Klassiker & Content Marketing Teil 2

10 Film-Klassiker, die jeder Content Marketer gesehen haben sollte

Teil 2 – Von Helden, Schönheit und Mut

 

Abgucken von Hollywood ist erlaubt und kann vielen Filmproduktionen im Content Marketing helfen. Die Budgets sind zwar nicht mit denen der Film-Klassiker zu vergleichen, Kreative und Produzenten arbeiten aber genauso engagiert für einen erfolgreichen Film. Sie nutzen die gleichen Prinzipien. Im ersten Teil präsentierten 5 Film-Klassiker die Themen Timing, Plots und Szenenbild. Hier die nächsten 5 herausragenden Filme, die jeder Content Marketer gesehen haben sollte.

Helden – Slumdog Millionaire

Jeder Film braucht einen Helden. Mit Held ist kein Krieger gemeint. Ein Held kann auch ein Stotterer sein („The Kings Speech“). Die Reise des Helden ist Teil der besten Geschichten in allen Kulturen. Egal ob in Berlin oder Bombay. Und wenn dann noch die perfekt passende Dosis Pathos dazu kommt, entsteht daraus ein erfolgreicher Film wie „Slumdog Millionaire“. Aus dem Slum in die Bettelbande, von dort in die TV-Show – Jamal hungert, wird gefoltert, verprügelt, getreten, und schlägt sich durch, bis er die Liebe seiner Kindheit wieder findet: Latika. In diesem Moment ist die Heldenreise beendet, wie der Film, der aus vielen Miniatur-Heldenreisen besteht. In einer wird Jamal in Sekunden vom Straßenjungen zum gut verdienenden und cleveren Tour-Guide…

Sound – Matrix

Dieser Film ist berühmt für die Bullet-Time-Effekte. Kampfszenen in denen Neo und Agent Smith waagerecht in der Luft stehen bleiben, während die Kamera um sie herum fährt. Daran erinnert sich jeder Zuschauer, der „Matrix“ gesehen hat. Erinnert man sich an Soundtrack, Sound-Design und Ton-Schnitt? Eher nicht, obwohl es den Sound-Designern gelang, das Geräusch fliegender Pistolenprojektile zu „verbiegen“, identisch zum biegen der Zeit in den Bullet-Time-Szenen. Man kann sogar behaupten: Der Sound macht den Film. Wer’s nicht glaubt, sehe sich diese Szene ohne Ton an… Zwei Oscars verlieh die Academy für „Bester Tonschnitt“ und „Bester Ton“. Selbstverständlich nicht nur für die großen Effekte, sondern für den Gesamteindruck. Dazu gehören eben auch Details die nicht teuer sind, aber den Unterschied machen, wie das Unheil verkündende Rascheln der Zeitung im U-Bahnhof…

Zeit – Der Pate

Drei Minuten lang ist die Eröffnungseinstellung dieses Films. Drei Minuten ohne Schnitt. Drei Minuten lang erzählt ein italienischer Geschäftsmann vom Schicksal seiner Tochter, die überfallen wurde. Am Ende flüstert er dem Paten seinen Rachewunsch ins Ohr. Drei Minuten. Ohne Schnitt. Zeit bekommt eine neue Dimension in Francis Ford Coppolas „Der Pate“. Er nutzt sie aus bis zum letztmöglichen Moment. Die scheinbar nicht endende Kamerabewegung zieht den Zuschauer förmlich in das Geschehen hinein. Handbewegungen in dieser Einstellung sind spärlich und langsam und verstärken den Sog. Zum Zeitpunkt des Umschnitts auf das Gesicht von Don Corleone kommt man schon nicht mehr von diesem Film los…

Schönheit – Tiger and Dragon

Ästhetik ist das Werk des Director of Photography. Peter Pau heisst der Mann, der „Tiger and Dragon“ zu dieser Schönheit verholfen hat, und damit einen Oscar gewann. Der Film von Ang Lee ist eine Komposition anmutiger Bildern, die sogar Kampfszenen zu Gemälden machen. Dabei beeindruckt der Film nicht durch üppige Ausstattung wie das „Grand Budapest Hotel“. Im Gegenteil. Die Reduktion auf das Notwendige macht die Kameraarbeit noch wichtiger. Martial-Arts-Ästhetik, schwebende Kämpfer, fliegende Schwerter, fliessende Bewegungen: Beeindruckend wie die Kamera ein Teil dieser Welt wird, wie sie Sinnlichkeit und Schönheit multipliziert. Und das unaufdringlich, als gäbe es sie nicht. Die Originalversion in Chinesisch ist eine der schönsten Kampfszenen im Film …

Mut – Russian Ark
Sie hatten noch einen Versuch. Für eine Kamerafahrt reichte die Kapazität des Festplattenrekorders noch. Aber diese Fahrt war lang. Sehr lang. Sie führte in 90 Minuten durch 35 Räume an 1500 Schauspielern und Komparsen vorbei. Ein Film in einer Einstellung, in einer Streadicam-Fahrt – so etwas hatte noch niemand gewagt. „Russian Ark“ ist der erste Spielfilm, der in nur einer Einstellung gedreht wurde. Solch eine Produktion erfordert ungeheuren Mut und handwerkliche Präzision, um das Risiko beherrschbar zu machen. Ohne Mut keine herausragenden Filme.„Russian Ark“ verlangte penible Arbeit in der Konzeptionsphase und Produktionsvorbereitung. Regisseur Alexander Sokurow und Kameramann Tilman Büttner („Lola rennt“, „Der Untergang“) mussten nicht nur ein passendes Drehbuch für einen Film ohne Schnitt entwickeln. Sie mussten für den Film ohne Schnittmöglichkeit viel Lichttechnik verstecken. Proben in der Eremitage in St. Petersburg gab es nicht. Am Tag des Drehs musste alles funktionieren…

 

Was Content Marketer von Film-Klassikern lernen können:

– Helden inszenieren, egal ob Menschen oder Produkte
– Sound gestalten, der pusht jeden Film
– Zeit nutzen, dehnen oder komprimieren
– Schönheit wollen, und so produzieren
– Mut haben, und auf den des Kunden hoffen

Interesse an Teil 1 zu Szenenbild, Plots und Timing?
Welche Film-Klassiker würden Sie empfehlen? Schreiben Sie mir.

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Film-Klassiker und was man im Content marketing daraus lernen kann

10 Film-Klassiker, die jeder Content Marketer gesehen haben sollte

Teil 1 – Von Timing bis Szenenbild

Filmproduktionen im Content Marketing haben nicht das Budget der Film-Klassiker, dafür aber genauso engagierte Kreative und Produzenten an ihrer Seite. Und die erreichen ihre Erfolge nach den gleichen Prinzipien. Abgucken von Hollywood ist erlaubt und hilft.

Timing – One, Two, Three

Timing ist nicht alles, aber hilft jedem Film. Wenn jemand uns Nachhilfe in Timing geben darf, dann Hanns Lothar und James Cagney in „Eins, Zwei, Drei“. Sie spielen, wie der Titel es verlangt. Die Dialoge sind auf den Punkt geschrieben und von den Schauspielern mit dem Glanz perfekten Timings versehen. Und Timing ist nicht nur Tempo. Legendär der Auftritt von Schlemmer. Der Film ist ein Meisterstück von Billy Wilder, denn die Rasanz zieht sich durch den ganzen Film. Ein Coca-Cola-Geschäftsführer versucht in Berlin die Tochter seines Bosses davon abzubringen, einen Kommunisten zu heiraten. Zunächst muss sich der Manager aber an Deutschland im Jahr 1961 gewöhnen…

Brüche – Skyfall

Dass Helden zu Beginn eines Films sterben, funktioniert nur bei Game of Thrones. Und dann auch nur, weil schon neue Helden aufgebaut sind. Darf James Bond sterben? Nein. Oder besser: zumindest nur vorübergehend. In „Skyfall“ glaubt man nur Sekunden daran, dass Bond tot ist. Er wird auferstehen, irgendwie. Aber wie? 007 kehrt zurück als Trinker, der zu langsam für den Job geworden ist und die Tests beim MI6 nicht besteht. Peinlich. Und deswegen großes Kino. Unversehrte Roger-Moore-Gesichter nach einer minutenlangen Schlägerei kann kein Publikum mehr sehen. Ein Held ist erst dann einer, wenn er etwas verliert, wenn er einen Preis zahlen muss, wenn er – Brüche hat. Und es uns zeigt …

Plot – Pulp Fiction

Plot. Man könnte auch sagen: Überraschung. Der Plot verändert die Vorstellung der Zuschauer davon, wie sich die Story weiter entwickelt. Jeder Film hat Plot-Points, aber auch jede gute Szene. Die Story ändert danach ihre Richtung hin auf ein bisher unbekanntes Ziel. Genauso wie Jules und Vincent in „Pulp Fiction“ ihr Fahrtziel ändern müssen. Schuld daran ist ein Hubbel in der Straße. Und diese Bodenwelle wiederum ist Schuld am Tod von Marvin, einem Komplizen. Und wenn ich so weiter schreibe, entsteht nie ein Plot-Point. Deswegen hier ein Ausschnitt aus einem grotesken Film, dem wir aber immer glauben, weil Quentin Tarrantinos absurde Plots die Story permanent in eine unerwartete Richtung treiben…

Dramatisierung – All the President’s Men

Knarzende Kellertreppe in einem schaurigen Motel – ist spannend. Duell in der Westernstadt – spannend. Riesenwelle vor Fischkutter – auch spannend. Aber eine Unterhaltung in einem Parkhaus? Ein Film über zwei Journalisten holt vier Oscars?! Wie ist das möglich? Weil „All the President’s Men“ fast ohne Dramatisierung auskommt, und dennoch Spannung aufbaut – durch fein dosierte Inszenierung. „Just follow the money!“ raunt Deep Throat in der Tiefgarage. Sein Gesicht sieht man nie. Dennoch entsteht eine knisternde Spannung. Schafft es Journalist Woodward den entscheidenden Tipp vom Informanten zu bekommen, um die Machenschaften der Republikaner im Wahlkampf aufzudecken? Als der Film 1976 Premiere hatte, waren Watergate, Washington Post, Woodward und Bernstein schon Legende. Und dennoch ist „Die Unbestechlichen“ spannend bis zum Schluss. Wie Journalismus eben sein kann, wenn man auf Mätzchen verzichtet, wo sie nicht passen…

Szenenbild – Grand Budapest Hotel
„Our task was to find a great old hotel, and build a production around that“, sagt Wes Anderson über die Produktion des „Grand Budapest Hotel“. Das grandiose Szenenbild und Kostümdesign entführt in eine eigene Welt und ist made in Görlitz, Germany. Szenenbild im Content Marketing? Ja. Das Prinzip bleibt, egal wieviel Budget im Spiel ist. Ein gut überlegtes Szenenbild unterstützt die Botschaft des Films oder zerstört sie. Allein das Aufräumen des Vorstandsschreibtisches im Hintergrund eines Interviews kann das Szenenbild erheblich verbessern. Für das „Grand Budapest Hotel“ ist Anderson natürlich den entgegen gesetzten Weg gegangen. Welchen, erklärt er selbst…

Was Content Marketer von Filmklassikern lernen können:
– Timing etablieren, im Bild und in der Montage
– Brüche erlauben, die machen das Publikum neugierig
– Plots entwickeln, am besten mehrere
– Dramatisierung überprüfen, weniger ist mehr
– Szenenbild beachten, auch ohne Budget

In der kommenden Woche Teil 2 mit Helden, Filmmusik, Schönheit, Mut und Zeit
Welche Film-Klassiker würden Sie empfehlen? Schreiben Sie mir.

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Redaktion Journalisten und Marketer

Journalisten und Marketer: Ähnlicher als gewollt! [BLOG]

Old School ist das nächste große Ding [Gastblog]

Es gibt zwei Berufsgruppen, die traditionell nicht gut aufeinander zu sprechen sind, Journalisten und Marketer. Dabei haben beide Gruppen mehr Gemeinsamkeiten, als den einen lieb und den anderen bewusst sein mag. Zum Beispiel: Ein mieses Image. Und: Eine einzige Chance, in Zukunft nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Aber der Reihe nach.

 

Gemeinsamkeit 1: Beide Berufe sind entzaubert.

Im Ranking der angesehensten Berufe landen Journalisten und Marketer regelmäßig auf den hintersten Plätzen, gerade mal noch vor Versicherungsvertretern und Politikern. Dem Selbstverständnis beider Berufsgruppen tut das keinen Abbruch. Die einen sehen sich als unverzichtbare Weltenerklärer, die anderen als smarte Verbraucherflüsterer. Da ist einiges zu optimieren bei der Selbst- und der Fremdwahrnehmung.

 

Gemeinsamkeit 2: Beide Berufsgruppen haben einen neuen Chef, den Nutzer.

Über dieses Internetz hat sich ein neuer Bestimmer in das Leben der Inhaltsanbieter geschlichen, der Nutzer. Der Nutzer ist ein ungnädiges Wesen. Wenn ihm etwas nicht gefällt, wird er zum Troll und behauptet: „Ich bin das Volk!“ Oder er bleibt einfach weg, für immer.

Journalisten und Marketer haben einen neuen Chef, den Nutzer

ems – (c) Thomas Knetsch

Gemeinsamkeit 3: Der Chef hat ADHS.

Was waren das noch für Zeiten, als es gerade mal drei Fernsehsender, ein paar Radiosender und eine Handvoll wichtiger Zeitungen gegeben hat. Da hat man mit einer Anzeige, mit einem Beitrag gleich tausende von Menschen erreicht. Und heute? Da gibt es hunderte von Sendern und Mediatheken, es gibt YouTube und dieses Facebook. Kein Wunder, dass der Chef zwischen knalligen Überschriften und bunten Bildern hin- und herspringt wie ein hyperaktiver Teenie mit Aufmerksamkeits-Störung. Mit Ausdauer und Treue hat er´s gar nicht mehr.

 

Gemeinsamkeit 4: Der Chef macht´s sich selbst.

Manche Journalisten und Marketer geben sich inzwischen mehr Mühe als früher, aber auch sie können den Chef nicht davon abhalten, immer öfter selbst den Weltenerklärer und Verbraucherflüsterer zu spielen. Er schreibt Buchrezensionen bei Amazon, kommentiert das Weltgeschehen bei spiegel.tv und veröffentlicht halbe Reisereportagen bei ab-in-den-urlaub.de. Bei Facebook und Twitter führt sich inzwischen jeder wie ein Influencer auf. Das Geschäftsmodell der hauptamtlichen Inhaltsanbieter und Einflussnehmer ist ramponiert.

 

Gemeinsamkeit 5: Journalisten und Marketer sind käuflich.

Journalisten sehen gern auf Marketer herab, weil die ja ihre Texte, Bilder und Infos gegen Geld verbreiten und nichts anderes sind als die Stimme ihrer Herren. Ja und?

Marketer geben im besten Fall Unternehmen, Verbänden und Menschen eine Stimme, die etwas Sinnvolles anzubieten haben, aber keine Kommunikations-Profis sind. Weswegen sollten sie das unentgeltlich tun? Und auch Journalisten arbeiten ja nicht ehrenamtlich. Sie brauchen das Geld und das Wohlwollen von Werbekunden und Käufern, von Politikern und Interessenvertretern. Und so finden immer wieder Beiträge Eingang in den redaktionellen Teil, die – na, sagen wir: nicht direkt aus journalistischen Erwägungen heraus entstanden sind.

Journalisten und Marketer sind Getriebene

ems – (c) Thomas Knetsch

Gemeinsamkeit 6: Journalisten und Marketer sind Getriebene.

Nicht genug, dass die Anbieter von Inhalten den Nutzern heute hinterjagen müssen, hinzu kommt, dass sich die Spielregeln dafür auch noch dauernd ändern. Hier ein neues Werkzeug, da ein neues Endgerät. Sehr unübersichtllich das Ganze, sowohl für Journalisten als auch für Marketer.

Also sollen sich beide Berufsgruppen gleich zusammenschmeißen, gegenseitig ihr Leid klagen und die Sinnfrage stellen? Gemach, gemach. Es gibt ja nicht nur Gemeinsamkeiten.

Der feine Unterschied: Journalisten und Marketer verfolgen unterschiedliche Ziele. Die einen wollen die Welt möglichst wirklichkeitsgetreu beschreiben, die anderen die Wirklichkeit im Sinne ihrer Auftraggeber in ein eigenes Licht setzen. Beides ist legitim, und beides kann nützlich sein. Aber beides funktioniert in Zukunft nur noch dann, wenn Journalisten und Marketer dem Chef nicht länger mit hohlen Sprüchen, halbgaren Geschichten und Lügenmärchen kommen.

Gemeinsamkeit 7: Beide Berufsgruppen müssen sich ganz old school auf Relevanz und Ethik besinnen.

In Zeiten von Multimedia-Kanälen mit Kommentarfunktion und Sozialen Netzwerken kommt keiner mehr mit Lieblosigkeit und verdrehten Wahrheiten durch. Die Netzgemeinschaft spießt gnadenlos jeden Fehler auf, prangert Widersprüche an und straft jeden ab, der Zeit stiehlt und Unfug behauptet.

Wer heute professionell Inhalte herstellt und verbreitet, muss sich mehr noch als früher fragen: Was bringt das dem Nutzer? Erfährt der eine wertvolle Neuigkeit? Hilft ihm das, sich in seinem Leben zu orientieren? Amüsiert ihn das, berührt ihn das? Und schafft das eine Grundlage für Sympathie und Vertrauen, damit er auch in stürmischen Zeiten zu mir hält?

Journalisten und Marketer verkaufen heute „Storytelling“ als großes Ding. Das ist ein hübscher neuer Begriff – und in Wahrheit ein alter Hut, weil Storytelling nichts anderes ist als die Besinnung auf lang vernachlässigte Tugenden.

 

Mein persönliches Fazit: In diesem Internetz kann heutzutage grundsätzlich jeder seine Stimme erheben und eine Welle oder einen Sturm auslösen. Langfristig Erfolg haben aber nur Anbieter, die verlässlich relevante Inhalte liefern und sich durchgängig ethisch einwandfrei verhalten.

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Titelbild: ems - (c) Raphael Knop

Michael Neugebauer arbeitet leidenschaftlich gern für Professionalität, Relevanz und Ethik, auf allen Seiten.
Er ist Fortbildungsleiter der Medienschule ems. Das Kerngeschäft ist die Ausbildung von journalistischem Nachwuchs.
Heutzutage sind im Marketing-Bereich vergleichbare Fähigkeiten gefragt und aktuell dringend gesucht. Die ems bietet mit Start am 2.Mai 2016 zum ersten Mal ein einjähriges Traineeprogramm für Content Marketing Producer an, unterstützt vom Fachverband content marketing forum cmf und in Zusammenarbeit mit namhaften Agenturen.

 

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