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Flooroplan, Kameramann

Filmjobs hinter der Kamera – Kameramann – Mit dem Blick für alles

Mathias Geck ist begeistert von seinen Berufen, denn er hat eigentlich zwei: Kameramann, und Grader, als Experte für die Farbkorrektur. Im Interview wird aber schnell klar, dass sein Herz für die Kameraarbeit schlägt. Schon in der Schulzeit, zwischen Mathearbeiten und Hausaufgaben, drehte er eigene Filme mit Freunden. Inzwischen sind daraus große Produktionen geworden. Im Interview erzählt er ruhig und selbstbewusst, wie ein hochkarätiger Kameramann arbeitet.

Holger Koenig: Mathias, Du bist der Mann, der alles als Erster sieht. Wie wird man Kameramann?

Mathias Geck: Alles, was tiefer gehende Kamera als Reality-Fernsehen betrifft, habe ich am Set gelernt und durch Weiterbildungen und virtuelle Workshops und Tutorials aus dem Internet. Das Wissen liegt heute auf der Straße, man muss es aber auch einsammeln.

HK: Man kann also ein guter Kameramann werden, wenn man sich lange genug im Internet umguckt?

Mathias Geck: Was die Theorie betrifft, kann man da wahnsinnig viel lernen. Es gibt Hollywood-Kameramänner, die wirklich komplett aus dem Nähkästchen plaudern und mit Skizzen zeigen, wie ein großes Set aufgebaut wird. Aber ein ganz wichtiger Faktor ist natürlich: Praxis, Praxis, Praxis. Man muss einfach drehen so viel man kann und sich auch nicht zu schade sein für unangenehme Aufgaben. Schweres schleppen, harte Tage als Lichtassistent durchziehen und einfach mal ein bisschen leiden, um zu merken, wie das in den Positionen so ist, die um die Kamera herum existieren. Ich habe „Angewandte Medienwissenschaften“ in Berlin studiert, das war aber nur eine Grundlage.

HK: Eine Kamera kaufen kann sich jeder, aber wenn’s ans Bedienen geht, scheiden sich Profis von Amateuren …

Mathias Geck: Da würde ich definitiv zustimmen. Auch bei großen Produktionen kommt es leider vor, dass der Grader sagt: „Da kann man nichts mehr machen, das ist das Setup der Kamera.“ Es gibt ein Riesenpotenzial in den Settings der Kamera. Das ist wie bei einem Formel-1-Rennwagen: Der Wagen muss auf das kommende Rennen abgestimmt werden, bevor es auf die Strecke geht. Speziell die Wahl der Gammakurve z.B. ist unglaublich wichtig, damit man später in der Postproduktion den maximalen Kontrastspielraum des Sensors nutzen kann.

HK: Wenn ein Kunde neben Dir steht und Du beschäftigst Dich zunächst ausgiebig mit den Setups der Kamera, statt gleich zu drehen, wie erklärst Du diesen Zeitaufwand?

Mathias Geck: Das ist relativ einfach. Diese Zeit spart bares Geld. Entweder in der Postproduktion oder sogar das Budget für einen Nachdreh. Allerdings ist der größte Teil dieser Vorbereitung erledigt, bevor der Kunde und der Großteil der Crew das Set betritt. Wenn ich die Kamera falsch einstelle und harte Bilder drehe, zum Beispiel jemanden, der vor einem hellen Fenster steht, dann habe ich später nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder ein Gesicht, das ich noch erkennen kann, vor einem komplett schneeweißen, ausgebranntem Fenster zu sehen oder zu erkennen, was sich draußen befindet, aber die Person im Raum nur noch als Schattenriss wahrzunehmen. Wenn ich das aber vernünftig abstimme vor dem Dreh, dann habe ich die Möglichkeit später in der Postproduktion beides miteinander zu verbinden. Das hängt weitestgehend von den Settings der Kamera ab, mit denen man dreht.

Hyperlapse

HK: Bei einem Smartphone muss man sich entscheiden, auf welchen Bildteil die Blende eingestellt wird…

Mathias Geck: Genau, aber selbst das Smartphone kann eine Ergänzung sein. Bei einem Eventdreh haben wir letztens Hyperlapses (Zeitraffer, bei denen sich die Kamera durch die Szenerie bewegt) zusätzlich mit dem iPhone gedreht, mit absolut überragenden Ergebnissen! So ein Bild war in 3 Minuten gedreht und sofort fertig stabilisiert, dank der App. Für kleine Projekte kann das schlicht und einfach schon reichen, und man bekommt Bilder, die aus Kostengründen oder vom Zeitaufwand her sonst gar drin sind.

HK: Nochmal zum Kamera-Setup. Wenn das perfekt eingestellt ist, will man dann als Kameramann nicht auch am liebsten die Farbkorrektur machen?

Mathias Geck: In der digitalen Welt ist das Grading für mich ein essentieller Teil der Filmarbeit, genauso wichtig wie die Lichtsetzung, die auch Hand in Hand mit der Farbkorrektur geht. Man kann durch viel Erfahrung und das Zusammenspiel von Kamera und Grading viel effizienter arbeiten. In einer schwierigen Situation zum Beispiel vor einer weißen Wand, braucht man ca. 10 Minuten, bis die Beleuchter die Wand in einer komplizierten Situation mit einer Fahne abgekascht haben, damit sie nicht überstrahlt. Die müssen erstmal die Mittel aus dem Wagen holen, der Raum ist eng, wenig Platz für den Aufbau. In bestimmten Fällen kann man wirklich genau dasselbe Ergebnis mit einem Mausklick erzielen. Da ziehe ich in DaVinci die Wand mit einer Vignette einfach ein bißchen dunkler.

„Viele Kameramänner sagen: ‚Ich mag es nicht, wenn irgendwelche Leute an meinen Bildern rumbasteln‘ „

HK: Aus Deiner Sicht sind das integrierte Gewerke – Kamera und Grading?
Mathias Geck: Ja, ich finde es fast ein bisschen merkwürdig, dass so wenige Kameramänner ihre Sachen auch selbst kolorieren. Schließlich sagen viele von denen, dass sie es nicht mögen, wenn – das ist ein Zitat – „irgendwelche Leute, die ich nicht kenne, an meinen Bildern herumbasteln“. Es passiert öfters, dass die Kameraleute in der Postproduktion gar nicht mitgebucht werden. Das finde ich schade, aber das ist eben die Realität. Ich bin fest davon überzeugt, dass es stimmiger ist, wenn man als Kameramann mit dem Regisseur einen genauen Plan entwickelt hat, wo der Film hingehen soll. Dazu gehören die Bildsprache im gesamten Kontext von Einstellungsgrößen, das Framing, die Farbwahl, auch der Tapetenhintergrund am Set bis hin zum kompletten Postproduktionsprozess und dem Grading.

„Es ist einfach schön, wenn man dieses Ei auch bis zum Ende ausbrütet.“

HK: Das ist dann schon eine große Aufgabe, die man dann als Kameramann übernimmt: ein Teil Ausstattung würde dann ja auch noch dazugehören, außerdem Szenenbild und Licht…
Mathias Geck: Ja, in dieser Konstellation trägt man maßgeblich zu der Bildsprache des Projekts bei. Wenn man mit dem Regisseur alles fein abgestimmt hat, funktioniert das fantastisch. Es ist einfach schön, wenn man dieses Ei auch bis zum Ende ausbrütet und die grundlegende Vision bis zum Ende durchzieht und durchhält.

HK: Du hast aber noch keinen Spielfilm gedreht…
Mathias Geck: Doch, habe ich. Ich habe 2010 meinen ersten Langspielfilm gedreht, der hieß „eMANNzipation“, Regisseur war Philipp Müller-Dorn. Das ist ein Independent Projekt und da habe ich Kamera gemacht und war Postproduction Supervisor, aber gegradet wurde das noch von jemand Anderem. Ich bin mit den Ergebnissen zufrieden, aber die Zeitknappheit beim Grading hat dafür gesorgt, dass wir nicht so sehr in die Tiefe gehen konnten wie ich bei Details heutzutage in die Tiefe gegangen wäre. Der Film hat 13 internationale Awards gewonnen, rund um den Globus. Auf dem Kansas International Film Festival kam der Durchbruch, dort haben wir den Publikumspreis gekriegt und ab dann standen uns auf einmal viele Türen offen. Da es allerdings Independent Festivals sind, hat man keine Flugkosten bezahlt bekommen und von daher habe ich das alles schön zuhause von Facebook aus verfolgt und konnte gar nicht fassen, dass wir einen Award bekommen für einen deutschen, untertitelten Film, der in Berlin spielt mit deutschen Schauspielern.

HK: Wie sieht ein Drehtag für Dich aus?
Mathias Geck: Vor dem Drehtag ist das Essentielle, dass man einen genauen Plan hat. Es könnte hals- und beinbruchtechnisch mit gutem Glück irgendwie auch nur mit grober Vorplanung klappen und „vorort gerettet werden“, aber das gehört sich nicht. Ich habe das erlebt als Student: Wenn man an einem Spielfilmset erstmal eine Dreiviertelstunde mit dem Regisseur besprechen muss, dass der Laufweg gar nicht funktionieren kann, weil man über die Achse springt, dann stehen 20 Leute stehen da rum und warten und kriegen am Ende diese Dreiviertelstunde als Überstunden angehängt. Das ist respektlos. Da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Also am Anfang der Arbeit des Kameramanns steht die Locationbesichtigung. Dabei stößt man in der Regel auf, übertrieben gesagt, zehntausend Probleme und kriegt irgendwie noch neuntausendfünfhundert davon gelöst. Bei den restlichen fünfhundert muss man Alternativen finden, die trotzdem noch gut funktionieren. Anschließend schreibe ich Techniklisten, dazu kommen Rücksprachen mit dem Verleiher, manches Equipment ist doch zu teuer oder es ist schon verliehen. Man macht im Grunde aus Plan A und aus dem Mix von Plan B bis Z die perfekte Lösung. Da muss man einfach dem Prozess vertrauen, das lernt man dann über die Jahre.

„Es könnte auch nur mit grober Vorplanung klappen, aber das gehört sich nicht!“

Ich habe viele Jahre im Fernsehen gearbeitet, Magazin gedreht und auch Doku-Soap – nicht die schlimmen Sachen! – da wird oft auch, aufgrund der Aktualität, erst am Vorabend disponiert, da funktioniert es tatsächlich auch mit kurzfristiger Vorbereitung. Das sind aber kleinere Drehs mit einer vergleichsweise kleinen Logistik und Teamgröße. Aber bei einem größeren Projekt geht ohne Vorbereitung nichts. Man muss sich auch körperlich auf lange Projekte vorbereiten, wenn man Herr der Lage sein will. Ein Kameramann muss viele Entscheidungen sicher treffen, auch unter Stress und nach vielen Stunden am Set. Wenn die Vorbereitung stimmt, herrscht im Team eine Grundruhe, weil jeder weiß, was zu tun ist. Dann werden die Ergebnisse auch besser, weil man sich als Kameramann darauf fokussieren kann, die Details so gut wie möglich zu kriegen und zusätzlich in den Details noch kreativ zu sein.

HK: Woher weißt Du denn, was Du wie drehen sollst?
Mathias Geck: Wir machen bei einer größeren Produktion natürlich erstmal Drehbuchauszüge, dann destillieren wir daraus ein Storyboard und Floorplans, also im Prinzip Skizzen der Räumlichkeiten, die vorher ausgemessen sind. Im Floorplan ist eingezeichnet, wo welche Lampe steht und welche Kameraposition es geben muss, wo die Schauspieler stehen, wie die Laufwege sind und dann destilliert man daraus, in welcher Reihenfolge die Bilder gedreht werden. Wir richten uns in der Regel nach logistischen Merkmalen, sodass man nicht für eine Naheinstellung das Licht komplett umbauen muss, danach einen Gegenschuss macht und das Licht wieder auf die andere Seite umzieht.

Floorplan

HK: Warum ist denn der Floorplan so wichtig?
Mathias Geck: Ich löse eher nach Floorplans auf, weil ich damit die notwendigen Kameraeinstellungen und dadurch auch Lichtumbauten reduzieren kann. Wenn ich nur nach dem Storyboard gehe, lande ich bei einer Dialogsequenz zum Beispiel bei 20 Einstellungen. Wenn ich mir das im Floorplan anschaue merke ich: „Moment mal, von der Position 3 aus kann ich eigentlich die Nahaufnahme auch perfekt hinkriegen und muss dazu keinen großen Umbau machen.“ Das spart eine Menge Zeit am Set und bringt eigentlich so gut wie dasselbe Ergebnis.

HK: Hört sich ein wenig überproduziert an, wenn ich an Unternehmensfilmproduktionen denke…
Mathias Geck: Bei Unternehmensfilmen ist das natürlich selten der Fall. Da spielen andere Dinge eine Rolle. Ich würde sagen, das ist ein Mix aus Vorplanung, rein fachlichen, sachlichen Argumenten, Lehrbuch und zu einem gewissen Grad auch Intuition durch Dinge, die sich am Set ergeben. Sagen wir, die Sonne scheint auf eine Stelle, die man vorher nicht so genau erwartet hat, dann sagt man: „Achso, okay, also hinten mit diesem Akzentlicht, das ist ja eigentlich eine sehr schöne Geschichte. Fantastisch, vielen Dank! Das ist ein netter Zufall, der mein Bild noch schöner macht. Das nehmen wir doch so.“ Oder dass irgendein Crewmitglied – und das sage ich ganz offen, selbst wenn es ein Praktikant ist – eine gute Idee am Set hat, dann ist es einfach richtig, der Idee eine Chance zu geben.

Kameramann Mathias Geck

Was auch exzellent funktioniert, ist eine Sache, die wir beim letzten Kurzfilm angewendet haben. Wenn man die Zeit hat: einfach plump und grob mit einer kleinen Kamera vordrehen. Dann geht man mit Doubles rein in das Motiv. Man simuliert alle Kamerabewegungen einfach schon mal aus der Hüfte und testet die jeweiligen Brennweiten. Dann sieht man schon, wo es Probleme gibt. Es gibt da auch unglaublich gute iPhone-Apps, mit denen man bis auf extreme kurze Brennweiten über einen digitalen Motivsucher die Einstellungen vorher komplett simulieren kann. Auch am Set, wenn der Regisseur noch ein Close-Up dazu wünscht, dann nehm‘ ich einfach kurz das iPhone, fahr die Brennweiten an, die wir im Repertoire haben und sehe: „Okay, sollen wir eine 50er nehmen, das wird so aussehen, ne, noch ein bisschen dichter dran, nehmen wir eine 85er, und okay, alles klar.“ Das dauert eine Minute und ist viel schneller, als wenn der Assistent die Optik hätte wechseln müssen. Das hätte dann drei Minuten gedauert, und nochmal drei um das Ganze eventuell wieder zurückzubauen.

HK: Okay, die Einstellung ist gedreht. Ab wann kannst Du beurteilen, ob der Schuss gelungen ist?
Mathias Geck: Wenn es ein komplexes Bild ist, bei dem auf vielen Ebenen was passiert, die Schärfe und das Timing sehr kritisch sind, dann hat man nach dem Schuss eine Intuition, ob es gut oder schlecht war. Aber als Kameramann ist man so damit beschäftigt, das Kader sauber zuhalten, dass man die anderen Faktoren nochmal in einem Replay ansieht. Erst recht, wenn man auf einem Dolly herumgeschoben wird und dabei noch genau den Protagonisten treffen muss. Es können zehntausend kleine Faktoren mitspielen, die man eventuell auf einem kleinen Kamerasucher übersieht, gerade bei hellem Tageslicht. Da hilft nur ein wirklich, wirklich, wirklich gutes Display mit mindestens FullHD-Auflösung, im Dunklen oder mit Sonnenschutz.

„Die erste Klappe ist immer ein ganz heißer Punkt.“

HK: Welcher ist für Dich der heikelste Moment beim Drehen?
Mathias Geck: Der heikelste Moment?
HK: Ja, wann bist Du am angespanntesten?
Mathias Geck: Oh ja, das kann ich ziemlich klar definieren: Das ist immer die erste Klappe. Gerade, wenn das Team neu ist. Die erste Klappe ist immer ein ganz heißer Punkt, vor allem wenn neue Crew-Mitglieder zusammenkommen. Alle sind für eine gewisse Zeit miteinander verheiratet und bei der ersten Klappe trifft alles aufeinander. Dann sind alle besonders angespannt, schauen auf den Monitor und wollen einfach sehen, ob das, worin sie ihre Zeit und Energie investieren, wirklich die Sache wert ist. Also der Druck ist immens. Ich hatte so einen Fall, bei einem deutschen Genrefilmprojekt mit internationaler Größenordnung und Cast. Wir haben in Braunschweig gedreht, in der Mitte der Innenstadt. Das war bis dato eins meiner größten Sets. Wir hatten zwei komplette Straßenblöcke gesperrt, mit einem großen Set-  und Lichtaufbau für eine Sequenz aus dem Zweiten Weltkrieg. Direkt beim ersten Bild schritt ein unbemanntes Pferd durchs Bild, in dem hinten die Stadt brennt und Feuer zu sehen ist und auch Stuntmen mitspielen – da war der Druck ultimativ immens. Die ganze Crew hat geguckt, Schaulustige waren da, ein Team vom NDR drehte eine Doku über unsere Stuntmen – da muss man sich eben die Zeit nehmen und alles dreimal überprüfen, selbst wenn man vierzig Leuten ein paar Minuten mehr abverlangt.

HK: Der Film kommt nächstes Jahr in die Kinos?
Mathias Geck: Wenn alles klappt, ja. Das Ding ist Stück für Stück gedreht und gecrowdfundet, aber es hat tatsächlich schon beinahe weltweite Vertriebe für Kino und Home Entertainment . Der letzte Trailer hat jetzt mehr als 500.000 Hits auf Youtube, das läuft echt gut.

HK: Szene ist im Kasten. Regie ist zufrieden. Technisch alles wunderbar. Schnitt erledigt. Dann kommt die Arbeit des Graders oder Koloristen. Kann man darin kreativ sein, ohne das Drehbuch zu missachten?
Mathias Geck: Es gibt natürlich eine Grundausrichtung, abhängig von der Intention des Films. Eine kühle Stimmung passt eher zu einer melancholischen Szene. Eine Komödie braucht eher ein sattes Bild und die Rottöne stechen zum Beispiel heraus. Aber es gibt halt noch zig Variablen. Manchmal lösche ich Farben einfach raus und probiere einfach mal was ganz anderes. Im Optimalfall hat man die Farben der Wände, Requisiten und Kostüme am Set vorher schon konzeptioniert, dann sind die Hausaufgaben gemacht, die werden dann auch nicht mehr geändert, nur unterstützt.

HK: Was könnten Unternehmensfilme und Content Marketing Produktionen vom Spielfilm lernen?

Mathias Geck: Im Grunde genommen, wie man Emotionen vernünftig transportiert. Und zwar wirklich in technischer Perfektion. Man muss dahin kommen, dass die Gefühle, die man transportiert, authentisch wirken. Das Allerschlimmste ist, wenn ein Film gewollt-und-nicht-gekonnt erscheint. Das fängt aber auch schon beim Drehbuch an, das muss einfach das Beste aus dem Budget des Films machen. Wenn man mit den Ambitionen weit über das Budget hinausgeht, dann kann die Sache echt unangenehm und peinlich werden. Auf der anderen Seite kann man auch mit einem kleineren Budget – wenn man dafür wirklich ein gutes Buch schreibt, was bis zum Ende perfekt in diesem Budgetrahmen umsetzbar ist – ein großartiges Ergebnis erzeugen.

HK: Krankt der Unternehmensfilm vielleicht auch daran, dass nicht wirklich erzählt wird, sondern nur aneinandergereiht?
Mathias Geck: Es gibt meiner Meinung nach Geschichten, die sich perfekt dadurch erzählen lassen, dass man die Realität – so weit es geht – abbildet. Wenn also ein Event stattfindet, das tatsächlich ein Erfolg war, was fantastisch funktioniert hat und großartige Emotionen beinhaltet, dann muss man es „abbilden“ mit den besten technischen Mitteln, die einem zur Verfügung stehen. Aber wenn wirklich ein Gefühl für eine Marke, ein Unternehmen oder ein Produkt aufgebaut werden soll, dann beginnt die Arbeit bei einem Drehbuch. Man muss eine Geschichte entwickeln, die man auch authentisch abbilden kann und die zur Firma und ihrem Spirit passt. Dazu braucht man eine Recherche im Unternehmen. Wenn man den Spirit, diese Leidenschaft erkennt und erfährt, woraus sie sich speist, dann wird wirklich was Gutes draus.

 

Wenn Ihr mehr von Mathias sehen wollt, schaut seinen Webauftritt an:

www.mathiasgeck.de

Kameramann Mathias Geck

Mehr Filmjobs hinter der Kamera bei uns im Blog: VFX-Artist, Regisseur, Komponist

 

Der Klang des Gotthard hat sich mit dem Gotthard Basistunnel verändert

Der Klang des Gotthard

 

Liebeserklärung an einen Tunnel

Die Kette quietscht. „Heute Ruhetag“ verkündet das Schild am Hotel in Arth-Goldau. Ruhetag! Heute! Am Tag der Eröffnung. Über den Hintereingang geht’s dann doch in die Gaststube. Ob ich auch käme wegen des Gotthard, fragt mich die Wirtin. Der Enthusiasmus meiner Antwort steht in krassem Gegensatz zu ihrer Unaufgeregtheit. Man könnte den Eindruck haben, „die Dütsche“ begeistern sich mehr für das Projekt als die Schweizer selbst, zumindest hier im Kanton Schwyz. Aber das ist ein Irrtum.

Am nächsten Morgen taucht der Regen den Weg zum Bahnhof in einen Spraynebel. Gleich geht es los, gleich steige ich in den Zug, gleich fahren wir nach Süden, durch den Gotthard Basistunnel.
Was soll schon sein? 20 Minuten bei Dunkelheit durch eine Röhre fahren, was ist daran faszinierend? Die Geschwindigkeit? Die Machbarkeit?

 Altdorf

Der Klang der Röhre

Im Zug um mich herum befinden sich Menschen, die am Bau des Tunnels beteiligt waren. Sie alle waren schon drin, kennen den Staub dort und diesen sphärischen Ton. Ja, wirklich, der Gotthard hat einen eigenen Klang. Den konnte man während des Ausbaus hören, wenn man sich weit weg genug von Maschinen und Menschen der Transtec Gotthard bewegte. Wenn niemand sich regte, baute er sich der Ton langsam auf: ein kontinuierliches, bassiges Vibrieren der Luft. Man hörte in diesem Klang die Ewigkeit des Gesteins und erfuhr in diesem Moment, dass der Tunnel ein Nichts ist, im Vergleich zum Berg. Dann spürte man die Größe des Projektes und die eigene Bedeutungslosigkeit.

 

Der Klang des Zuges

Der Klang des Tunnels ist heute anders. Laute Gespräche, Lachen und Fachsimpeln füllen die Luft im Großraumwagen der SBB. Unser Zug nähert sich dem Nordportal. Dort gibt es einen Fahrbahnwechsel: vom Schottergleis auf eine, wie sie es nennen, Feste Fahrbahn. Diese Fahrbahn ist ein Schienenband von Weltklasse, in Beton gegossen, so genau wie kein anderes. Gleich fährt der Zug in die Röhre. Gibt’s dann einen Knall? Nein. Spürt man Druck bei der Einfahrt? Nein. Statt dessen ertönt Applaus von Frauen und Männer um mich herum, die stolz sind auf ihren Beitrag zum Gelingen. Neben mir sitzen Experten für Telekommunikation und messen die Stärke des Mobilfunknetzes. Sie wollen den Beweis erneut haben, obwohl die Funktion schon viele Male überprüft wurde. So sind die Leute hier, sie leben ihren Beruf. Ich sende ein Video-Tweet mit LTE-Geschwindigkeit aus einem Zug mit Hochgeschwindigkeit in die digitale Welt. Beeindruckend.

Der Klang des Projektes

Der Klang des Gotthard ist heute hypnotisch, wenn man sich von der Aufregung der Passagiere entfernt. Genauso wie das Bild, das man sieht. Danke Simon Geisler für das Wort. Die Lichtstreifen rühren von runden Lampen der Notbeleuchtung, verwischt durch die Geschwindigkeit des Zuges. Der wird dann langsamer, wir erreichen Bodio, alles aussteigen, fertig. Mein erster Gedanke: „So schnell? Und dafür der ganze Aufwand? Dafür Milliarden und 17 Jahre Bauzeit?“ Exakt. Dafür. Für unglaublichen Fahrkomfort, als ob der Zug schwebt.
Der Kontrast: Während ich diesen Blog schreibe, schraubt sich der Interregio weiter zum Gotthard-Scheiteltunnel hoch, in jeder Kurve rutscht mein Notebook zur Seite.
Und soviel Aufwand für Geschwindigkeit und Naturschutz. Der Klang des Gotthards ist eben auch der ungeheure Lärm von Güterzügen und 40-Tonnern auf der Straße. Die werden, jedenfalls zum größten Teil, in den Tunnel verbannt.

 

Der Klang des Dankes

Diejenigen, die um mich herum im Festzelt sitzen, schätzen Ernsthaftigkeit wenn es um ihre Arbeit geht. 2000 Planer, Ingenieure, Monteure und Projektverantwortliche haben die vergangenen Jahre mit und im Tunnel verbracht. Ihre Aufgabe war, so genau wie möglich zu arbeiten, damit nichts Unvorhergesehenes geschieht, bei Tempo 250 in der Röhre. Sie sind dabei bescheiden geblieben und freuen sich, als ein Gerücht die Runde macht: Die Doris kommt! Gemeint ist Doris Leuthard, Bundesrätin für Verkehr, die Schweizer Verkehrs-Ministerin. Sie war gestern schon am Gotthard, begleitete die Staatsgäste bei der offiziellen Eröffnung. Jetzt bedankt sie sich: schnörkellos, authentisch, in Schwyzerdütsch. Und dann hört man einen neuen Klang am Gotthard: Standing ovations für eine Ministerin, von Menschen, die Danke sagen fürs Dankesagen.

Der Klang des Gotthard

Der Klang des Gotthard, das sind auch die Wasserfälle direkt am Bahnhof von Biasca. Wer in Zukunft schnell von Mailand nach Zürich fahren will, wird ihn verpassen. Ebenso das Schleifgeräusch der Waggonräder auf den Schienen der Wendetunnel, wenn sich der Zug bei Giornico mühsam in die Höhe schraubt. Das muss man mögen wie das Kratzen von Vinyl-Schallplatten, in Zukunft nur noch ein Genuss für Liebhaber. Ich werde ihn vermissen und freue mich gleichzeitig auf die  schnelle Verbindung nach Mailand. Bald von Zürich aus in gut zweieinhalb Stunden. Ein neuer, cooler Klang.

 

Chauvet Höhlen das Instagram der Steinzeit: Pferde – Thomas T. - Etologic horse study, Chauvet´s Cave Uploaded by FunkMonk, CC BY-SA 2.0, https-::commons.wikimedia.org:w:index.php?curid=16624436

Instagram: 6 Tipps für den schnellen Einstieg

Kennen Sie die Chauvet-Höhlen in Frankreich? Dort verbergen sich die ältesten bekannten von Menschen gemalten Bilder. Obwohl sie zwischen 20,000 und 35,000 Jahre alt sind verstehen wir sie. Sie erzählen Geschichten von Gefahren durch wilde Tiere und vom Überlebenskampf unserer Vorfahren.

Heute haben wir Instagram. Die einfach zu nutzende Handy-App hat mittlerweile 300 Millionen Nutzer. Prominente, Unternehmen, Künstler und Hobbyfotografen aller Art.

Wir sind jetzt auch dabei. Genauer gesagt ich bin jetzt auch dabei und ich liebe es! Heute möchte ich meine persönliche Strategie teilen, mit der ich organisch eine Follower-Basis aufbaue. Und natürlich Beispiele zeigen, warum ich Instagram so toll finde.

IMG_20160207_212753IMG_20160206_184909IMG_20160206_183121Koenigsfilm jetzt auch auf Instagram: #mobilephotography

Diese vier Fotos aus unserer Instagram-Galerie habe ich mit meinem Handy gemacht und mit einer App bearbeitet. Meine aktuellen Lieblings-Apps sind Snapseed (Android/IPhone) und PhotoDirector (Android/IPhone).

Instagram gibt Unternehmen ein Gesicht und bietet die Möglichkeit Produkte attraktiv in Szene zu setzten. @generalelectric oder @starbucks zeigen, wie es geht.

Wir bei Koenigsfilm leben von Bildern und den Geschichten, die wir damit erzählen. Schöne Bilder und Geschichten sind unser Produkt. Wir denken in Bildern. Und das zu beschreiben, ist oft schwierig. Wir nutzen daher Instagram um die Welt um uns herum so einzufangen, wie wir in Bildern denken.

Instagram ist eine nie versiegende Quelle für Inspiration und den kreativen Austausch mit Gleichgesinnten. Jenseits von Katzenbildern und Selfies beherbergt Instagram eine Vielzahl von talentierten Fotografen, die hier ihre Kunst mit uns teilen.

Wenn Sie also eine spannende Dienstleistung oder ein Produkt zu vermarkten haben, dann ran an die Kamera und los geht’s!

1. Persönlich auf Instagram: auch als Unternehmen

Auch wenn @koefisocial zu Koenigfilm gehört war es uns wichtig das Instagram-Konto so persönlich wie möglich zu gestalten. Scheuen auch Sie sich nicht Ihren Namen mit anzugeben und seien Sie kreativ mit den 150 Zeichen, die für die Biografie zur Verfügung stehen. Besucher, die Ihre Galerie betrachten sollen sofort wissen wessen Foto ihnen gerade so gut gefällt.

2. Qualität zeichnet aus

„Amateure zeigen all ihre Fotos, Profis nur ihre Besten.“ Kevin Kuster (@kevinkuster)


Eine Regel der man folgen sollte. Wer auf Instagram gesehen werden will muss ein Mindestmaß an Qualität mitbringen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Fotos scharf sind, Linien wie der Horizont gerade, und Fotos nicht über- oder unterbelichtet sind. Die Bildgestaltung ist natürlich vollkommen frei.

3. Der #Hashtag-Wahnsinn

Reichweite ist auf Instagram gleichbedeutend mit kleinen roten Herzchen. Likes. Yeah, als hätten wir es gewusst! Erst durch Hashtags werden Fotos in Instagram suchbar und damit sichtbar für die Community.

Instagram liebt Hashtags. Anders als in Twitter kann man davon nie genug haben. Zu jedem Bild können bis zu 30 Hashtags hinzugefügt werden. Und das lohnt sich. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Hashtags gleichbedeutend sind mit vielen Likes. Wichtig ist nur, dass die Hashtags für das Bild relevant sind.

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Beschreibende #hashtags

Da Hashtags die einzige Möglichkeit sind ein Bild zu finden, sollten sie seinen Inhalt beschreiben. Das Bild oben habe ich mit #tasmania  #beach #flotsam #lowtide #sky und #branch getagged.

Story- #hashtags

Diese Art Hashtags nenne ich so, weil sie eine Emotion beschreiben, die ich mit dem Foto verbinde oder dessen Geschichte erzählen.  #ileftmyheart steht für die schönen Erinnerungen, die ich an diesen Ort habe und impliziert die Geschichte eines schönen Urlaubs, #naturelover macht das Foto für alle auffindbar, die auf der Suche nach schönen Landschaftsfotos sind.

Feature Accounts oder die kryptische #Hahstags

Wissen Sie auf Anhieb was #rsa_main #jj_forum_1465 oder #gloomgrabber bedeuten? Keine Sorge, da sind sie nicht alleine! Neben Prominenten und großen Marken gibt es eine weitere Gruppe von Meinungsbildnern in Instagram: Feature Accounts. Diese Accounts werden von Instagram Usern betrieben, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Dienst nach talentierten Fotografen zu durchforsten und deren Bilder auf ihren Konten zu präsentieren. Indem man ein Foto mit einem von diesen Gruppen ausgerufenen Hashtag markiert, macht man sie auf sich aufmerksam und kann sogar an täglich wechselnden Wettbewerben teilnehmen.

4. Der richtige #Hashtag

Instagram hilft dabei Hashtags ausfindig zu machen. Bildbeschreibende Hashtags können ganz einfach gefunden werden, indem man beginnt sie in der App einzutippen. Tippt man zum Beispiel #bea macht Instagram den Vorschlag #beach und zeigt gleich noch an, von wie vielen Usern der Hashtag verwendet wurde. Beliebte Hashtags sind gut, manchmal lohnt es sich aber einen weniger frequentieren Hashtag zu benutzen, da das eigene Foto dort nicht so schnell von den Beiträgen andere verdeckt wird.

Story-Hashtags und die beliebten Feature-Hashtags findet man am besten indem man von den alten Hasen lernt. Es lohnt sich gewissenhaft die Beschreibungen von Fotos durch zu gehen, die gefallen. Folgt man dann dem Link eines Hashtags kann man heraus finden, was andere Nutzer damit markiert haben. Beim Lesen der Bildbeschreibungen der Feature Accounts erschließt sich schnell, wie man an ihren Wettbewerben teilnehmen kann.

5. Caption – Die Bildbeschreibung

In Instagram geht es um Bilder, doch manchmal auch um ein bisschen Text. Viele Nutzer fügen ihren Fotos schöne Worte hinzu, manche erzählen die Geschichte der Bild-Entstehung, andere schreiben sogar Gedichte. Lesen lohnt sich, auch wegen der kreativen Hashtags. Denn Hashtags zu erfinden, ist auch erlaubt.

6. Kontinuität – Die eigene Sprache finden

south pier – by @jameasons –

south pier – by @jameasons – James

Nutzer werden in der Regel auf Sie aufmerksam, weil ihnen ein bestimmtes Foto gefällt. Versuchen Sie deshalb schnell, einen Stil zu finden, den Sie und Ihre Follower mögen. Besonders zu Beginn ist es wichtig, ein wenig zu experimentieren. Finden Sie heraus, welche Art Bild diejenigen Nutzer anzieht, die Sie sich für Ihre Galerie wünschen. Wie ein solcher Stil aussehen kann, lernt man am besten von erfahrenen Instagramern.

Bonus: Unsere Favoriten

Ich bin erst seit zwei Wochen in Instagram unterwegs und habe schon eine Menge spannender Galerien gefunden. Zwei davon, die unseren Followern gehören, möchte ich gerne mit Ihnen teilen. Gefunden habe ich Sie auf der Suche nach Fotos, die Geschichten erzählen.

 

good night – by @jameasons – James

good night – by @jameasons – James

@jameasons fängt Menschen, Orte und Stimmungen ein und gibt Ihnen einen ganz eigenen Look. Mir gefällt, dass er seine Motive nicht künstlich inszeniert. #streetphotography bedeutet, wie ein Dokumentarfilmer auf  Lauer zu liegen und auf den perfekten Moment zu warten. Das Leben liefert die besten Motive. Außerdem hat James ein Auge für Farbe und Licht. Highlights, die das Look and Feel seiner Bilder  besonders interessant machen.

Mein zweiter Favorit: @infamous.sevens. Eine weitere eindrucksvolle Galerie mit #streetfotography und #architecture. Er gibt seinen Bildern eine einzigartige Stimmung. Durch interessante Perspektiven lässt er alltägliche Orte besonders aussehen und Licht ist immer Teil der Geschichte und ein Farbenfest.

Statten Sie den beiden einen Besuch ab und folgen Sie ihnen. Es lohnt sich! Fotos sind nicht weit entfernt vom bewegten Bild. Auch in Ihrem nächsten Video lassen sich Geschichten mit Licht und Schatten, Gesichtern und Orten erzählen.

Nur nette Menschen

Instagram ist eine freundliche und höfliche Community. Bedanken Sie sich für Kommentare anderer Nutzer. Folgen Sie treuen und engagierten Followern zurück. Bleiben Sie immer freundlich, wenn Sie das Bild eines andern Nutzers kommentieren. So bleibt die Instagram-Erfahrung eine Bereicherung des Tages.

Sind Sie bereit Ihre Geschichte auf der Höhlenwand des Internets zu erzählen? Dann Treffen wir uns doch in Instagram @koefisocial! Wenn Sie jetzt noch Fragen haben zu Bildauswahl und Gestaltung, Hashtags, Netiquette und all den anderen Dingen rund um Instagram, freue ich mich, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen.

 

Übrigens! Instagram ermöglicht es seit dieser Woche mit mehr als nur einem Account eingeloggt zu sein. Es gibt jetzt also keine Ausreden mehr 😉

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Quelle Beitragsbild: Chauvet Hölen: Pferde – Thomas T. – Etologic horse study, Chauvet´s Cave Uploaded by FunkMonk, CC BY-SA 2.0, https-::commons.wikimedia.org:w:index.php?curid=16624436

 

Content Marketing - Wem das Schaf den Weg weist

Content Marketing – Wem das Schaf den Weg weist

Was Content Marketing 2016 von seinen Agenturen fordert

Paradox: Der Beginn der Umwälzungen im Content Marketing liegt im Jahr des Schafes. Im Jahr der Ruhe, der Harmonie und Kreativität – glauben jedenfalls die Chinesen und dauert noch bis zum 7. Februar. Vielleicht stimmt das Ja(hr), denn: Kein radikaler Wandel im Content Marketing ohne die innere Beteiligung der Agenturen und Dienstleister, Mitarbeiter, Führungskräfte und Agenturchefs. Geheult wird schließlich genug: „Uihuihuih, was kommt da auf uns zu!“ Besser gewusst haben es schon viele: „Das habe ich doch schon immer prophezeit!“. Ursachen sind schnell erkannt: „Auslöser sind die Konsumenten“. Ich meine: Diese Haltungen sind konservativ, weil sie die eigene Grundausrichtung nicht in Frage stellen. Was gerade auf Dienstleisterseite im Content Marketing geschieht ist zwar keine Disruption, aber ein Wandel, dessen Radikalität alles in Frage stellt und der vor allem – von uns selbst ausgehen muss! Wenn nicht, ist es schnell zu spät. Bei uns war 2015 der Zeitpunkt mit dem Schaf gekommen, Zeit für eine persönliche Einschätzung.

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Content Promotion beherrschen

Dieses Jahr hatte schon im Vorfeld einen brutalen Aufschlag. Thema: Content Promotion. Wir mussten mit ansehen, wie Filmproduktionen nicht mehr die Reichweiten der Vorjahre erzielten, obwohl sie qualitativ besser waren. Der Wettbewerb um die Zuschauer hatte zunächst schleichend und unbemerkt leichte Erosionsspuren hinterlassen, dann exponentiell gesteigert zugenommen und schlechte Ergebnisse verursacht. Ein Klassiker: Erst merkst Du nichts, kurz danach hast Du ein blaues Auge.
Die Schlussfolgerung ist offensichtlich: Wer Content produziert, muss nicht nur für erfolgreiche  Distribution, sondern auch Promotion sorgen. Das können wir jetzt inhouse leisten, ebenso wie den Schritt danach: konvertieren.

Zum eigenen Kunden werden

Zu Beginn des vergangenen Jahres drängte sich bei uns eine Fragestellung in den Vordergrund: Wieviel Content Marketing benötigen wir selbst, um unsere Ziele zu erreichen? Die Schätzungen gingen weit auseinander, das Ergebnis unserer Researcher war eindeutig: reichlich. Plötzlich waren wir umgeben von neuen, hausinternen Projekten, die Geld kosten und deren ROI wir schon im Voraus so genau wie möglich berechnet haben wollten: neuer Webauftritt, Social Media, Blog. Mit der Entscheidung für diese Projekte wurden wir in der gleichen Sekunde unser eigener Customer, führten uns selbst durch die Journey und können uns nun guten Gewissens weiter empfehlen. Wir erfanden uns neu und bauten neu auf: Content war da, Strategie stand, Produktion lief und läuft kontinuierlich, und Performance sichern wir ab. Es entstand eine Kultur des permanenten Infragestellens. Die können wir jetzt moderieren, aufrechterhalten und jedem weiter empfehlen.

Tanker sein oder Katamaran

Die Welt des Content Marketing in Deutschland hat 2015 zunächst die Elefantenhochzeit von Burda Creative plus KircherBurkhardt gesehen, danach folgten sogar zwei Dinosaurierhochzeiten: Medienfabrik Gütersloh plus G&J CE, außerdem Edelmann plus Ergo. Unserem eigenen Geschäft als schneller, agiler Dienstleister soll diese Konzentration in Zukunft nicht schaden. Gegen Mitte des Jahres mussten wir uns deswegen erneut in Teilen abschaffen und neu erfinden. Unsere Welt ist digital, die Welt unserer Kunden ist es aber nicht nur. Das gesamte Spektrum des Content Marketing und Corporate Publishing decken wir jetzt zusammen mit unseren Partnern ab. Ich glaube die Zukunft der Agenturen liegt in der Entscheidung: Tanker sein oder Katamaran-Flotte, Big Player oder agiles Spezialistennetzwerk. Eindeutig, wer schneller ist. Wer besser ist, wird man sehen. Das hängt auch davon ab, ob die interneren Teams mitziehen, ob jeder Einzelne bereit ist, sich selbst neu zu erfinden.

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Den Feueraffen raus lassen

Am 8. Februar beginnt das Jahr des Feueraffen, geprägt von Ansporn, Siegeswillen und dem Anspruch, jede zwischenzeitliche Niederlage in einen Sieg zu verwandeln. Das glauben jedenfalls die Chinesen. Viel Erfolg also in 2016! Und gern schon ab dem 1. Januar.

4 Fragen die weiter bringen

Die Fragestellung für 2016 erscheint übersichtlich: Wo ist Deine schwächste Stelle? Was wäre, wenn Dich dort jemand angreift? Kannst Du Dich selbst dort angreifen? Bist Du bereit, Dich grundsätzlich in Frage zu stellen und neu zu erfinden?

Was glauben Sie? Was fordert Content Marketing von seinen Agenturen?
Schreiben Sie mir. Ich freue mich auf eine Diskussion.

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Film-Klassiker & Content Marketing Teil 2

10 Film-Klassiker, die jeder Content Marketer gesehen haben sollte

Teil 2 – Von Helden, Schönheit und Mut

 

Abgucken von Hollywood ist erlaubt und kann vielen Filmproduktionen im Content Marketing helfen. Die Budgets sind zwar nicht mit denen der Film-Klassiker zu vergleichen, Kreative und Produzenten arbeiten aber genauso engagiert für einen erfolgreichen Film. Sie nutzen die gleichen Prinzipien. Im ersten Teil präsentierten 5 Film-Klassiker die Themen Timing, Plots und Szenenbild. Hier die nächsten 5 herausragenden Filme, die jeder Content Marketer gesehen haben sollte.

Helden – Slumdog Millionaire

Jeder Film braucht einen Helden. Mit Held ist kein Krieger gemeint. Ein Held kann auch ein Stotterer sein („The Kings Speech“). Die Reise des Helden ist Teil der besten Geschichten in allen Kulturen. Egal ob in Berlin oder Bombay. Und wenn dann noch die perfekt passende Dosis Pathos dazu kommt, entsteht daraus ein erfolgreicher Film wie „Slumdog Millionaire“. Aus dem Slum in die Bettelbande, von dort in die TV-Show – Jamal hungert, wird gefoltert, verprügelt, getreten, und schlägt sich durch, bis er die Liebe seiner Kindheit wieder findet: Latika. In diesem Moment ist die Heldenreise beendet, wie der Film, der aus vielen Miniatur-Heldenreisen besteht. In einer wird Jamal in Sekunden vom Straßenjungen zum gut verdienenden und cleveren Tour-Guide…

Sound – Matrix

Dieser Film ist berühmt für die Bullet-Time-Effekte. Kampfszenen in denen Neo und Agent Smith waagerecht in der Luft stehen bleiben, während die Kamera um sie herum fährt. Daran erinnert sich jeder Zuschauer, der „Matrix“ gesehen hat. Erinnert man sich an Soundtrack, Sound-Design und Ton-Schnitt? Eher nicht, obwohl es den Sound-Designern gelang, das Geräusch fliegender Pistolenprojektile zu „verbiegen“, identisch zum biegen der Zeit in den Bullet-Time-Szenen. Man kann sogar behaupten: Der Sound macht den Film. Wer’s nicht glaubt, sehe sich diese Szene ohne Ton an… Zwei Oscars verlieh die Academy für „Bester Tonschnitt“ und „Bester Ton“. Selbstverständlich nicht nur für die großen Effekte, sondern für den Gesamteindruck. Dazu gehören eben auch Details die nicht teuer sind, aber den Unterschied machen, wie das Unheil verkündende Rascheln der Zeitung im U-Bahnhof…

Zeit – Der Pate

Drei Minuten lang ist die Eröffnungseinstellung dieses Films. Drei Minuten ohne Schnitt. Drei Minuten lang erzählt ein italienischer Geschäftsmann vom Schicksal seiner Tochter, die überfallen wurde. Am Ende flüstert er dem Paten seinen Rachewunsch ins Ohr. Drei Minuten. Ohne Schnitt. Zeit bekommt eine neue Dimension in Francis Ford Coppolas „Der Pate“. Er nutzt sie aus bis zum letztmöglichen Moment. Die scheinbar nicht endende Kamerabewegung zieht den Zuschauer förmlich in das Geschehen hinein. Handbewegungen in dieser Einstellung sind spärlich und langsam und verstärken den Sog. Zum Zeitpunkt des Umschnitts auf das Gesicht von Don Corleone kommt man schon nicht mehr von diesem Film los…

Schönheit – Tiger and Dragon

Ästhetik ist das Werk des Director of Photography. Peter Pau heisst der Mann, der „Tiger and Dragon“ zu dieser Schönheit verholfen hat, und damit einen Oscar gewann. Der Film von Ang Lee ist eine Komposition anmutiger Bildern, die sogar Kampfszenen zu Gemälden machen. Dabei beeindruckt der Film nicht durch üppige Ausstattung wie das „Grand Budapest Hotel“. Im Gegenteil. Die Reduktion auf das Notwendige macht die Kameraarbeit noch wichtiger. Martial-Arts-Ästhetik, schwebende Kämpfer, fliegende Schwerter, fliessende Bewegungen: Beeindruckend wie die Kamera ein Teil dieser Welt wird, wie sie Sinnlichkeit und Schönheit multipliziert. Und das unaufdringlich, als gäbe es sie nicht. Die Originalversion in Chinesisch ist eine der schönsten Kampfszenen im Film …

Mut – Russian Ark
Sie hatten noch einen Versuch. Für eine Kamerafahrt reichte die Kapazität des Festplattenrekorders noch. Aber diese Fahrt war lang. Sehr lang. Sie führte in 90 Minuten durch 35 Räume an 1500 Schauspielern und Komparsen vorbei. Ein Film in einer Einstellung, in einer Streadicam-Fahrt – so etwas hatte noch niemand gewagt. „Russian Ark“ ist der erste Spielfilm, der in nur einer Einstellung gedreht wurde. Solch eine Produktion erfordert ungeheuren Mut und handwerkliche Präzision, um das Risiko beherrschbar zu machen. Ohne Mut keine herausragenden Filme.„Russian Ark“ verlangte penible Arbeit in der Konzeptionsphase und Produktionsvorbereitung. Regisseur Alexander Sokurow und Kameramann Tilman Büttner („Lola rennt“, „Der Untergang“) mussten nicht nur ein passendes Drehbuch für einen Film ohne Schnitt entwickeln. Sie mussten für den Film ohne Schnittmöglichkeit viel Lichttechnik verstecken. Proben in der Eremitage in St. Petersburg gab es nicht. Am Tag des Drehs musste alles funktionieren…

 

Was Content Marketer von Film-Klassikern lernen können:

– Helden inszenieren, egal ob Menschen oder Produkte
– Sound gestalten, der pusht jeden Film
– Zeit nutzen, dehnen oder komprimieren
– Schönheit wollen, und so produzieren
– Mut haben, und auf den des Kunden hoffen

Interesse an Teil 1 zu Szenenbild, Plots und Timing?
Welche Film-Klassiker würden Sie empfehlen? Schreiben Sie mir.

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Film-Klassiker und was man im Content marketing daraus lernen kann

10 Film-Klassiker, die jeder Content Marketer gesehen haben sollte

Teil 1 – Von Timing bis Szenenbild

Filmproduktionen im Content Marketing haben nicht das Budget der Film-Klassiker, dafür aber genauso engagierte Kreative und Produzenten an ihrer Seite. Und die erreichen ihre Erfolge nach den gleichen Prinzipien. Abgucken von Hollywood ist erlaubt und hilft.

Timing – One, Two, Three

Timing ist nicht alles, aber hilft jedem Film. Wenn jemand uns Nachhilfe in Timing geben darf, dann Hanns Lothar und James Cagney in „Eins, Zwei, Drei“. Sie spielen, wie der Titel es verlangt. Die Dialoge sind auf den Punkt geschrieben und von den Schauspielern mit dem Glanz perfekten Timings versehen. Und Timing ist nicht nur Tempo. Legendär der Auftritt von Schlemmer. Der Film ist ein Meisterstück von Billy Wilder, denn die Rasanz zieht sich durch den ganzen Film. Ein Coca-Cola-Geschäftsführer versucht in Berlin die Tochter seines Bosses davon abzubringen, einen Kommunisten zu heiraten. Zunächst muss sich der Manager aber an Deutschland im Jahr 1961 gewöhnen…

Brüche – Skyfall

Dass Helden zu Beginn eines Films sterben, funktioniert nur bei Game of Thrones. Und dann auch nur, weil schon neue Helden aufgebaut sind. Darf James Bond sterben? Nein. Oder besser: zumindest nur vorübergehend. In „Skyfall“ glaubt man nur Sekunden daran, dass Bond tot ist. Er wird auferstehen, irgendwie. Aber wie? 007 kehrt zurück als Trinker, der zu langsam für den Job geworden ist und die Tests beim MI6 nicht besteht. Peinlich. Und deswegen großes Kino. Unversehrte Roger-Moore-Gesichter nach einer minutenlangen Schlägerei kann kein Publikum mehr sehen. Ein Held ist erst dann einer, wenn er etwas verliert, wenn er einen Preis zahlen muss, wenn er – Brüche hat. Und es uns zeigt …

Plot – Pulp Fiction

Plot. Man könnte auch sagen: Überraschung. Der Plot verändert die Vorstellung der Zuschauer davon, wie sich die Story weiter entwickelt. Jeder Film hat Plot-Points, aber auch jede gute Szene. Die Story ändert danach ihre Richtung hin auf ein bisher unbekanntes Ziel. Genauso wie Jules und Vincent in „Pulp Fiction“ ihr Fahrtziel ändern müssen. Schuld daran ist ein Hubbel in der Straße. Und diese Bodenwelle wiederum ist Schuld am Tod von Marvin, einem Komplizen. Und wenn ich so weiter schreibe, entsteht nie ein Plot-Point. Deswegen hier ein Ausschnitt aus einem grotesken Film, dem wir aber immer glauben, weil Quentin Tarrantinos absurde Plots die Story permanent in eine unerwartete Richtung treiben…

Dramatisierung – All the President’s Men

Knarzende Kellertreppe in einem schaurigen Motel – ist spannend. Duell in der Westernstadt – spannend. Riesenwelle vor Fischkutter – auch spannend. Aber eine Unterhaltung in einem Parkhaus? Ein Film über zwei Journalisten holt vier Oscars?! Wie ist das möglich? Weil „All the President’s Men“ fast ohne Dramatisierung auskommt, und dennoch Spannung aufbaut – durch fein dosierte Inszenierung. „Just follow the money!“ raunt Deep Throat in der Tiefgarage. Sein Gesicht sieht man nie. Dennoch entsteht eine knisternde Spannung. Schafft es Journalist Woodward den entscheidenden Tipp vom Informanten zu bekommen, um die Machenschaften der Republikaner im Wahlkampf aufzudecken? Als der Film 1976 Premiere hatte, waren Watergate, Washington Post, Woodward und Bernstein schon Legende. Und dennoch ist „Die Unbestechlichen“ spannend bis zum Schluss. Wie Journalismus eben sein kann, wenn man auf Mätzchen verzichtet, wo sie nicht passen…

Szenenbild – Grand Budapest Hotel
„Our task was to find a great old hotel, and build a production around that“, sagt Wes Anderson über die Produktion des „Grand Budapest Hotel“. Das grandiose Szenenbild und Kostümdesign entführt in eine eigene Welt und ist made in Görlitz, Germany. Szenenbild im Content Marketing? Ja. Das Prinzip bleibt, egal wieviel Budget im Spiel ist. Ein gut überlegtes Szenenbild unterstützt die Botschaft des Films oder zerstört sie. Allein das Aufräumen des Vorstandsschreibtisches im Hintergrund eines Interviews kann das Szenenbild erheblich verbessern. Für das „Grand Budapest Hotel“ ist Anderson natürlich den entgegen gesetzten Weg gegangen. Welchen, erklärt er selbst…

Was Content Marketer von Filmklassikern lernen können:
– Timing etablieren, im Bild und in der Montage
– Brüche erlauben, die machen das Publikum neugierig
– Plots entwickeln, am besten mehrere
– Dramatisierung überprüfen, weniger ist mehr
– Szenenbild beachten, auch ohne Budget

In der kommenden Woche Teil 2 mit Helden, Filmmusik, Schönheit, Mut und Zeit
Welche Film-Klassiker würden Sie empfehlen? Schreiben Sie mir.

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Die Fülle der Aufgaben im Social Media Marketing können wie ein Wald wirken

Social Media Marketing: Alle müssen mitmachen! [RANT]

Der beste Content ist die Expertise der Mitarbeiter

 

Kennen Sie das?

Zig Kanäle, auch einen Plan, multimedial, Cross Channel und so – aber in der Umsetzung kommt einem gerne mal der Alltag dazwischen.

Konzeptionierung, Angebote schreiben, Meetings sind oft scheinbar wichtiger.

 

Falsch! Kontinuität im Social Media Marketing ist wichtiger!

 

Und am wichtigsten: Das gesamte Unternehmen muss mitziehen.

 

Um das zu erreichen muss jedem im Unternehmen klar sein, welche Ziele im Social Media Marketing verfolgt werden.

Und diese Ziele müssen immer für alle sichtbar sein. Was schon in der Studenten-WG funktionierte, klappt auch im kleinen Unternehmen. Damals war es der Putzplan heute ist es der Social Media Plan.

Der Social Media Plan hält fest welche Möglichkeiten es für Mitarbeiter gibt, sich zu beteiligen, welche Kanäle bespielt werden und wie häufig.

 

Wie der Social Media Plan funktioniert:

  • Erfassen Sie alle Social Media Aufgaben
  • Definieren Sie Aufgaben, die pro Tag, Woche und Monat zu erledigen sind
  • Veröffentlichen Sie den Plan für alle Mitarbeiter – online oder am Schwarzen Brett

Bei der Wahl der Aufgaben gibt es keine Grenzen. Kommentare bei Facebook, in Blogs, in Zeitungen oder Magazinen, Gruppenbeiträge und Gruppenkommentare in LinkedIN oder bei Facebook, Likes auf Pinterest, Bilder bei Instagram – sind sehr gute Möglichkeiten Ihre Mitarbeiter beim Social Media Marketing zu beteiligen.

Und jeder Mitarbeiter der etwas zum Social Media Marketing beiträgt, hakt die entsprechende Position für diese Woche ab.

Falls Sie Probleme haben genug Mitarbeiter zu motivieren, machen Sie ein Spiel daraus. Eine monatliche Rangliste der Social Media Champions kann Wunder wirken.

 

Der Social Media Marketing Wald lichtet sich

Legen Sie für ihre Kollegen und Mitarbeiter die Brotkrumen aus, die Sie sicher durch den Social Media Wald führen.

 

Darf Social Media Marketing beliebig werden?

Natürlich nicht. Der Social Media Pro hält die Hand drüber: Audit und Analyse müssen sein. Selbstverständlich müssen Sie aber Ihre Mitarbeiter im Umgang mit den verschiedenen Kanälen schulen.

Wer welche der Social Media Aktivitäten durchführen soll, darf und vor allem möchte, muss besprochen sein. Sie müssen auch den Ton der Texte und  angebrachte Themen festlegen. Und damit es keine Shitstorms gibt natürlich auch, welche Themen besser nicht angefasst werden.

Und dann kann es losgehen – im gesamten Unternehmen.

Hat man eine halbe Stunde Zeit, kann man noch schnell vor Feierabend einen Facebook Post des Kunden kommentieren, kein Problem, abgehakt.

Der Marketing Chef kann kurz was zum Content Marketing kommentieren, der Ingenieur beurteilt die neuesten Softwareentwicklungen, die Designerin den neuen innovativen Bürostuhl auf Pinterest.

Bleiben Sie im Gespräch, diskutieren Sie mit, zeigen Sie ihre Kompetenz an so vielen Punkten wie möglich.

Nehmen Sie ihren Kollegen die Angst und ermutigen Sie sie, ihre wertvollen Einblicke in das Unternehmen zu teilen. Und haben sie keine Angst ihr Unternehmen zu öffnen.

Persönlich und unvermittelt sind die Gebote der Stunde.

Lässt sich das skalieren?

Natürlich. In großen Unternehmen gilt genauso: je näher der Kunde an das Produkt, an die Produktion usw. herankommt, umso authentischer nimmt er die Marke war. Das heißt: Ingenieure an die Social Media Marketing Front.

Und wer weiß, vielleicht hat ja einer von ihnen ein Talent fürs Geschichten erzählen.

 

Falls Sie Hilfe beim Erstellen Ihres Social Media Plans benötigen oder Fragen zu den Themen Video, Content Marketing oder Social Media haben: Rufen Sie uns an!

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Die Brücke zwischen Games und Content Marketing

Games und Content Marketing – Let’s Play

6 Dinge, die Content Marketer von Games lernen können

 

Wenn wir als Content Marketer Geschichten erzählen denken wir nicht nur über das „Was“, sondern mindestens genauso viel über das „Wie“ nach. Zeit also sich mal wieder etwas Inspiration zu holen.

Auf dem diesjährigen Gamescom Kongress ging es auch um Storytelling. In Sachen Engagement sind Spiele ein interessantes Medium. Wie TV, Radio, Webseiten oder Zeitung sind sie geschaffen, um uns zu unterhalten. Und Games sind gut darin.

Fast die Hälfte aller Deutschen spielt digitale Spiele. Tendenz steigend. Ein Grund für diese Beliebtheit ist der Umgang von Games mit Storytelling und Emotionen. Zwei Komponenten, die Games und Content Marketing gemeinsam haben und über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Spiele sind Content, der uns total in den Bann zieht

Schauen Sie sich dieses Foto an:

 

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass die Zielgruppe, mit der sie zu reden versuchen, Sie genauso anschaut?

So sehen wir aus, wenn wir Content konsumieren. Die Menschen auf dem Foto schauen Fernsehen. Anteilnahme sieht anders aus. Dabei muss der Content, den Fernsehen uns liefert nicht einmal schlecht sein. Immerhin entscheiden wir uns ihn anzusehen.

Kunden sollten so auf Games und Content Marketing reagieren

http://www.mrtoledano.com/gamers/03

Games und Content Marekting : So sieht ein begeisterter Gamer/Kunde aus

http://www.mrtoledano.com/gamers/04

 

Diese Gesichter zeigen Menschen beim Spielen eines Videospiels. Die Gamedesignerin Jane McGonigal beschreibt das Spielen eines Spiels als den freiwilligen Versuch, unnötige Hindernisse zu überwinden. Und tatsächlich enthalten viele Spiele Mechanismen, die wir im echten Leben als unangenehme Arbeit empfinden würden. Spieler verbringen viel Zeit damit Dinge zu sammeln, eine Vielzahl von Methoden immer wieder aufs Neue zu testen und die immer gleichen Gegner für eine bestimmte Belohnung zu bekämpfen. Der Unterschied zwischen Arbeit und Spiel ist die Geschichte, die die Tätigkeit umgibt. Das Storytelling eines Games lässt unsere Entscheidungen bedeutsam genug erscheinen, dass wir uns emotional darauf einlassen.

 

Der Schlüssel sind Emotionen.

Wir kennen den Effekt, den Games auf uns haben aus eigener Erfahrung. Die Maus fest umklammert, den Blick fest auf den Bildschirm gerichtet, alles andere ausgeblendet. In Spielen erlebte Emotionen fühlen sich genauso real an wie im „Real Life“. Der Gewinn der Weltmeisterschaft an der Konsole fühlt sich an, als hätten wir gerade ein Fußballspiel auf dem Platz gewonnen.

Einige der Erzähl-Techniken lassen sich auf das Storytelling im Content Marketing übertragen:

 

  1. Identifikation mit den Protagonisten

Games und Content Marketing benötigen die Identifikation mit einem bestimmten Charakter, um uns näher an die Geschichte zu bringen. Games sind darin besonders stark, weil wir nicht nur die Geschichte eines Charakters miterleben, sondern selbst Teil der Geschichte werden und so selbst fühlen, statt nur mit zu fühlen. Übertragen auf Content Marketing heißt das, glaubwürdige und interessante Charaktere anzubieten, mit denen unsere Zuschauer sich identifizieren können. Dazu muss kein fiktionaler Charakter oder ein Maskottchen erfunden werden. Ein überzeugender Mitarbeiter oder Kunde können ebenso Fläche für Identifikation bieten.


Identifikation mit der Hauptfigur: Joel and Sarah in „The Last of Us“

 

  1. Die Geschichte untereinander weitererzählen

In Multi-Player-Games finden sich große Gruppen von Menschen in ihrer digitalen Welt zusammen, um gemeinsam eine Herausforderung anzugehen. Oft hat dabei jeder eine spezifische Aufgabe und trägt mit seinen Fähigkeiten zum Erfolg der Gruppe bei. Jeder Teilnehmer wird gebraucht und kann gleichzeitig nur in der Gruppe zum Erfolg kommen.

Als Content Marketer können wir unseren Online-Communities Storylines geben, die sie gemeinsam entdecken können. Inhalte können gegenseitig geteilt werden, Empfehlungen ausgesprochen werden oder Informationen zu einem neuen Thema hinterlassen werden, die anderen weiterhelfen. Manche Spiele haben ihre Fans dazu veranlasst ganze Wikis mit Hintergrundinformationen und Spekulationen zu füllen. http://de.wow.wikia.com

So werden die Lücken zwischen den einzelnen Erzählsträngen in den unterschiedlichen Medien gefüllt und zusammengefasst. Cross-Media mit Beteiligung der Community – so wie in diesem Video, indem ein Aspekt der WoW-Welt zusammengefasst wird.

Game & Comic: Aus beiden entsteht in diesem Video die ganze Story

 

  1. Einfluss nehmen auf den Verlauf der Geschichte

Computerspiele haben die Art und Weise, wie wir Storytelling konsumieren demokratisiert. Spieler nehmen direkt an der erzählten Geschichte teil und haben Einfluss auf ihre Entwicklung. Spannend daran ist, je interaktiver das Storytelling, desto komplexere Geschichten können erzählt werden. Interaktivität lässt uns tiefer in den angebotenen Content eintauchen und macht ihn, auf Grund seiner Variabilität, interessanter.

Content Marketing kann Geschichten entwickeln, die von der Community vorangetrieben wird. Durch Informationsaustausch können Nutzer sich einen Charakter oder eine Storyline erschließen, über Fortsetzungen spekulieren und Geschichten selbstständig weitererzählen. Als Storyteller können wir ihre Ideen aufgreifen und verarbeiten, Erkennen wofür sie sich unsere Zielgruppen besonders interessieren und mehr zu diesem Thema anbieten.

 

  1. Nicht alles sofort erzählen

Gute Geschichten sind dicht genug um sie über einen längeren Zeitraum und mehrere Kanäle hinweg auszudehnen. Episodisches Erzählen motiviert auf einen Kanal zurück zu kehren. Serie können Beiträge von verschiedenen Personen zu einem Thema, verschiedene Aspekte eines Themas oder verschiedene Inhalte in einer wiedererkennbaren Form. Entscheidend ist, Zusammenhänge erst nach einer Gewissen Zeit preis zu geben. Das schafft Spannung. In Games und Content Marketing gleichermaßen.

Ein Blick zurück: Charaktere in „The Walking Dead“ geben Einblick in Zusammenhänge

 

  1. Den Nutzer entdecken lassen

Schicken Sie Ihre Nutzer auf eine Reise durch Ihre Kanäle. Und verbergen Sie Teile Ihrer Geschichte hinter interessanten Herausforderungen oder bauen Sie Cliffhanger in Ihre Inhalte ein. Inhalte können auch über mehrere Kanäle ausgebreitet werden und ergeben erst nach dem Besuch des gesamten Angebots ein weiteres großes Bild. Vielleicht ist der Verlauf einer Geschichte auch scheinbar anders, je nachdem, von welcher Seite ein Nutzer sich ihr nähert.

Sieben Interviews -eine Frau: Entdecke „Her story“ – Trailer“

 

  1. Den Mehrwert der Inhalte steigern

Wichtig bei alle dem: es muss sich lohnen. Belohnen Sie Ihre Nutzer in Games und Content Marketing indem Sie mit fortschreitende Geschichte einen Mehrwert anbieten. Das kann ein preisgegebenes Geheimnis am Ende einer Videoserie sein, die Offenbarung eines Charakters oder ein Blick hinter Ihre Kulissen.

 

Spiele sind erfolgreich, weil wir aktiv an ihrer Story teilhaben können. Als Content Marketer können wir unser Storytelling und unsere Kanäle für unsere Nutzer öffnen. Ihre Interaktion führt nicht nur zu neuen Erkenntnissen und Ideen für weitere Inhalte, sondern bringt sie näher an unser Angebot heran.

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