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Instagram Stories – einfach Geschichten erzählen

Diesen Sommer stellte Instagram die Instagram Stories vor. Für die Snapchat-Nutzer unter uns bekanntes Terrain. Die Funktion erinnert stark an die Geschäftsidee der Konkurrenz. Wir haben ausführlich gescrollt, geswiped und getestet. Das Ergebnis: Toll! Unbedingt ausprobieren!

Was sind Instagram Stories?

Eines Tages waren sie einfach da: Die rot umrandeten Profilbilder unserer Instagram-Freunde.

 

Dahinter verbargen sich ihre Instagram Stories. Die Stories sind eine zweite Möglichkeit Content auf Instagram zu teilen – getrennt von der eigentlichen Galerie.

Das Besondere der Stories: Sie bleiben nur 24 Stunden sichtbar, danach verschwinden sie wieder. Sie bestehen aus einzelnen Slides, die ein Foto oder ein maximal 10 Sekunden langes Video enthalten können.

Was können IG Stories?

Mit der Story-Funktion lassen sich mehrere Fotos oder Videos zu einer Geschichte zusammenfügen, die App spielt die einzelnen Teile chronologisch ab und zeigt eine Forstschrittleiste. Im Gegensatz zu Snapchat lässt sich die Story aber mit permanentem Inhalt in der Galerie verknüpfen. So lässt sie die Geschichte hinter einem Foto erzählen.

Ein ganz besonders schönes Beispiel kommt von Malgosia (@malgo_f). Sie nutze ihre Instagram Story für eine eindrückliche Live-Fotoreportage vom „Black Monday“ am 4.10.2016 in Warschau.
Passend zu einem Bild in ihrer Galerie konnte man ihr in der Story durch den Tag folgen und Situationen und Emotionen direkt miterleben.

Schönes Beispiel für eine Instagram Story

So funktionierts!

Instagram Stories sind wie gemacht, um spontan Inhalte zu teilen. So geht’s:

 

Schritt 1 – Content auswählen

In das Story-Menü gelangt man vom Home-Screen aus. Durch den (+) Button oder Wischen nach rechts.

So sieht der Screen aus, wenn Du Instagram Stories erstellen möchtest

Der Screen für die Instagram Stories

Über das Zahnrad kann festgelegt werden, wer die Story sehen soll. Neben dem Kamerabutton lassen sich der Blitz und die Selfie-Kamera einschalten.
Durch kurzes drücken des Auslösers wird ein Foto aufgenommen. Hält man den Button gedrückt, zeichnet Instagram ein Video auf.

Es lassen sich aber auch bereits vorhandene Fotos teilen. Durch wischen von der oberen Bildkante nach unten gelangt man in eine Galerie, die alle Fotos und Videos der letzten 24h anzeigt.

Bilder zu den Instagram Stories aus der Galerie hinzu fügen.

Teilen von Bildern aus der Galerie

Tipp: Um ein Foto zu benutzen, das älter als 24 Stunden ist, dieses Bild einfach in eine Bearbeitungs-App, wie Snappseed oder VSCO laden und wieder exportieren. 😉

 

Schritt 2 –  Zeichnungen zum Foto hinzufügen

Wie mit einem Textmarker. Zur Verfügung stehen verschiedene „Stifte“, ein Schieberegler um die Strichbreite einzustellen, und eine Farbpalette.

Fotos für die Instagram Stories lassen sich einfach bearbeiten.

Einfach lassen sich Zeichnungen hinzufügen

Tipp: Wenn man einen einzelnen Farbpunkt länger gedrückt hält lässt sich die Farbauswahl feintunen.

 

Schritt 3 – Schrift und Emojies einfügen.

Hier gibt es ein viele Gestaltungsmöglichkeiten. Hält man die Schrift mit zwei Fingern fest, kann sie gedreht und in der Größe verändert werden.

Ganz einfach lassen sich Schriften und Emojies zu den Instagram Stories hinzufügen.

Schriften und Emojies runden die Story ab

 

Wir wünschen euch viel Spaß mit den IG Stories!

Taggt uns in eurem letzten Post mit @koefisocial, dann kommen wir auf einen Besuch vorbei – zum Stories gucken!

 

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Livestreaming auf Twitch ist für die Nutzer oft wie ein Musikevent

Livestreaming – So funktioniert Twitch!

GamesCom! Eine Woche lang war Köln das Mekka der internationalen Gamingszene. Dabei wird eine Community sichtbar, die – gemessen an ihrer Größe – im realen Leben äußerst unauffällig ist. Die Gamingszene findet man vor allem im Internet. Sie ist mit und um die Entwicklung der Social Media herum gewachsen und  inzwischen mit den Sozialen Netzwerken untrennbar verbunden.

Dabei hat sich eine Kommunikationsform entwickelt und etabliert, die in der breiten Öffentlichkeit bisher kaum eine Rolle spielte: Livestreaming – also die live Übertragung von Bild und Ton über das Internet. In der westlichen Hemisphäre nennt sich die zentrale Plattform dafür Twitch.tv.

 

Was ist Twitch.tv?

Twitch.tv wurde 2011 zunächst als Spin-off des allgemeinen Live Streaming Portals justin.tv gegründet. In den folgenden Jahren wuchs Twitch.tv nicht nur zu einem der größten Live-Video-Portale heran, sondern auch zu einer zentralen Social Media Plattform für Gamer. 2014 übernahm Amazon Twitch.tv für $970 Millionen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Plattform bereits 55 Millionen individuelle Zuschauer monatlich.

Produziert werden die Inhalte von fast 2 Millionen individuellen Streamern, 13.000 von ihnen nehmen am Partnerprogramm teil. Das Partnerprogramm ermöglicht es Streamern, ähnlich wie auf YouTube, am Erfolg ihres Streams finanziell beteiligt zu werden. Der Großteil der Inhalte besteht aus Liveübertragungen von E-Sports- und Gaming-Media-Events sowie persönlichen Streams individueller Spieler. Sie alle verbindet eine einzigartige Subkultur mit eigener Sprache, Symbolik und Ritualen.

E-Sport-Events sind eine Mischung aus Sportveranstaltung und Rock-Konzert.

 

Wie funktioniert Livestreaming?

Um einen Livestream auf Twitch.tv starten zu können, benötigt man einen Twitch-Account, einen leistungsfähigen PC, schnellen Internetzugang sowie eine spezielle Software, die die gewünschten Inhalte auf dem Bildschirm erfasst, verarbeitet und an die Twitch-Server sendet. Diese Software stellt Twitch nicht selbst zur Verfügung. Die meisten Streamer nutzen daher Open Source Programme wie zum Beispiel „Open Broadcasting Software“ (OBS). Alternativ können zum Streamen auch die Spielekonsolen Xbox One und Playstation 4 verwendet werden. Auf diesen Plattformen ist die nötige Software bereits integriert.

Die Kommunikation zwischen dem Streamer und seinen Zuschauern ist ein zentraler Bestandteil des Livestreaming. Die meisten Streamer nutzen deshalb ein Mikrofon und eine FaceCam um mit ihren Zuschauern zu kommunizieren. Eine FaceCam ist eine WebCam, die den Streamer beim Spielen filmt und das Video in den Stream integriert. Die Interaktion zwischen Zuschauern und Streamern steigt dadurch erheblich, ebenso die Popularität des Streams. Der Produktionsqualität sind kaum Grenzen gesetzt. Professionelle Übertragungen beschäftigen Produktionsteams, die denen von Liveübertragungen von Sportevents im Fernsehen um nichts nachstehen.

Screenshot der Livestreaming Plattform Twitch

So sieht die Nutzeroberfläche von Twitch aus: Links die Menuleiste über die ma auswählen kann welches Video man als nächstes sehen möchte. In der Mitte der Stream, der das Spielgeschehen überträgt; eingebettet ist die Facecam, über die der Spieler/Streamer zu sehen ist. Rechts der Chat, mit dem Spieler/Stream und Zuschauer kommunizieren.

 

Unterschiede zu und Gemeinsamkeiten mit anderen Social Media Plattformen

Im Gegensatz zu vielen anderen Social Media Plattformen findet ein Großteil der Interaktion auf Twitch.tv über das Chatsystem statt. Die Schnelllebigkeit von Live-Video und -Chat führt dabei zu einer anderen Art der Kommunikation als sie beispielsweise auf YouTube oder Facebook zu findet ist. Mit einer Halbwertszeit von oft nur wenigen Sekunden sind einzelne Chatnachrichten nicht dazu geeignet, komplexe Informationen zu vermitteln oder Dialoge zu führen. Sie werden vielmehr dazu genutzt spontane Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Emotes, kleine Bilder mit individuellen Bedeutungen, die wie eine eigene Sprache fungieren.

Die Kommunikation mit anderen Zuschauern ist dabei mindestens genauso wichtig wie die Kommunikation mit dem Streamer. Der Chat auf Twitch.tv ist vergleichbar mit dem Fangesang bei einem Fußballspiel oder der Atmosphäre bei einem Rockkonzert. Durch den Fokus der Interaktion auf den jetzigen Moment entsteht eine starke emotionale Identifikation mit dem Geschehen und der gesamten Gruppe von Beteiligten.

Zukunftsperspektive Livestream

Livestreaming als Kommunikationsform wie wir es heute schon auf Twitch.tv sehen, steht erst am Anfang seiner Entwicklung. Die Gaming Szene ist deswegen auch in diesem Bereich ein Vorreiter, weil sie sowohl die Produzenten als auch die Konsumenten der Inhalte genau dort abgeholt hat, wo sie sich aufhalten – am PC und an den Spielekonsolen. Mittlerweile liegt der Prozentsatz aller Views von Twitch auf mobilen Endgeräten allerdings schon bei 35%. Mit der weiteren Verbreitung schneller mobiler Internetzugänge wird der Anteil mobiler Nutzung noch steigen.

Mit dem Zugang über mobile Geräte wird die Technologie auch für andere Benutzergruppen interessant. Facebooks Live und Twitters Periscope sind nur zwei Beispiele von Plattformen, die Livestreaming als zentralen Bestandteil moderner Kommunikation auch außerhalb der Gamingszene etablieren könnten. Die erfolgreiche Erarbeitung und Umsetzung einer Social-Media-Strategie für Livestreaming sollte sich die Erfahrungen und Lehren von Twitch.tv zunutze machen.

UPDATE: YouTube hat am 17. August bekannt gegeben, dass seine Plattform YouTube Gaming nun auch in Deutschland verfügbar ist. Sie soll mit ihrer Streaming Funktion eine direkte Alternative zu Twitch.tv bilden. Quelle: horizont.net

 

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